COVID-19: Aktuelle Hinweise
CoronaUpdate 8. April 2022

CoronaUpdate zur Gestaltung kirchlichen Lebens

Die notwendigen Voraussetzungen für einen wirksamen Infektionsschutz unterliegen ebenso wie die von Bund und Ländern verantworteten Regelungen einer ständigen Veränderung. Das betrifft auch die vielfältigen Gottesdienstangebote und anderen Gemeindeveranstaltungen in der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Bundesweit sind mittlerweile wesentliche Schutzmaßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens zurückgenommen worden. Die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 1. April 2022 setzt die entsprechenden grundsätzlichen Vereinbarungen des Bundes und der Länder um. Dabei setzt die Verordnung in besonderem Maße auf das eigenverantwortliche Handeln aller Menschen im Land, um gemeinsam „die erfolgreiche Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie so fortzusetzen, dass schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger und eine Überforderung der gesundheitlichen Versorgungsstrukturen, insbesondere der Krankenhausversorgung, weiterhin bestmöglich verhindert werden.“

Gleichwohl verläuft das Infektionsgeschehen weiterhin sehr dynamisch. Dabei gibt es wesentliche Unterschiede zu früheren Phasen der Pandemie:

  • Trotz sehr hoher 7-Tage-Inzidenzen bleibt die Zahl der schweren Verlaufsfälle, die einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen, vergleichsweise niedrig. Eine Überlastung der intensivmedizinischen Kapazitäten scheint bis auf Weiteres ausgeschlossen.
  • Das aktive wie das passive Übertragungsrisiko von unimmunisierten und immunisierten Personen hat sich im Gefolge der Omikron-Variante einander angenähert. Auch wer immunisiert ist, kann leicht an Corona erkranken und das Virus an Dritte weitergeben. Allerdings bleibt der deutlich bessere Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf das zentrale Argument für eine Impfung.
  • Die Aussagekraft von Antigen-Schnelltests variiert je nach Hersteller und Testzeitpunkt stark und ist deshalb erheblich eingeschränkt. PCR-Tests, die eine verlässliche Aussage über eine vorliegende Infektion zulassen, stehen nur eingeschränkt zur Verfügung.

Insbesondere das Tragen von Masken in Innenräumen wird indes weiterhin grundsätzlich als wirksamer Infektionsschutz erachtet.

Die folgenden Empfehlungen tragen der veränderten Situation Rechnung. Im Blick auf Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung sehen sie keine vom Immunisierungsstatus abhängigen Zugangsbeschränkungen mehr vor, wohl aber wirksame Maßnahmen des Infektionsschutzes (Masken, Abstand, Hygiene, Lüften). Weiterhin kommt den Verantwortlichen in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen eine hohe Verantwortung bei eigenen Entscheidungen zu, die sie in Auseinandersetzung mit diesen Empfehlungen treffen. Dafür sind wir dankbar.

Corona-Schutz-Empfehlungen in der Ev. Kirche von Westfalen

Grundsätzliches

Es gilt die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) in der ab 01.04.2022 gültigen Fassung.

Die Regeln ermöglichen und intendieren eigenverantwortliches Handeln. Zugleich ist „jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person“ angehalten, sich so zu verhalten, „dass sie sich und andere keinen unangemessenen Infektionsgefahren aussetzt.“

Verstöße gegen die CoronaSchVO und die damit zusammenhängenden Verordnungen werden als Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeldern belegt.

Die CoronaSchVO verweist auf die Testpflicht in besonderen Unternehmen und Einrichtungen sowie bei speziellen Angeboten und Tätigkeiten (§ 4 CoronaSchVO).

  • Sie gilt für Krankenhäuser, Pflegedienste und -einrichtungen, Gemeinschafts-Unterkünfte für Asylbewerber*innen und Justizvollzugsanstalten sowie weitere Einrichtungen, in denen freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen.
  • Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind von der Testpflicht ausgenommen.
  • Personen, die als medizinisches Personal eine Einrichtung aufsuchen und vollständig immunisiert sind, können die Testung als Coronaselbsttest durchführen.
  • Darüber hinaus besteht für diverse Einrichtungen der Gesundheitssorge, der Pflege sowie weitere stationäre und teilstationäre Einrichtungen und Unterkünfte eine Maskenpflicht (§ 3).

Grundsätzliche Empfehlung für alle Bereiche des kirchlichen Lebens
Menschen, die an sich selbst Krankheitssymptome beobachten, werden dringend gebeten, von dem Besuch eines Gottesdienstes oder einer anderen Gemeindeversammlung abzusehen und der Ansammlung von Menschen fernzubleiben.

Empfehlungen für Gottesdienste in Innenräumen

Keine Zugangsbeschränkung – Empfehlung zu Masken, Abstand, Hygiene und Belüftung

Mit Blick auf die grundlegend veränderten rechtlichen Bedingungen und die ebenso veränderte Entwicklung des Infektionsgeschehens (siehe oben) wird den Gemeinden empfohlen, bei Gottesdiensten und Versammlungen zur Religionsausübung auf Zugangsbeschränkungen und -kontrollen auf der Grundlage des Immunitäts- oder Teststatus zu verzichten (Entfall 3G oder 2G-Regeln).

Gleichwohl wird weiterhin empfohlen, auf hinreichende Abstände zwischen den Besuchenden zu achten und ihnen das durchgehende Tragen von Mund-/Nasenschutz, nach Möglichkeit FFP2-Masken, nahezulegen. Zudem sollen die bekannten Hygienemaßnahmen (Möglichkeiten zur Händedesinfektion etc.) eingehalten werden.

Wo immer möglich, sind Gottesdienst- und Versammlungsräume regelmäßig und gründlich zu lüften.

Angesichts der anhaltend hohen Zahl von Infizierten bleibt der Hinweis auf Gottesdienste in den Medien und im Internet von Bedeutung. Die EKD bietet einen Überblick über zahlreiche digitale Gottesdienstangebote via Radio, Fernsehen, Livestream und Social Media. Digitale Angebote aus dem Bereich der westfälischen Landeskirche finden sich hier.

    Abendmahl

    Die Feier des Abendmahls ist auch unter Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen möglich. Praktische Tipps zur Umsetzung gibt die Publikation „Abendmahl feiern – praktisch (in Zeiten von Corona)“.

    Freiluftgottesdienste

    Für Freiluftgottesdienste gelten künftig keine Beschränkungen und Auflagen.

    Trauerfeiern

    Gottesdienstliche Trauerfeiern sind analog zu anderen Gottesdiensten zu handhaben.

    Offene Kirche

    Besucherinnen und Besuchern von Kirchräumen wird auch außerhalb gottesdienstlicher Veranstaltungen das Tragen von Masken empfohlen.

    Kirchenmusik

    Mit Blick auf die grundlegend veränderten rechtlichen Bedingungen und die ebenso veränderte Entwicklung des Infektionsgeschehens (siehe oben) wird für die Teilnahme an Chorproben und musikalischen Aufführungen die vorherige Durchführung eines Corona-Tests empfohlen. Zudem wird empfohlen, auf hinreichende Abstände zwischen den Teilnehmenden und regelmäßige Lüftungsintervalle zu achten.

    Kinder- und Jugendarbeit

    Im Interesse von Kindern und Jugendlichen werden alle im Rahmen der aktuellen Corona-Schutzverordnung möglichen Präsenz-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche angeboten (einschließlich der Kinderchor-Arbeit). Kindergottesdienste sind Teil des gottesdienstlichen Lebens und fallen unter die Freiheit der Religionsausübung.

    Zugangsbeschränkungen bestehen nicht, in Innenräumen gilt die Empfehlung, eine Maske zu tragen.

    Konfimandenarbeit

    Für die Konfirmandenarbeit als Teil der Jugendarbeit bestehen ebenfalls keine Zugangsbeschränkungen mehr. Die Maskenempfehlung in Innenräumen bleibt bestehen.

    Gremien und Bildungsangebote

    Für alle Veranstaltungen in Innenräumen, sowohl Veranstaltungen der beruflichen sowie schulischen und hochschulischen Bildung, Integrationskurse und Selbsthilfeangebote, als auch Veranstaltungen, die nicht zur schulischen, hochschulischen, beruflichen und politischen Bildung oder zum Bereich der Integrationsangebote und der Selbsthilfe zählen, wird weiterhin das Tragen von Masken empfohlen. Dies betrifft auch die meisten gemeindlichen Veranstaltungen (Gruppen und Kreise). Vorausgesetzt werden in Innenräumen zudem regelmäßiges Lüften und der Raumgröße angepasstes Verhalten.

    Immunisierung von Mitarbeitenden

    Angesichts der veränderten rechtlichen Bedingungen und des sich verändernden Infektionsgeschehens hat das Rundschreiben Nr. 38/2021 des Landeskirchenamts vom 26.11.2021, das auf den Einsatz nicht-immunisierter Mitarbeiter*innen Bezug nahm, seine Geltung verloren. Diesbezügliche Einschränkungen bestehen nicht mehr.

    Die landeskirchlichen Corona-Empfehlungen werden laufend aktualisiert und ergänzt. Daher bitten wir Sie, regelmäßig auf die Corona-Seite der Landeskirche zu schauen.

    CoronaSchVO NRW

    Auf der Seite des Landes NRW zur Corona-Pandemie finden Sie die jeweils gültige Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) sowie die Anlagen „Hygiene- und Infektionsschutzregeln“ und „Impfschutz, Genesenenstatus und Auffrischungsimpfungen“:

    Corona-Seite des Landes NRW

    Aktuelles CoronaUpdate

    Links

    Frühere Corona-Updates

      

    Rechtliche Aspekte von Online-Gottesdiensten

    Streaming von Gottesdiensten: Informationen zu GEMA, VG Musikedition und gemeinfreien Liedern

    Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Regelungen für Online-Gottesdienstübertragungen und – aufzeichnungen der EKD ab dem 15.9.2020.

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