Inspirierendes Netzwerk für das kirchliche Arbeiten von morgen
Evangelische Denkfabrik bei „Zukunft(s)gestalten Reloaded“
MedienINFO 39/2025
Die Veränderung ist längst da. Wir müssen sie annehmen und gestalten: Mit diesem Anliegen versammelten sich Ende Oktober mehr als 200 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende aus Gemeinden, Kirchenkreisen und Einrichtungen der Evangelischen Kirche von Westfalen im Erlebnisreich Campus in Lünen, um bei „Zukunft(s)gestalten Reloaded“ Ideen für das kirchliche Arbeiten von morgen zu entwickeln.
Die Auftaktveranstaltung im Mai 2023 hatte bereits viele Ideen und Projekte vorangebracht. „Es braucht Ihre und Eure Energie, um vor Ort Experimente durchzuführen. Wichtig ist, dass wir in einer Haltung der Offenheit Kirche gestalten“, sagte Präses Adelheid Ruck-Schröder dann auch in ihrer Videobotschaft an die Teilnehmenden gerichtet. „Wir haben die Chance, uns inhaltlich zu fokussieren auf die Frage: Welche Kirche wollen wir gewesen sein?“ Dazu gehöre auch die Frage, „was wir künftig lassen können“.
Trotzdem ist die Bandbreite der Herausforderungen nach wie vor groß und differenziert. Da gibt es diejenigen, die berichten, dass ihr Kirchenkreis in zehn Jahren zu einer großen Einzelgemeinde werden soll. Die an Wegen arbeiten kleinere, lokale Gemeinschaften zu bewahren und zu befähigen und durch den Abbau paralleler Strukturen Kraft und Möglichkeiten dafür freizusetzen.
Und es gibt Geschichten von Gemeinden, die Konfirmandenarbeit neu denken: „Wir haben ein 14-tägiges Pilgern eingeführt. Das hat die ganze Sache revolutioniert. Die Gespräche, die wir mit den Jugendlichen führen, gehen unheimlich tief“, erzählt eine, die mit ihrem Team auf dem Weg in die Zukunft einfach schon mal losgegangen ist.
In verschiedenen von einer Pilotgruppe vorbereiteten Workshops konnten diejenigen, die auf dem Weg schon weiter sind, ihre Erfahrungen teilen und so zu „Möglichmacher*innen“ für andere werden. Diesen Aspekt, das Netzwerken und gegenseitige Unterstützen, hatte die Pilotgruppe vorab als eines der wichtigsten Ziele für den Tag definiert.
Aus mehreren Gruppen entwickelten sich so schon Ideen, die allen nützen sollen. Als „Transformations-Snacks“ sollen künftig zum Beispiel Tutorial-Videos entstehen, die Wege des Neudenkens von Kirche aufzeigen und mit Beispielen aus der Praxis anschaulich machen sollen. Die Arbeitsgruppe dazu hat sich in Lünen aus einem Workshop formiert.
Zum Ende des Kongresses formulierten die Teilnehmenden Hoffnungen und konkrete Anforderungen an die Kirchenleitung, die das kirchliche Arbeiten von morgen ermöglichen sollen. Diese sollen auf der kommenden Herbstsynode der EKvW vom 23. bis 26. November 2025 vorgestellt und besprochen werden.


