COVID-19: Aktuelle Hinweise

+++Archivierte Fassung - die aktuell gültigen Regelungen finden Sie hier +++

CoronaUpdate 15. September 2021

CoronaUpdate zur Gestaltung kirchlichen Lebens

Corona-Schutz-Empfehlungen in der Ev. Kirche von Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gibt es seit dem 13. September neue Leitindikatoren zur Bewertung des Infektionsgeschehens während der Corona-Pandemie. Neben der 7-Tage-Inzidenz werden auch die Zahl der neuen Covid-Patienten in Krankenhäusern und die Auslastung der Intensivbetten betrachtet. Der bisher maßgebliche Inzidenzwert 35 wurde aus der Coronaschutzverordnung gestrichen. An 3G hält das Land auch unter Berücksichtigung der neuen Leitindikatoren fest.

Grundsätzlich gilt also weiter die 3G-Regelung, die für Geimpfte und Genesene in vielen Bereichen eine Rückkehr zur Normalität bedeutet. Alle anderen müssen einen negativen Test vorlegen, damit ihnen dieselben Einrichtungen und Angebote offenstehen.

Angesichts der fortgeschrittenen Immunisierung der Bevölkerung ist es das erklärte Ziel der Corona-Schutzverordnung, „Rahmenbedingungen für das öffentliche und private Leben zu setzen, die vor allem geimpften und genesenen Personen wieder eine weitgehend uneingeschränkte Nutzung von gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen und sportlichen Angeboten und Einrichtungen ermöglichen und so eine größtmögliche Normalisierung aller sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensbereiche ermöglichen“.

Für das kirchliche Leben bedeutete der Wechsel von den Inzidenzstufen zur 3G-Regel, dass vieles wieder möglich ist: Gottesdienste ohne Beschränkung der Platzzahl und ohne Mindestabstand, Verzicht auf Masken und Kontaktdatenerfassung - ein lebendiges Gemeindeleben. Vor diesem Hintergrund und zum Schutz nicht immunisierter Menschen, zum Beispiel von Kindern und Jugendlichen, hält die westfälische Landeskirche es für sinnvoll, die 3G-Regel auch auf Gottesdienste in Innenräumen anzuwenden. Die neue Normalität, die in vielen Bereichen des Alltags gilt, soll auch in Kirchen und Gemeindehäusern Einzug halten.

Viele der Besucherinnen und Besucher in den Gottesdiensten sind bereits immunisiert, Kinder- und Jugendliche erfüllen bereits durch die regelmäßigen Tests in Schulen die Anforderungen von 3G. Allen anderen ist mit einem Negativtest die Teilnahme möglich. Sollte das im Einzelfall eine zu große Hürde sein, bleibt es den Gemeinden überlassen, alternativ oder zusätzlich Angebote zu Gottesdienst und Gebet zu machen, die sich an dem bis zum 19.08.2021 gültigen Schutzkonzept für Präsenzgottesdienste mit Abstand und Maskenpflicht orientieren.

Getestete Personen im Sinne der CoronaSchVO (§ 2 Absatz 8 Satz 2) sind Personen, die über ein nach der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung bescheinigtes negatives Ergebnis eines höchstens 48 Stunden zurückliegenden Antigen-Schnelltests oder eines von einem anerkannten Labor bescheinigten höchstens 48 Stunden zurückliegenden PCR-Tests verfügen.

Sofern die erforderlichen Tests für diejenigen, die grundsätzlich geimpft werden könnten, kostenpflichtig werden, könnte den Betroffenen im Blick auf die Teilnahme an Gottesdiensten die Übernahme der Kosten (etwa aus Diakoniemitteln der Kirchengemeinde) angeboten werden. Entscheidungen dazu treffen die zuständigen Presbyterien oder Leitungsorgane.

Eine Sonderregelung gibt es in der neuen CoronaSchVO in § 3 Absatz 13 zur Maskenpflicht bei Gesang: Beim gemeinsamen Singen darf die Maske nur abgenommen werden, wenn nur immunisierte oder getestete Personen teilnehmen, wobei abweichend von § 2 Absatz 8 Satz 2 ein PCR-Test erforderlich ist.

Grundsätzliches

Es gilt die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) mit einer Anlage zu Hygiene- und Infektionsschutzregeln : 

  1. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften orientieren sich bei den von ihnen aufzustellenden Regelungen für Gottesdienste und andere Versammlungen zur Religionsausübung an den entsprechenden Regelungen der CoronaSchVO.
  2. Sie berücksichtigen dabei insbesondere die Grundgedanken der Schutzkonzepte dieser Verordnung.
  3. Kreise und Städte können auch für den kirchlichen Bereich Regelungen zum Infektionsschutz erlassen, die über die Vorschriften der CoronaSchVO hinaus gehen (§5 Abs. 2).
  4. Die neuen Regeln ermöglichen mehr eigenverantwortliches Handeln. Zugleich ist „jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person“ verpflichtet, sich so zu verhalten, dass sie sich und andere keinen unangemessenen Infektionsgefahren aussetzt.   

 

Gottesdienste in geschlossenen Räumen

  • Nachweis der Immunisierung oder Negativtest (nicht älter als 48 Stunden) erforderlich
  • für Kinder bis zum Schuleintritt kein Test erforderlich
  • schulpflichtige Kinder und Jugendliche gelten als getestete Personen
  • kein Mindestabstand, keine Maskenpflicht
  • keine Rückverfolgung der Kontaktdaten
  • die zuständige Gemeinde regelt einmalig, z.B. in einem Beschluss des Presbyteriums, wie die Einhaltung der 3G-Regel am Eingang überprüft wird
  • Wenn Menschen ohne PCR-Test, aber mit Schnelltest am Gottesdienst teilnehmen, werden diese gebeten, nicht mitzusingen. Alternativ kann die gesamte Gemeinde mit Maske singen.

Freiluftgottesdienste

Ab 2500 Personen gilt neben der 3G-Regel eine Maskenpflicht (medizinische Maske) für Großveranstaltungen im Freien.

Trauerfeiern

Bei gottesdienstlichen Trauerfeiern gelten die Regelungen wie bei anderen Gottesdiensten.

Offene Kirche

Für das Angebot der Offenen Kirche greift die 3G-Regel nicht. Für Besucherinnen und Besucher gilt die Maskenpflicht (medizinische Maske) in Innenräumen.

Kirchenmusik

  • Immunisierungsnachweis oder Negativtest, bei Gesang als PCR-Test, erforderlich
  • keine feste Begrenzung der Teilnehmendenzahl, sondern verantwortliche Anpassung an die Raumgröße
  • regelmäßiges Lüften  

Konfimandenarbeit

  • im Rahmen des Schulbesuchs erbrachte Tests ausreichend
  • bei maximal 20 Personen keine Maskenpflicht im Innenraum

Kinder- und Jugendarbeit

  • im Rahmen des Schulbesuchs erbrachte Tests ausreichend
  • bei maximal 20 Personen keine Maskenpflicht im Innenraum

Veranstaltungen/Sitzungen/Bildungsangebote/Gruppen und Kreise

Verzicht auf medizinische Masken möglich, wenn in Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und Versammlungen, Tagungen, Messen und Kongressen an festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn entweder die Plätze einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben oder alle Personen immunisiert oder getestet sind.

  • generelle 3G-Regel in Innenräumen
  • 3G-Regel und Maskenpflicht für Großveranstaltungen im Freien (ab 2500 Personen)
  • regelmäßiges Lüften und der Raumgröße angepasstes Verhalten
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Testpflicht nach dem Urlaub

Seit dem 1. August 2021 müssen grundsätzlich alle ab einem Alter von zwölf Jahren, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, einen Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorlegen, egal von wo und mit welchem Verkehrsmittel sie einreisen. Ausnahmen gelten für Grenzpendler. Bei Einreisen aus einem Virusvariantengebiet besteht auch für Geimpfte und Genesene eine Testpflicht. Es gilt weiter die Regelung der CoronaSchVO unter §7 Abs. 3 für die Rückkehr an den Arbeitsplatz: Beschäftigte ohne vollständigen Impfschutz oder Genesenen-Nachweis, die nach dem 1. Juli 2021 mindestens fünf Tage aufgrund von Urlaub oder ähnlichen Abwesenheiten nicht gearbeitet haben, müssen nach der Rückkehr am ersten Tag an ihrem Arbeitsplatz ein negatives Testergebnis vorweisen oder vor Ort einen Test mit geschultem Personal durchführen. 

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales veröffentlicht für die Kreise und kreisfreien Städte die dort jeweils geltenden Inzidenzwerte sowie die für das Land geltende Inzidenzstufe täglich aktuell unter www.mags.nrw.

Die landeskirchlichen Corona-Empfehlungen werden laufend aktualisiert und ergänzt. Daher bitten wir Sie, regelmäßig auf die Corona-Seite der Landeskirche zu schauen.