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Neues Materialheft „Hoffnung für Osteuropa“ zum Kollektensonntag am 10. Oktober

Für ein solidarisches Europa

Unter dem Titel „Für ein solidarisches Europa - Brücken bauen und versöhnen – Miteinander gemeinsam Zukunft gestalten“ steht das neue Materialheft der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“.

Damit soll in den westfälischen Gemeinden am 10. Oktober 2021 (19. Sonntag nach Trinitatis) um Spenden für die Arbeit mit armen, alten, kranken, behinderten und benachteiligten Menschen in Osteuropa geworben werden. Allerdings findet auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie kein zentraler Gottesdienst in Westfalen statt.

Das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung/MÖWe der Evangelischen Kirche von Westfalen hat deshalb zum diesjährigen Kollektensonntag wieder ein Materialheft herausgegeben. Darin werden Projektbeispiele aus Serbien und Rumänien sowie eine langjährige Jugendpartnerschaftsarbeit zwischen Bünde und Belarus vorgestellt. Die Ausgabe mit zwölf Seiten enthält zudem Materialien und Texte für Andacht und Gottesdienstgestaltung. Daneben wird über die Arbeit von „Hoffnung für Osteuropa“ informiert, die seit mehr als 25 Jahren sozialdiakonische Projekte in Mittel- und Osteuropa unterstützt.

Die anhaltende Corona-Pandemie trifft die Projektpartner in ärmeren Regionen Europas besonders hart und die Folgen sozialer Missstände werden immer gravierender. Erschwerend hinzu kommen die akuten Bedrohungen durch die Folgen des Klimawandels – sie sorgen für neue Herausforderungen in der Zusammenarbeit von Kirchen in Ost- und Westeuropa.

Menschen in Mittel- und Osteuropa sind in ihrem Alltag vielfach belastet: Sie verdienen in ihren Berufen zu wenig, manche Krankheiten können nur unzureichend behandelt werden, weil nicht selten Medikamente und medizinische Geräte fehlen. Es werden auch Menschen auch aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit ausgegrenzt. Menschenrechtsverletzungen machen die Projektarbeit bisweilen nahezu unmöglich, wie die Autoren feststellen. Besonders bedenklich sind politischen Entwicklungen in Belarus und Russland, weil sie die Demokratien in Europa bedrohen. Und auch in der EU mehren sich nationalistische und anti-demokratische Töne, wie sie beklagen.

Seit 1994 haben die Kollektenmittel „Hoffnung für Osteuropa“ wichtige Projekte und Kontakte für Kirche und Diakonie ermöglicht. Die Solidaritätsaktion hatten die evangelischen Landeskirchen in Deutschland und ihre Diakonischen Werke gegründet, um damit die Not der Menschen in Mittel- und Osteuropa zu lindern. Mit dem Beitritt zur Europäischen Union (EU) hatten mehrere ost-europäische Staaten gehofft, auch am Wohlstand der EU teilhaben zu können. „Doch dieser Weg ist noch weit. Tatsächlich erleben wir heute ein erhebliches Wohlstandsgefälle zwischen den nordwestlichen, den südöstlichen und östlichen Mitgliedsstaaten der EU“, heißt es in dem Materialheft zum Kollektensonntag.

 

 

 

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