COVID-19: Aktuelle Hinweise
CoronaUpdate 18. Mai 2021

CoronaUpdate zur Gestaltung kirchlichen Lebens

Corona-Schutz-Empfehlungen in der Ev. Kirche von Westfalen
 

Die erfreuliche Entwicklung des Infektionsgeschehens eröffnet dem kirchlichen Leben vielerorts schon jetzt neue Möglichkeiten. Entsprechend sind die Empfehlungen insbesondere für Gottesdienst, Konfi-Arbeit und Kirchenmusik angepasst.
 +++ Ab sofort ist Gemeindegesang bei Freiluftgottesdiensten wieder möglich. Das Tragen einer Alltagsmaske ist dabei hinreichend. +++

Die Zahl der Neuinfektionen sinkt in weiten Teilen unseres Landes stetig. Das fortschreitende Impfgeschehen und die Möglichkeit engmaschiger Testung lässt erhoffen, dass diese erfreuliche Entwicklung anhalten wird. Sie eröffnet auch unserer kirchlichen Praxis in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden Möglichkeiten, Präsenzveranstaltungen auf der Linie des Perspektivkonzepts in bestimmten Bereichen wiederaufzunehmen.

Das Perspektivkonzept der EKvW beschreibt einen verantwortlichen Verfahrensweg, die kirchliche Praxis anhand der drei Inzidenzwertkorridore – unter 50, 50 bis 100, über 100 – auf das jeweilige Infektionsgeschehen in den Kreisen und kreisfreien Städten abzustimmen und bietet entsprechende Handlungsempfehlungen.

Grundsätzliches zu kirchlichen Veranstaltungen

Wo der Inzidenzwert im Sinne von § 1 Abs. 2a CoronaSchVO NRW an fünf aufeinander folgenden Werktagen konstant und erwartbar unter der Marke von 100 liegt, können Gottesdienste auch in geschlossenen Räumen in physischer Präsenz im Rahmen der bestehenden Verordnungen und Allgemeinverfügungen, mit den bewährten Schutzkonzepten und nach Prüfung der regionalen Gegebenheiten stattfinden. Wo der Inzidenzwert die Marke von 50 unterschreitet, gilt dasselbe für die Konfi-Arbeit und einzelne Bereiche der Kirchenmusik. Zu den Details siehe unten. Auf der Linie ihres Perspektivkonzepts empfiehlt und ermutigt die Landeskirche daher ausdrücklich, von dieser Möglichkeit vor Ort Gebrauch zu machen, sofern die Rahmenbedingungen dies zulassen.

Liegen die Inzidenzwerte oberhalb der genannten Schwelle, gelten die bisherigen Handlungsempfehlungen. In den weiteren Bereichen kirchlichen Lebens – wie dem Konferenzbetrieb, größeren Veranstaltungen, Gruppen und Kreise – sollte inzidenzwertunabhängig weiterhin auf Präsenzveranstaltungen verzichtet werden.

Die Maßgaben der CoronaSchVO in der jeweils aktuellen Fassung sowie mögliche kommunale Verordnungen und Allgemeinverfügungen sind zu berücksichtigen.

Gottesdienste in geschlossenen Räumen

Gottesdienste in geschlossenen Räumen (Kirchen, Gemeindehäuser) sind mit den bewährten Schutzkonzepten und nach Prüfung der regionalen Gegebenheiten auch in physischer Präsenz im Rahmen der Empfehlungen möglich, wenn der Inzidenzwert im Sinne von § 1 Abs. 2a CoronaSchVO unter der Marke 100 liegt.

Die maximale Zahl der Teilnehmenden ergibt sich aus der Raumgröße und den Abstandsregeln, die auch für Personen mit nachgewiesener Immunisierung durch Impfung oder Genesung weiter gelten.     

Übersteigt der Inzidenzwert die Marke von 100 wird empfohlen, auf Gottesdienste innerhalb von Gebäuden zu verzichten und unter freiem Himmel zu feiern oder digitale Formate zu nutzen.

Grundsätzlich gilt dabei, dass neben der Corona-Schutzverordnung (CoronaSchVO) in der jeweils aktuellen Fassung auch mögliche Allgemeinverfügungen der Landkreise und kreisfreien Städte Beachtung finden.

Gottesdienste unter freiem Himmel

Nach aktuellem Kenntnisstand ist das Infektionsrisiko im Freien deutlich geringer, so dass Veranstaltungen unter freiem Himmel in verantwortbarer Weise durchgeführt werden können, wenn die entsprechenden Maßgaben zum Infektionsschutz eingehalten werden.

Kirchengemeinden können nach Abstimmung mit dem Kirchenkreis und im Einvernehmen mit den zuständigen Ordnungsbehörden Gottesdienste unter freiem Himmel veranstalten. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass

  • die Abstands- und Hygieneregeln konsequent eingehalten und
  • Alltagsmasken getragen werden,
  • die besondere Rückverfolgung gewährleistet und
  • der Veranstaltungsbereich (einschließlich der Ein- und Ausgänge) eindeutig ausgewiesen ist.
  • Die maximale Teilnehmendenzahl ergibt sich aus dem Abstandsgebot und der zur Verfügung stehenden Fläche. Sie darf die Zahl von 500 nicht überschreiten.
  • Eine vorherige Anmeldung der Teilnehmenden ist erforderlich.

Die kirchenmusikalische Gestaltung ist – einschließlich Gemeindegesang – möglich (siehe dazu auch unten).

In diesem Rahmen können auch Taufen, Trauungen und Konfirmationen stattfinden. Bei hohen Inzidenzwerten sollte in besonderer Weise darauf geachtet werden, dass an der Tauf- und Segnungshandlung im Gottesdienst ausschließlich der kleinstmögliche Kreis von Angehörigen unmittelbar beteiligt ist.

Die Schutzkonzepte der Kirchengemeinden sind im Blick auf Gottesdienste unter freiem Himmel entsprechend zu aktualisieren und der Superintendentur sowie der zuständigen Ordnungsbehörde einmalig zur Kenntnis zu geben.

Kirchenmusik

Zur Vorbereitung von Gottesdiensten besteht für Musikerinnen und Musiker jetzt generell die Möglichkeit, im Freien zu proben (vgl. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO). Der Passus gilt für den nicht-berufsmäßigen Probenbetrieb. In Kommunen, in denen die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 50 liegt, darf auch drinnen geprobt werden. Für beides gilt: Die Teilnehmenden müssen eine Immunisierung durch Impfung oder Genesung oder einen negativen Schnelltest vorweisen. Dieser Test muss in einer der vorgesehenen Teststellen schriftlich oder digital bestätigt werden und darf nicht älter als 48 Stunden sein. Zudem ist die einfache Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten und die bekannten Abstandregeln sind einzuhalten.

Konzerte sind im Freien für bis zu 500 Besucher*innen zulässig, wenn diese einen bestätigten negativen Schnelltest vorweisen, bzw. Immunisierung durch Impfung oder Genesung nachweisen. Die einfache Rückverfolgbarkeit ist zu gewährleisten und die bekannten Abstandregeln einzuhalten. Bei einer Inzidenz unter 50 sind Konzerte unter gleichen Voraussetzungen auch in geschlossenen Räumen möglich. Hier ist die besondere Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.

Musikalischer Unterricht mit bis zu fünf Jugendlichen unter 18 Jahren ist in Innenräumen unter Einhaltung der Abstandsregeln und bei Gewährleistung der Nachverfolgbarkeit möglich. Im Freien dürfen bis zu 20 Jugendlichen unter 18 Jahren am Unterricht teilnehmen.

Taufen und Trauungen

Taufen und Trauungen können stattfinden, wenn der Inzidenzwert unterhalb der Schwelle von 50 liegt. Bei höheren Inzidenzwerten wird weiterhin empfohlen, sie in kleinstmöglichem und geschlossenem Kreis der Angehörigen durchzuführen, sofern sie in geschlossen Räumen stattfinden und nicht einvernehmlich verschoben werden können. Neben den Maßgaben zum Infektionsschutz (Abstands- und Hygieneregeln, Tragen von medizinischen Masken bzw. FFP2-Masken usw.) ist die besondere Rückverfolgung zu gewährleisten.

In jedem Fall sollte die Möglichkeit geprüft werden, die Taufen und Trauungen im Freien im Umfeld oder auf dem Gelände kirchlicher Gebäude zu veranstalten. Zu den Details siehe die Hinweise zu Gottesdiensten unter freiem Himmel.

Konfirmationen

Geplante Konfirmationen können in geschlossenen Räumen stattfinden, wenn die Inzidenzwerte gemäß § 1 Abs. 2a CoronaSchVO NRW an fünf aufeinander folgenden Werktagen konstant und auch weiterhin erwartbar unter der Marke 100 liegen. Liegen die Inzidenzwerte darüber, sollte über eine mögliche Verschiebung des Konfirmationstermins (Spätsommer und Herbst) nachgedacht werden. Alternativ können die Konfirmationen unter freiem Himmel unter Teilnahme eines kleinstmöglichen Kreises der jeweiligen Angehörigen im Umfeld oder auf dem Gelände kirchlicher Gebäude stattfinden. Zu den Details siehe die Hinweise zu Gottesdiensten unter freiem Himmel.

Konfi-Arbeit / Jugendarbeit / Freizeiten

Die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden kann und sollte in physischer Präsenz mit den bewährten Schutzkonzepten und unter Gewährleistung der besonderen Rückverfolgbarkeit da wiederaufgenommen werden, wo der Inzidenzwert unter der Schwelle von 50 liegt. Bei höheren Inzidenzwerten ist vor Ort der Einsatz von Hybrid- und Wechselmodellen zu prüfen. Liegt der Inzidenzwert über 100, sollte die Konfi-Arbeit digital stattfinden.

Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende, die eine Ferienfreizeit betreuen und begleiten, haben die Möglichkeit, unter Vorlage einer Bescheinigung des Arbeitsgebers/Dienstgebers ab sofort über ihren Hausarzt einen Impftermin zu beantragen. Dabei gilt es zu beachten, dass der volle Impfschutz erst nach Ablauf von 14 Tagen nach der letzten Impfung als erreicht gilt.

Kirchliche Bestattungen

Kirchliche Bestattungen können aufgrund der besonderen seelsorglichen Bedürfnisse der Angehörigen und der Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit des Geschehens in Gebäuden und im Freien als Gottesdienst inzidenzunabhängig gefeiert und durchgeführt werden. Für die Durchführung gelten die Vorgaben gemäß § 1 Abs. 3 CoronaSchVO, soweit nicht durch lokale Allgemeinverfügungen abweichende Regelungen getroffen werden. Die Kirchengemeinde

  1. informiert die vor Ort zuständigen Behörden.
  2. sichert die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m bei den Personen, die nicht zum Kreis der nahen Angehörigen gehören. Nahe Angehörige dürfen sich ohne Abstand beistehen und begegnen.
  3. begrenzt die Teilnehmendenzahl. Die mögliche Teilnehmendenhöchstzahl richtet sich jeweils danach, wie viele Menschen in dem betreffenden Raum den geforderten Abstand einhalten können. Die Obergrenze liegt für Gottesdienst in Kirchen (und anderen Räumen) bei 250Teilnehmenden und bei Gottesdiensten unter freiem Himmel bei 500 Teilnehmenden.
  4. führt ein Anmeldeerfordernis für solche Zusammenkünfte ein, bei denen Besucherzahlen zu erwarten sind, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten,
  5. verpflichtet die Teilnehmenden zum Tragen einer medizinischen Maske auch am Sitzplatz (OP-Maske, Masken des Standards FFP2 bzw. KN95/N95),
  6. erfasst die Kontaktdaten der Teilnehmenden und
  7. verzichtet auf Gemeindegesang.

Datenerfassung im Dienste der Rückverfolgbarkeit

Bei Veranstaltungen in physischer Präsenz ist weiterhin die einfache – und je nach Veranstaltungsformat die besondere – Rückverfolgung durch die Erfassung der Teilnehmendendaten sicherzustellen. Die Erfassung kann manuell erfolgen. Im Interesse der Lesbarkeit werden die Daten idealerweise in eine Excel-Datei übertragen. Im Interesse des Datenschutzes sollte darauf geachtet werden, dass die Listen (auch beim Eintragen) nicht offen einsehbar sind. Die Luca-App bietet eine digitale Alternative, die jedoch aus Gründen des Datenschutzes nicht empfohlen wird. Nähere Informationen zum Datenschutz bei der Luca-App finden sie hier sowie hier.

Die datenschutzrechtlich unbedenkliche Corona-Warn-App bietet in ihrer aktuellen Version entsprechende Möglichkeiten nicht. Sie ermöglicht zwar eine Event-Registrierung. Persönliche Daten wie Name oder Kontaktinformationen werden jedoch nicht erhoben. Insofern liegen auch keine Daten vor, die zur Rückverfolgung mit den Gesundheitsämtern geteilt werden könnten.

Offene Kirchen

Eine Öffnung der Kirche als Ort der Stelle und des Gebets an Sonn- und Wochentagen unter Beachtung der geltenden Regelungen der CoronaSchVO ist weiterhin möglich. Informationen dazu finden Sie unter www.offene-kirchen.info.

 

Die landeskirchlichen Corona-Empfehlungen werden - wenn nötig - laufend aktualisiert und ergänzt. Daher bitten wir Sie, regelmäßig auf die Corona-Homepage der Landeskirche zu schauen.