COVID-19: Aktuelle Hinweise

+++Archivierte Fassung - die aktuell gültigen Regelungen finden Sie hier +++

CoronaUpdate 29. April 2021

CoronaUpdate zur Gestaltung kirchlichen Lebens

Geleitwort von Präses Annette Kurschus:
„Wir sind auf das Leben hin unterwegs“

„Die vierte Woche nach Ostern ist buchstäblich auf Jubel gestimmt: Mit dem Sonntag „Jubilate“ hat sie begonnen, von einem verheißungsvollen Wort des Apostels Paulus wird sie begleitet: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.(2. Korinther 5,17)...“ weiter lesen


Corona-Schutz-Empfehlungen in der Ev. Kirche von Westfalen

Angesichts der hohen Inzidenzwerte empfiehlt die Landeskirche weiterhin, bis auf Weiteres auf Präsenzveranstaltungen (auch für Gottesdienste) zu verzichten und verstärkt auf digitale Formate zu setzen. Für Gottesdienste unter freiem Himmel gelten neue Empfehlungen.

Mit dem Perspektivkonzept wird ein verantwortlicher Verfahrensweg für das kirchliche Leben in der Evangelischen Kirche von Westfalen entwickelt. Es versetzt uns in die Lage, flexibel und zügig auf das jeweilige Infektionsgeschehen in den Landkreisen und kreisfreien Städten zu reagieren und unser kirchliches Handeln in verantwortlicher Weise darauf abzustimmen. Unsere Empfehlungen für das kirchliche Leben bleiben weiterhin handlungsleitend. Die drei Inzidenzwertkorridore – unter 50, 50 bis 100, über 100 – bilden die Grundlage, von der aus sich die Handlungsempfehlungen ergeben. Im Blick auf Gottesdienste unter freiem Himmel wurde das Perspektivkonzept aktualisiert.

Grundsätzliches zu Gottesdiensten und Teilnahmebedingungen

Nach intensiven Beratungen empfiehlt die Evangelische Kirche von Westfalen, im Blick auf die Teilnahme an Gottesdiensten grundsätzlich nicht zwischen Geimpften und Genesenen auf der einen und denjenigen Personengruppen auf der anderen Seite zu unterscheiden, die (noch) keinen Impfschutz oder eine Immunisierung nach überstandener Erkrankung besitzen. Eine solche Unterscheidung hinsichtlich des Gottesdienstbesuchs zu treffen, widerspräche unserer Überzeugung, dass Gott seine Gemeinde über alle Unterschiede hinweg zu sich ruft.

Wir bekräftigen das Perspektivkonzept, wonach Gottesdienste in physischer Präsenz in geschlossenen Räumen grundsätzlich nur bis zu einem Inzidenzwert von 100 empfohlen werden. Allerdings wird das Konzept um die Möglichkeit von Gottesdiensten in physischer Präsenz unter freiem Himmel ergänzt. Diese Möglichkeit sollte unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheit vor Ort abgewogen werden. Dabei sollte auch die Außenwirkung Berücksichtigung finden, die von einer öffentlichen Versammlung ausgehen kann, während gleichzeitig spürbare Einschränkungen im öffentlichen und individuellen Leben bestehen.

Wenn Presbyterien sich dazu entschließen, auch bei Inzidenzwerten über der Marke von 100 Gottesdienste innerhalb von Gebäuden in physischer Präsenz zu veranstalten, ist neben den bekannten Schutzkonzepten die besondere Rückverfolgung sicherzustellen.

Sollten staatliche Verordnungen oder Allgemeinverfügungen weiterhin die Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses (zertifizierter Bürgertest bzw. Schnelltest unter der Aufsicht geschulten Personals) für die Teilnahme an einem Gottesdienst bei Inzidenzwerten von über 100 verbindlich machen, bedarf es entsprechender Vorkehrungen in den Kirchengemeinden. Im Lichte unserer grundsätzlichen Überzeugung, dass der Gottesdienst Menschen über alle Unterschiede hinweg verbindet, gilt es vor Ort abzuwägen, ob unter diesen Umständen an einer Feier in Präsenz festgehalten werden kann.

Gottesdienste in geschlossenen Räumen

Gottesdienste in geschlossenen Räumen (Kirchen, Gemeindehäuser) sind mit den bewährten Schutzkonzepten und nach Prüfung der regionalen Gegebenheiten auch in physischer Präsenz im Rahmen der Empfehlungen möglich, wenn die Inzidenzwerte in den vergangenen 7 Tagen konstant und auch weiterhin erwartbar unter der Marke 100 liegen. Übersteigt der Inzidenzwert diese Marke wird empfohlen, auf Gottesdien­ste innerhalb von Gebäuden zu verzichten und digitale Formate zu nutzen.

Grundsätzlich gilt dabei, dass neben der Corona-Schutzverordnung (CoronaSchVO) in der jeweils aktuellen Fassung auch die Allgemeinverfügungen der Landkreise und kreisfreien Städte Beachtung finden.

Gottesdienste unter freiem Himmel

Nach aktuellem Kenntnisstand ist das Infektionsrisiko im Freien deutlich geringer, so dass Veranstaltungen unter freiem Himmel in verantwortbarer Weise durchgeführt werden können, wenn die entsprechenden Maßgaben zum Infektionsschutz eingehalten werden.

Kirchengemeinden können nach Abstimmung mit dem Kirchenkreis und im Einvernehmen mit den zuständigen Ordnungsbehörden Gottesdienste unter freiem Himmel veranstalten (wie traditionell in vielen Kirchengemeinden etwa zu Himmelfahrt und Pfingsten üblich). Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass

  • die Abstands- und Hygieneregeln konsequent eingehalten und
  • medizinische Masken bzw. FFP2-Masken getragen werden,
  • die besondere Rückverfolgung gewährleistet und
  • der Veranstaltungsbereich (einschließlich der Ein- und Ausgänge) eindeutig ausgewiesen ist.
  • Die Zahl der Teilnehmenden sollte die Marke von 100 nicht überschreiten, sofern dies die örtlichen Gegebenheiten zulassen. Die maximale Teilnehmendenzahl ergibt sich aus dem Abstandsgebot und der zur Verfügung stehenden Fläche.
  • Eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden ist erforderlich.
  • Auf Gemeindegesang wird auch unter freiem Himmel verzichtet. Die kirchenmusikalische Gestaltung ist allerdings unter Einhaltung der besonderen Abstandsregeln (von mindestens 2 Metern gemäß § 8 CoronaSchVO NRW) mit maximal 5 Musikerinnen und Musikern möglich.

In diesem Rahmen können auch Taufen, Trauungen und Konfirmationen stattfinden (siehe dazu auch unten). Dabei sollte darauf geachtet werden, dass an der Tauf- und Segnungs­handlung im Gottesdienst ausschließlich der kleinstmögliche Kreis von Angehörigen unmittelbar beteiligt ist.

Die Schutzkonzepte der Kirchengemeinden sind im Blick auf Gottesdienste unter freiem Himmel entsprechend zu aktualisieren und der Superintendentur sowie der zuständigen Ordnungsbehörde einmalig zur Kenntnis zu geben.

Taufen und Trauungen

Taufen und Trauungen sind in kleinstmöglichem und geschlossenem Kreis der Angehörigen in geschlossen Räumen möglich, wenn sie nicht einvernehmlich verschoben werden können. Neben den Maßgaben zum Infektionsschutz (Abstands- und Hygieneregeln, Tragen von medizinischen Masken bzw. FFP2-Masken usw.) ist die besondere Rückverfolgung zu gewährleisten.

In jedem Fall sollte die Möglichkeit geprüft werden, die Taufen und Trauungen im Freien im Umfeld oder auf dem Gelände kirchlicher Gebäude zu veranstalten. Zu den Details siehe die Hinweise zu Gottesdiensten unter freiem Himmel.

Konfirmationen

Geplante Konfirmationen können in geschlossenen Räumen stattfinden, wenn die Inzidenzwerte in den vergangenen 7 Tagen konstant und auch weiterhin erwartbar unter der Marke 100 liegen. Liegen die Inzidenzwerte darüber, sollte über eine mögliche Verschiebung des Konfirmationstermins (Spätsommer und Herbst) nachgedacht werden. Alternativ können die Konfirmationen unter freiem Himmel unter Teilnahme eines kleinstmöglichen Kreises der jeweiligen Angehörigen im Umfeld oder auf dem Gelände kirchlicher Gebäude stattfinden. Zu den Details siehe die Hinweise zu Gottesdiensten unter freiem Himmel.

Kirchliche Bestattungen

Kirchliche Bestattungen können aufgrund der besonderen seelsorglichen Bedürfnisse der Angehörigen und der Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit des Geschehens in Gebäuden und im Freien als Gottesdienst inzidenzunabhängig gefeiert und durchgeführt werden. Für die Durchführung gelten die Vorgaben gemäß § 1 Abs. 3 CoronaSchVO, soweit nicht durch lokale Allgemeinverfügungen abweichende Regelungen getroffen werden. Die Kirchengemeinde

  1. informiert die vor Ort zuständigen Behörden.
  2. sichert die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m bei den Personen, die nicht zum Kreis der nahen Angehörigen gehören. Nahe Angehörige dürfen sich ohne Abstand beistehen und begegnen.
  3. begrenzt die Teilnehmendenzahl. Die mögliche Teilnehmendenhöchstzahl richtet sich jeweils danach, wie viele Menschen in dem betreffenden Raum den geforderten Abstand einhalten können. Die Obergrenze liegt für Gottesdienst in Kirchen (und anderen Räumen) bei 250Teilnehmenden und bei Gottesdiensten unter freiem Himmel bei 500 Teilnehmenden.
  4. führt ein Anmeldeerfordernis für solche Zusammenkünfte ein, bei denen Besucherzahlen zu erwarten sind, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten,
  5. verpflichtet die Teilnehmenden zum Tragen einer medizinischen Maske auch am Sitzplatz (OP-Maske, Masken des Standards FFP2 bzw. KN95/N95),
  6. erfasst die Kontaktdaten der Teilnehmenden und
  7. verzichtet auf Gemeindegesang.

Datenerfassung im Dienste der Rückverfolgbarkeit

Bei Veranstaltungen in physischer Präsenz ist weiterhin die besondere Rückverfolgung durch die Erfassung der Teilnehmendendaten sicherzustellen. Die Erfassung kann manuell erfolgen. Im Interesse der Lesbarkeit werden die Daten idealerweise in eine Excel-Datei übertragen. Im Interesse des Datenschutzes sollte darauf geachtet werden, dass die Listen (auch beim Eintragen) nicht offen einsehbar sind. Die Luca-App bietet eine digitale Alternative, die jedoch aus Gründen des Datenschutzes nicht empfohlen wird. Nähere Informationen zum Datenschutz bei der Luca-App finden sie unter: https://datenschutz.ekd.de/2021/03/30/stellungnahme-der-dsk-zur-kontaktnachverfolgung-in-zeiten-der-corona-pandemie/ sowie https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/st/20210329_DSK_Stellungnahme.pdf .
Die datenschutzrechtlich unbedenkliche Corona-Warn-App bietet in ihrer aktuellen Version entsprechende Möglichkeiten nicht.

Offene Kirchen

Eine Öffnung der Kirche als Ort der Stelle und des Gebets an Sonn- und Wochentagen unter Beachtung der geltenden Regelungen der CoronaSchV ist weiterhin möglich. Informationen dazu finden Sie unter www.offene-kirchen.info.

Kirchenmusik

In Vorbereitung und Durchführung von Online-Gottesdiensten besteht für Musikerinnen und Musiker die Möglichkeit, in kleiner Zahl von maximal 5 Personen unter Einhaltung der Mindestabstände in physischer Präsenz zu musizieren und dafür zu proben, wenn ein gültiger negativer Schnelltest vorliegt. Zur kirchenmusikalischen Gestaltung von Gottesdiensten unter freiem Himmel siehe oben.

Bitte grundsätzlich beachten: Die landeskirchlichen Corona-Empfehlungen werden - wenn nötig - in den kommenden Tagen laufend aktualisiert und ergänzt! Ein Update per E-Mail erfolgt nicht. Daher bitten wir Sie, die Corona-Homepage der Landeskirche regelmäßig auf Neuigkeiten zu prüfen.