COVID-19: Aktuelle Hinweise

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CoronaUpdate 8. März 2021

Corona-Schutz-Empfehlungen in der Ev. Kirche von Westfalen 

Neue Corona-Schutzverordnung NRW

Mit Wirkung vom 08.03.2021 ist in Nordrhein-Westfalen eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft getreten. In Aufnahme der Beratungsergebnisse der Bund-Länder-Konferenz vom 03.03.2021 sind darin zahlreiche Schritte zur Öffnung des öffentlichen Lebens vorgesehen. Zulässig ist etwa der Betrieb von Buchhandlungen, Schreibwarengeschäften, Gartenmärkten und Blumenläden. Andere Bereiche des Einzelhandels können mit Terminvergabe und begrenzter Kundenzahl ihren Betrieb wieder aufnehmen. Auch der Betrieb von Kultur- und Freizeitstätten ist mit Terminbuchungen und Rückverfolgbarkeit nun wieder möglich. Weitere Öffnungen betreffen die persönlichen Kontaktmöglichkeiten, den Sport, den Dienstleistungsbereich sowie Musik- und Kunstschulen.

Abgesehen von diesen Öffnungsschritten bleibt der überwiegende Teil der übrigen Schutzmaßnahmen zunächst bis zum 28.03.2021 in Kraft.

Grundlegend für die neue Verordnung ist die Orientierung an der 7-Tage-Inzidenz. Die für NRW zugelassenen Öffnungsschritte setzen dabei einen landesweiten Inzidenzwert zwischen 50 und 100 voraus. Geprüft werden weitere Öffnungsschritte für Landkreise und kreisfreie Städte mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von weniger als 50.

Damit ergeben sich drei unterschiedliche Inzidenzwertbereiche:

  • Landkreise und kreisfreie Städte mit 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 (derzeit NRW-Durchschnitt):
    Einschränkungen und Öffnungen gemäß Corona-Schutzverordnung.
  • Landkreise und kreisfreie Städte mit 7-Tage-Inzidenz unter 50:
    Im Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales weitere Reduzierung der Schutzmaßnahmen möglich.
  • Landkreise und kreisfreie Städte mit 7-Tage-Inzidienz über 100:
    Prüfung der Erforderlichkeit von Schutzmaßnahmen, die über die Corona-Schutzverordnung hinausgehen.

Konsequenzen für das kirchliche Leben

Unverändert gilt der Grundsatz: Die Evangelische Kirche von Westfalen ist sich ihrer besonderen Verantwortung für den Schutz des Lebens und der Nächsten bewusst.

Die Corona-Schutzverordnung erwartet von den Kirchen und Religionsgemeinschaften weiterhin, in eigener Verantwortung Regelungen für Gottesdienste und andere Versammlungen zur Religionsausübung aufzustellen, die sich an den Regelungen der Corona-Schutzverordnung orientieren.

Die Kirchen, so die Verordnung, „entscheiden unter Berücksichtigung des lokalen Infektionsgeschehens, inwieweit Versammlungen in Präsenz durchgeführt werden können, und informieren die vor Ort zuständigen Behörden. Sie sichern die Einhaltung des Mindestabstands, begrenzen die Teilnehmerzahl, führen ein Anmeldeerfordernis für solche Zusammenkünfte ein, bei denen Besucherzahlen zu erwarten sind, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten, verpflichten die Teilnehmer zum Tragen einer medizinischen Maske nach § 3 Absatz 1 Satz 2 auch am Sitzplatz, erfassen die Kontaktdaten der Teilnehmer und verzichten auf Gemeindegesang.“

Die neue Corona-Schutzverordnung NRW schafft mit Blick auf die bisherigen Corona-Schutz-Empfehlungen der EKvW eine neue Lage.

Die bisher formulierten Kategorien und Szenarien „Lockdown in ganz NRW“, „Lockdown in einzelnen Regionen“ und „Ohne Lockdown“ greifen angesichts des Nebeneinanders von Schutzmaßnahmen und Öffnungsschritten nicht mehr.

Zudem spielt in den staatlichen Verordnungen der bisher genannte Inzidenzwert von 35 keine Rolle mehr.

Vor diesem Hintergrund wird die Landeskirche in Absprache mit der Superintendentenkonferenz kurzfristig die bisherigen Corona-Schutz-Empfehlungen überarbeiten und bis zum 12.03.2021 veröffentlichen.

Dabei werden die jetzt beschlossenen Öffnungsschritte, die genannten dreiInzidenzwertbereiche, das auch in Westfalen regional unterschiedliche Infektionsgeschehen, die aktuell steigenden Infektionswerte, die fortschreitende Impfkampagne und die erweiterten Testmöglichkeiten zu berücksichtigen und zu bewerten sein.

Mit Blick auf diese Parameter werden die neuen Empfehlungen für den Bereich der EKvW die Wege zu einer verantwortlichen Wiederaufnahme des Angebots von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen beschreiben.