COVID-19: Aktuelle Hinweise
Corona-Update (Stand 1.12.2020)

Kirchliches Leben im Dezember 2020

Durch das Inkrafttreten der neuen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) für das Land NRW in der ab 1. Dezember 2020 geltenden Fassung ergeben sich keine gravierenden Änderungen für die kirchlichen Handlungsfelder gegenüber der bisherigen Fassung der CoronaSChVO. Da das Infektionsgeschehen keine Trendwende erkennen lässt, gelten die landeskirchlichen Empfehlungen für November mit wenigen Ausnahmen bis zum 20. Dezember 2020 weiter. Anbei einige konkrete Hinweise und Handlungsempfehlungen:

1. Konfirmandenarbeit
Im Interesse des Infektionsschutzes und der Kontaktreduzierung findet der Konfirmandenunterricht in physischer Präsenz bis zu den Weihnachtsferien nicht statt. Stattdessen sollen weiterhin digitale Formen gesucht und entsprechende Angebote gemacht werden. Exemplarisch wird auf die Möglichkeiten der KonApp hingewiesen. Auch das Pädagogische Institut hat einiges im Angebot. Insofern zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abzusehen ist, wie sich das Pandemiegeschehen entwickelt, wird empfohlen, vor Ort Konzepte zur Fortführung der Konfirmandenarbeit in physischer und nichtphysischer Präsenz (weiter) zu entwickeln. Für Rückfragen und Fortbildungsangebote steht weiterhin Dr. Iris Keßner im Pädagogischen Institut zur Verfügung.

2. Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie Selbsthilfegruppen
Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sind nach § 7 Abs. 1 CoronaSchVO zulässig. Sie sollen in kirchlichen Räumlichkeiten unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln bis zu einer maximalen Gruppengröße von 10 Personen wieder stattfinden können. Auch Angebote von Selbsthilfegruppen sind unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln wieder möglich. Die Vorschriften zur Rückverfolgbarkeit sind zu beachten.

3. Gottesdienste und Kirchenmusik an den Festtagen
„Die Regelungen für Gottesdienste laut § 3 Abs. 1 sind in der neuen Fassung der CoronaSchVO unverändert. Sie finden weiterhin unter Wahrung der jeweiligen Schutzkonzepte statt. Die landeskirchlichen Empfehlungen für November bleiben weiterhin leitend. Das heißt: Gottesdienste (einschließlich Kindergottesdienste) können weiterhin im Sinne eines Grundangebots als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Bei der Durchführung ist die Umsetzung des gültigen Schutzkonzeptes zu gewährleisten (insbesondere Mund-Nase-Schutz, Mindestabstand, besondere Rückverfolgung mit Sitzplan, kein Gemeindegesang). Nicht stattfinden sollen Gottesdienste, die anlässlich von Jubiläen, Einführungen, Verabschiedungen und ähnlichen Gelegenheiten eine besondere Öffentlichkeit ansprechen und einladen. Grundsätzlich empfehlen wir, digitale Möglichkeiten der Teilnahme wieder verstärkt anzubieten, um die Zahl der physischen Kontakte möglichst einzuschränken.“ Für Gottesdienst und Kirchenmusik an den Festtagen (Heiligabend, 1. und 2. Weihnachtsfeiertag) gilt die folgende mit den drei Landeskirchen in NRW getroffene Übereinkunft:

  • Der Besuch an Weihnachtsgottesdiensten ist nur nach Anmeldung und Bestätigung der Anmeldung durch die Kirchengemeinde möglich. Eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung ist auszuschließen. Dies gilt für Gottesdienste in der Kirche (und anderen Räumen) ebenso wie für Gottesdienste unter freiem Himmel. Wer Erkältungssymptome hat, kann nicht an den Gottesdiensten teilnehmen.
  • Die Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln wird gewährleistet. Die maximale Teilnehmendenzahl ist abhängig von den räumlichen Gegebenheiten vor Ort. Die mögliche Teilnehmendenhöchstzahl richtet sich jeweils danach, wie viele Menschen in dem betreffenden Raum den geforderten Abstand einhalten können. Die Obergrenze liegt für Gottesdienst in Kirchen (und anderen Räumen) bei 250 Teilnehmenden und bei Gottesdiensten unter freiem Himmel bei 500 Teilnehmenden.
  • Geregelte Zu- und Abgänge zu Gottesdiensten in Kirchen wie unter freiem Himmel sind zu gewährleisten.
  • Das Tragen von Schutzmasken ist auch am Platz und bei Freiluftgottesdiensten obligatorisch.
  • Die besondere Rückverfolgbarkeit (Sitzplan) der Teilnehmenden an Gottesdiensten in Kirchen (oder anderen Räumen) und die einfache Rückverfolgung unter freiem Himmel werden sichergestellt.
  • Kirchenmusikalische Beiträge sind derzeit nur im Gottesdienst möglich, nicht in separaten Konzerten oder anderen Veranstaltungen (z.B. „offenes Adventssingen). Im Gottesdienst sind sie aber als konstitutiv für die Religionsausübung anerkannt.
  • Für kirchenmusikalische Beiträge (sowohl Gesang als auch Instrumente, z.B. Blasinstrumente) gilt die aktuelle Empfehlung des Corona-Stabs der Evangelischen Kirche von Westfalen:
    -    Für Musikgruppen im Gottesdienst bis 20.12.: maximal sechs Personen
    -    Für Musikgruppen im Gottesdienst an Heiligabend und Weihnachten: maximal sechs bis acht Personen
    -    Für Bläsergruppen draußen (vor Kirchen, Altenheimen, Krankenhäusern etc.): maximal acht Personen
    Chorproben sind dann möglich, wenn diese gezielt die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten im Advent und an Weihnachten vorbereiten. Allerdings sollten nur die an den Chorproben teilnehmen, die dann auch in den Gottesdiensten mitwirken. Eine allgemeine kirchenmusikalische Probenarbeit ist nicht möglich.
  • Auf Gemeindegesang in Kirchen (und anderen Räumen) wird grundsätzlich verzichtet. Bei Freiluftgottesdiensten kann unter Wahrung des Mindestabstandes (zwei Meter zu anderen Personen, vgl. § 2 Abs. 4) und mit Schutzmaske gesungen werden.
  • Krippenspiele als Elemente von Heiligabend- oder Weihnachtsgottesdiensten sind unter Einhaltung der Abstands-und Hygieneregeln möglich. Auch Proben für ein Krippenspiel, das unter Abstands-und Hygieneregeln eingeübt wird und in Gottesdiensten zur Aufführung kommt, sind von den Regelungen, die die Staatskanzlei mit den Kirchen verabredet haben, gedeckt.
  • Auf Festgottesdienste zu anderen Anlässen wie zum Beispiel Konfirmationen und Trauungen soll in der Zeit vom 1. bis zum 20. Dezember ebenfalls verzichtet werden. Wo sie dennoch gefeiert werden, finden sie als geschlossene Veranstaltungen im kleinstmöglichen Rahmen und nicht als öffentliche Veranstaltung statt.

    Für Beratung rund um Fragen des Gottesdienstes steht der Fachbereich Gottesdienst und Kirchenmusik gern zur Verfügung, auch per Videokonferenz.

    Fachbereich Gottesdienst und Kirchenmusik
    im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
    der Evangelischen Kirche von Westfalen
    Iserlohner Str. 25 (Haus Villigst
    58239 Schwert
    Carsten Haeske, Fachbereichsleitun
    Carsten.Haeske@institut-afw.de

4. Offene Kirchen
In besonderer Weise empfehlen wir auch, die Möglichkeiten „Offener Kirchen“ als Angebote in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden zu nutzen. Nähere Informationen dazu, wie in Zeiten der Corona-Pandemie eine Kirchenöffnung möglich und durchführbar ist, finden Sie unter www.offene-kirchen.info. Für weitere Auskünfte und Beratung steht Ihnen Pfr. Andreas Isenburg im Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste zur Verfügung.

5. Bestattungen
Für gottesdienstliche Bestattungen einschließlich der Grablegung und der Urnenbeisetzung ist das Abstandsgebot für nahe Angehörige unter der Voraussetzung der einfachen Rückverfolgung (Anwesenheitsliste) weiterhin aufgehoben. Die Maskenpflicht gilt sowohl in Innenräumen stets, unter freiem Himmel ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen. Eine absolute Begrenzung der Zahl der Trauergäste ist nicht festgelegt, sie kann sich jedoch aus dem Abstandsgebot und dem zur Verfügung stehenden Raum ergeben.

6. Gottesdienstbesuch bei ärztlicher Befreiung von der Maskenpflicht
Das Tragen von Schutzmasken ist zur Teilnahme an Gottesdiensten in Kirchen (und anderen Räumen) sowie unter freiem Himmel obligatorisch. Wer – auch aus medizinischen Gründen – keine Maske trägt, kann an Gottesdiensten nicht teilnehmen.

7. Seelsorge
Seelsorgliche Besuche in Krankenhäusern, in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Hausbesuche bleiben unter Berücksichtigung der entsprechenden Schutzvorkehrungen nach Maßgabe der CoronaSchutzVO zulässig (§ 5 Abs. 2).

Für Beratung rund um diese Fragen steht der Fachbereich Seelsorge gern zur Verfügung.

Fachbereich Seelsorge
im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
der Evangelischen Kirche von Westfalen
Iserlohner Str. 25 (Haus Villigst
58239 Schwert
Helga Wemhöner, kommissarische Fachbereichsleitung
helga.wemhoener@institut-afw.de

8. Kirchenmusikalische Ausbildung
Ab dem 1. Dezember 2020 ist die Arbeit mit Jungbläserinnen und Jungbläsern (Einzelunterricht mit Abstand in geeignet großen Räumen) analog zur Praxis in den öffentlichen Musikschulen wieder möglich.

9. Angebote der Erwachsenenbildung, die nicht Ausbildungs- und berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote sind, können nur digital angeboten werden.
 
10. Sämtliche andere Veranstaltungen sowie Gruppen und Kreise finden bis einschließlich 20. Dezember 2020 nicht als Präsenzveranstaltungen statt. Auch die landeskirchlichen Tagungshäuser sind im Monat Dezember geschlossen.
 
11. Sitzungen großer Leitungsorgane sowie Kreissynoden finden im Monat Dezember digital statt. Dasselbe gilt für Presbyterien mit mehr als 20 Mitgliedern. Das Nähere regelt § 13 Abs. 2 Nr. 3 CoronaSchVO.

Links

Rechtliche Aspekte von Online-Gottesdiensten

Streaming von Gottesdiensten: Informationen zu GEMA, VG Musikedition und gemeinfreien Liedern

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Regelungen für Online-Gottesdienstübertragungen und – aufzeichnungen der EKD ab dem 15.9.2020.

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