Gottesdienste nur mit Schutzkonzept
Wiederaufnahme von Gottesdiensten

Häufig gestellte Fragen

Ab 3. Mai dürfen in NRW wieder Gottesdienste stattfinden. Voraussetzung: die Gemeinden haben auf der Grundlage des EKD-Eckpunktepapiers ein Schutzkonzept erarbeitet und vorgelegt. Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Reicht ein Schutzkonzept pro Gemeinde aus?

Nein. Für jede Gottesdienststätte, an der Gottesdienste gefeiert werden sollen, muss ein eigenes Schutzkonzept erarbeitet werden. Ein entsprechendes Muster-Schutzkonzept ist an die Superintendenturen verschickt worden, die es ihrerseits den Gemeinden zur Verfügung gestellt haben.
 

Müssen die Schutzkonzepte den Kommunen vorgelegt werden?

Ja, das müssen sie. Die Gemeinden müssen die fertigen Schutzkonzepte beim Kirchenkreis (Superintendentur) einreichen. Dort wird ein Verzeichnis geführt und die Konzepte werden von dort aus an die Kommunen geschickt. Achten Sie bitte darauf, Schutzkonzepte rechtzeitig auf den Weg zu bringen, damit sie vor bereits einige Tage vor dem ersten Gottesdienst bei der Kommune vorliegen.
 

Gilt das Schutzkonzept auch für Friedhofskapellen?

Ja. Wenn es sich bei Ihrer Friedhofskapelle um eine Gottesdienststätte handelt.  Dann muss auch für die Kapelle ein Schutzkonzept erstellt und vorgelegt werden, wenn Sie dort Gottesdienste feiern möchten.
 

Dürfen derzeit Kindergottesdienste gefeiert werden?

Nachdem der Gesamtverband für Kindergottesdienst in der Evangelischen Kirche in Deutschland beschlosen hat, eine Wiederaufnahme der Kindergottesdienste derzeit nicht zu empfehlen, hat sich der Westfälische Verband für den Kindergottesdienst dieser Position angeschlossen. Kurz: Kindergottesdienste sind derzeit nicht empfehlenswert.
 

Dürfen zurzeit Taufen und Trauungen stattfinden?

Ja. Für Taufen und Trauungen gelten die gleichen Regeln wie für normale Gottesdienste. Siehe dazu auch Kasualien nach dem Lockdown - Praktische Tipps (PDF). Dort wird auch auf besondere Hygienemaßnahmen hingewiesen, die bei körpernahen Amtshandlungen zu beachten sind. Ebenso finden sich etliche Praxistipps in der Arbeitshilfe, die aufzeigen, wie eine Taufe bzw. eine Trauung unter den Corona-Bedingungen gefeiert werden kann.
 

Müssen Menschen, die sich nicht zum Gottesdienst angemeldet haben, abgewiesen werden?

Wenn es die Menge an Gottesdienstbesuchern in Ihrer Gemeinde nötig macht, dass Sie mit Anmeldungen arbeiten müssen und sie soviele Anmeldungen erhalten haben wie Plätze zu vergeben sind, müssten tatsächlich Menschen abgewiesen und nach Hause geschickt werden. Passiert dies häufiger, ist es möglicherweise sinnvoll, weitere Gottesdienste anzubieten. Darüber hinaus können die abgewiesenen Personen auf Gottesdienstangebote hingewiesen werden, die im Internet zu finden sind.
 

Welche Art oder Qualität von Mundschutz wird verlangt?

Textile Mund-Nase-Masken (Community-Masken) sind in diesem Fall ausreichend.
 

Ist die Einrichtung eines Hygieneausschusses sinnvoll?

Tatsächlich kann es sinnvoll sein (besonders bei größeren Gemeinden und Kirchenkreisen), einen eigenen Ausschuss zu bilden, der sich schwerpunktmäßig Schutzmaßnahmen und Fragen der Hygiene berät.
 

Ist eine Anmeldung zum Gottesdienstbesuch per Telefon oder Mail sinnvoll?

Wenn zu erwarten ist, dass die Zahl der Besucherinnen und Besucher die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze (Höchstgrenze) übersteigt (kleine Kirche, Gottesdienste mit großer Teilnehmerzahl), ist es sinnvoll, mit Anmeldungen zu arbeiten. So kann Gedränge auf dem Kirchhof vermieden werden. Und es müssen sich nicht unnötig Menschen auf den Weg machen.
 

Müssen Pfarrerinnen und Pfarrer Schutzmasken tragen?

Nein. Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Liturginnen und Liturgen sind von der Maskepflicht ausgenommen. Kurz: Wer Sprechrollen hat, muss keine Maske tragen. Allerdings sollte in besonderer Weise auf die Mindestabstände zwischen Pfarrerin/Pfarrer und versammelter Gemeinde geachtet werden.
 

Muss der Gottesdienst in seiner üblichen Form praktiziert werden?

Zurzeit ist es nicht möglich, Gottesdienste nach der agendarischen Form zu feiern. Anregungen für alternative Gottesdienstformate finden sich auf den Ideenplattformen kirchejetzt.de, bit.ly/ekvw-corona und bit.ly/iafw-corona.

 

Wer ist dafür verantwortlich, wenn sich ein Gottesdienstbesucher infiziert?

Für eine Infektion haftet derjenige, der wissentlich und willentlich einen anderen infiziert. Dies kann auch durch Unterlassen geschehen. Wer einen Gottesdienst besucht und sich dadurch mit anderen in einem öffentlichen Raum bewegt, weiß, dass sie oder er ein Infektionsrisiko eingeht. Wer sich also im Bereich eines Dritten aufhält, begibt sich zunächst selbst in Gefahr. Wenn dieser Dritte einen Reinheitsgrad zusichert, kommt dessen Haftung in Betracht.

Kirchengemeinden können in eine Haftung wegen der Verletzung einer Verkehrsicherungspflicht und/oder einer Verletzung der Corona-Schutzverordnung kommen. Beides lässt sich vermeiden, indem das EKD-Eckpunktepapier vom 24. April 2020 berücksichtigt wird und auf dessen Grundlage für jede Gottesdienststätte, in der Gottesdienst gefeiert werden soll, ein Schutzkonzept erarbeitet wird. Die Landeskirche hat hierzu ein Muster-Schutzkonzept erstellt und den Kirchengemeinden über die Superintendentinnen und Superintendenten zur Verfügung gestellt.

 

Kann die Kirche oder das Gemeindehaus aktuell anderen Gruppen zur Nutzung überlassen werden?

In Zeiten der erhöhten Ansteckungsgefahr durch Viren sollten sich insgesamt möglichst wenige Menschen in den für alle zugänglichen Räumen aufhalten. Dies kann am besten dadurch erreicht werden, dass das Gebäude niemandem überlassen wird. Dort wo dies dennoch aus guten Gründen geschieht, sollten klare Regeln im Blick auf die nachlaufende Infektionsverbreitung getroffen werden (professionelle Reinigung o.ä.).

Material

Das Materialpaket enthält folgende Dateien: 

  • Hinweise zum Verfahren
  • Das EKD-Eckpunkte-Papier
  • ein Muster-Schutzkonzept
  • eine Muster-Pressemitteilung
  • eine Checkliste (ToDo-Liste) für Gemeinden
  • eine Blanko-Anwesenheitsliste
  • Schilder (Abstand halten, Maske tragen, Hände desinfizieren, nur markierte Plätze nutzen).
Hinweise Coronavirus: Handlungsempfehlungen zu Gottesdiensten