COVID-19: Aktuelle Hinweise
Für Gemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen

Informationen und Hinweise zum Umgang mit der COVID-19-Pandemie 

Mund-Nasen-Schutz, Abstand halten und Hygieneregeln: Die Corona-Pandemie beeinflusst seit März 2020 das öffentliche Leben. Welche Auswirkungen das konkret auf das kirchliche Leben hat, erfahren Sie auf dieser Seite.

Grundsätzlich gilt: Maßgeblich für alles Handeln vor Ort ist die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Sie wird ergänzt durch die Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“. Deshalb verweisen wir als Landeskirche auf diese beiden Dokumente. Bitte nehmen Sie bei Ihren Entscheidungen die jeweils aktuelle Fassung zur Kenntnis. 

Handlungsempfehlungen der Evangelischen Kirche von Westfalen gibt es ab sofort nur noch für Fragen, auf die die Corona-Schutzverordnung keine Antworten liefert. Zu (fast) allen anderen häufig gestellten Fragen liefern wir Ihnen Hinweise, welche konkreten Paragraphen der Corona-Schutzverordnung einschlägig sind.

Inhalt

Allgemein

Welche Verbindlichkeit haben die Corona-Regelungen, die die Landeskirche herausgibt?

Es handelt sich um Empfehlungen. Die Entscheidungen, wie in den Gemeinden vor Ort konkret verfahren werden soll, müssen die Presbyterien verantwortlich treffen. Dabei sind sie gut beraten, sich an die Empfehlungen zu halten. Sie müssen es aber nicht. Dennoch: wer sich an die Empfehlungen hält, hat die Haftungsrisiken, denen Mitglieder des Presbyteriums ausgesetzt sind, auf ein Minimium reduziert.

Kann die Gemeinde oder sogar Mitglieder des Presbyteriums eine Haftung treffen?

Eine Haftung für Infektionen in kirchlichen Räumen/bei kirchlichen Veranstaltungen kann sowohl die Kirchengemeinde als öffentliche Körperschaft als auch die Mitglieder der Leitungsorgane persönlich treffen. Für eine Infektion haftet deshalb diejenige natürliche Person, die wissentlich und willentlich einen anderen infiziert.

Zunächst weiß aktuell jeder, der sich im öffentlichen oder für mehrere Menschen zugänglichen Raum bewegt, dass sie oder er ein Infektionsrisiko eingeht. Wer sich also im Bereich anderer Menschen aufhält, begibt sich zunächst selbst in Gefahr.

Kirchengemeinden, die Gottesdienste in eigenen Räumen oder als Veranstalter in fremden Räumen anbieten, unterliegen hierbei jedoch der Verkehrssicherungspflicht, d.h. die Räume müssen in einem Zustand sein, der Gefahren für Leib und Leben anderer natürlicher Personen ausschließt. Ob hierzu in der aktuellen Situation auch die Umsetzung von Maßnahmen zum Infektionsschutz gerechnet wird (z.B. Desinfizierung von Türgriffen und Handläufen, Sanitäranlagen, Bänken etc.) ist von der Rechtsprechung nicht geklärt. Die Annahme einer Verkehrssicherungspflicht kann jedenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Eine Haftung kann sich darüber hinaus auch aus der Verletzung eines Schutzgesetzes ergeben. Sollten erforderliche Abstands- oder Hygieneregeln nicht aufgestellt worden sein oder nicht beachtet werden, stellt dies eine Verletzung des Schutzgesetzes dar.

Kirchengemeinden können deshalb eine Haftung wegen der Verletzung einer Verkehrsicherungspflicht und Verletzung der Corona-Schutzverordnung vermeiden, indem sie die aufgestellten Beschränkungen des EKD-Eckpunktepapiers vom 24.04.2020 berücksichtigen. Die Landeskirche hat hierzu ein Muster-Schutzkonzept erstellt und den Kirchengemeinden über die Superintendentinnen und Superintendenten zur Verfügung gestellt.

Können/Müssen sich Pfarrerinnen und Pfarrer regelmäßig auf Corona testen lassen?

Nein. Derzeit besteht keine Pflicht, sich regelmäßig testen zu lassen.

Reicht ein Schutzkonzept pro Gemeinde aus?

Pro Gottesdienststätte und sonstige Orte, an denen Gottesdienste gefeiert werden, müssen Beschränkungen zur Abstands- und Hygieneregeln formuliert werden (siehe § 3 CoronaSchVO). Also zum Beispiel auch für Gemeindezentren, die als Predigtstätten genutzt werden oder Friedhofskapellen. Zusätzlich müssen ggf. je nach Veranstaltung Schutzkonzepte nach § 2b CoronaSchVO erstellt werden. Zum Beispiel in den Fällen, die in § 7 Abs. 1, § 8 Abs. 2, oder§ 13 Abs. 2 beschrieben werden.

Müssen die Beschränkungen zur Abstands- und Hygieneregeln vom Superintendenten/von der Superintendentin genehmigt werden?

Nein, das ist nicht zwingend notwendig.

Müssen die Beschränkungen zur Abstands- und Hygieneregeln den staatlichen Ordnungsbehörden vorgelegt werden?

Sie müssen nicht von den staatlichen Ordnungsbehörden genehmigt werden. Allerdings ist es sinnvoll, sie ihnen zur Kenntnis zu geben. Nur Schutzkonzepte nach § 2b Abs. 2 der CoronaschVO müssen von den staatlichen Ordnungsbehörden genehmigt werden.

 

Bestattungen

Für gottesdienstliche Bestattungen gelten vom Gottesdienst abweichende Regelungen. Die Landesregierung hat für nicht-religiöse Beerdigungen auf Friedhöfen besondere Regelungen aufgestellt. Den Gemeindegliedern und Bürgerinnen und Bürgern, die an gottesdienstlichen Bestattungen teilnehmen, soll bei gottesdienstlichen Bestattungen aber dasselbe Sicherheitsgefühl vermittelt werden.

Deshalb tragen die Teilnehmenden von gottesdienstlichen Bestattungen drinnen und draußen stets eine Bedeckung von Mund und Nase. Ausgenommen davon sind alle an der Liturgie des Gottesdienstes Beteiligten (Pfarrerinnen und Pfarrer, Prädikantinnen und Prädikanten, und Lektorinnen und Lektoren, sowie Musikerinnen und Musiker bzw. Chor- und Solosängerinnen und -sänger).

Zudem gilt das Abstandsgebot nicht für nahe Angehörige, soweit Vorkehrungen zur Hygiene und der einfachen Rückverfolgbarkeit der nahen Angehörigen getroffen wurden (§ 2a (1) CoronaSchVO vom 17.10.2020). Der Begriff nahe Angehörige ist im Gesetz nicht definiert, sollte aber mindestens die mit dem/der Verstorbenen nahverwandten als auch befreundete Personen umfassen und nicht zu eng ausgelegt werden, da die generelle Maskenpflicht auch einen zusätzlichen Schutz in dieser Gruppe bietet.

 

Bildung & Erziehung

  • Dürfen interne Bildungsveranstaltungen stattfinden?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 6 Abs. 2 CoronaSchVO.
     
  • Dürfen externe Bildungsangebote stattfinden (Konfirmandenarbeit, Haus Villigst etc.)
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 7 Abs. 1 CoronaSchVO.
     
  • Dürfen Archive und Bibliotheken geöffnet sein?
    Ja, aber es gibt Zugangsbeschränkungen und Schutzauflagen. Siehe § 6 Abs. 3 CoronaSchVO.
     
  • Dürfen Schulmensen geöffnet sein?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 14 Abs. 2 CoronaSchVO.
     
  • Dürfen Veranstaltungen, Versammlungen und Zusammenkünfte in gastronomischen Betrieben stattfinden?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 14 Abs. 3 CoronaSchVO
     
  • Darf an Evangelischen Schulen Unterricht stattfinden?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 1 CoronaBetrVO
     
  • Dürfen an Evangelischen Schulen außerschulische Veranstaltungen stattfinden?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 1 Abs. 7 CoronaBetrVO
     
  • Dürfen Kinder- und Jugendfreizeiten (Reisen) stattfinden?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 15 Abs. 3, 4 und 5.

Diakonie & Gesellschaftliche Verantwortung

  • Sind öffentliche gastronomische Angebote möglich (Tafeln, Vesperkirchen)?
    Ja, das ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Siehe § 14 Abs. 1 CoronaSchVO und Kapitel I der Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“
     
  • Sind diakonische Veranstaltungen/Versammlungen in Gemeindehäusern zulässig?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 13 Abs. 1 und 2 CoronaSchVO
     
  • Kann ein kontaktfreier Sport- und Trainingsbetrieb stattfinden?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 9 Abs. 1 CoronaSchVO
     
  • Kann ein nicht-kontaktfreier Sport- und Trainingsbetrieb stattfinden?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 9 Abs. 2 CoronaSchVO
     
  • Können sich Selbsthilfegruppen treffen?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 7 Abs. 1 CoronaSchVO
     
  • Zur Corona-Seite der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe
     

Gemeindeleben

  • Dürfen sich Gemeindegruppen wieder treffen?
    Ja. Siehe § 13 Abs. 1 CoronaSchVO
     
  • Dürfen sich auch Krabbelgruppen, Kindergruppen und Familiengruppen wieder im Gemeindehaus treffen?
    Ja. Siehe § 13 Abs. 1 und § 7 CoronaSchVO
     
  • Wie ist es mit Essen und Trinken im Gemeindehaus?
    Bei nicht öffentlichen Gemeindeveranstaltungen: siehe § 14 Abs. 3 CoronaSchVO. Bei größeren Gruppen wird empfohlen, Kapitel I der Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zu beachten.
    Bei Vermietung mit Catering oder Selbstservice: siehe § 14 Abs. 4 CoronaSchVO in Verbindung mit Kapitel I der Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“
     
  • Müssen für Gemeindehäuser Schutzkonzepte erstellt werden?
    Siehe § 13 Abs. 1 oder § 7 je nach Veranstaltung. Schutzkonzepte müssen erst dann erstellt werden, wenn 300 Personen oder mehr gleichzeitig an einer Veranstaltung teilnehmen.
     

Gottesdienst

Angesichts der dynamischen Entwicklung, die die Corona-Pandemie aktuell nimmt, hat das Land Nordrhein-Westfalen zum 17. Oktober 2020 eine neue Version der CoronaSchVO in Geltung gesetzt. Sie sieht weitere regionale Einschränkungen des öffentlichen Lebens und Sonderregeln bei Inzidenzwerten von 35 bzw. 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen vor. Die infektiologischen Erfordernisse, die sich aus erhöhten 7-Tages-Inzidenzen ergeben, werden auch von uns berücksichtigt (vgl. den Zusatz in § 3 CoronaSchVO).

Grundsätzlich gilt: die Kirchen formulieren dem Land gegenüber ihre Regeln bzw. ihre Empfehlungen an die Kirchengemeinden absprachegemäß im Sinne einer Selbstverpflichtung.

Wann muss im Gottesdienst auch am Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden?

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 tragen die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in Kirchen eine Mund-Nase-Bedeckung. Ausgenommen davon sind alle an der Liturgie des Gottesdienstes Beteiligten (Pfarrerinnen und Pfarrer, Prädikantinnen und Prädikanten, und Lektorinnen und Lektoren, sowie Musikerinnen und Musiker bzw. Chor- und Solosängerinnen und -sänger). Siehe § 3 und § 15a CoronaSchVO.

Abstandsregeln, Hygieneregeln

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 wird die Zahl der Gottesdienstbesucher und-besucher in Kirchen weiter begrenzt. Die Rückverfolgbarkeit mit Sitzplan (§ 2a (2) CoronaSchVO vom 17.10.2020) wird sichergestellt. Zudem ist der Mindestabstand von 1,5 Metern in alle Richtungen zwingend einzuhalten. Ausgenommen sind Familien oder Gruppen aus höchstens zwei Hausständen. Emporen können unter Wahrung des Mindestabstands und entsprechendem Abstand zum Geländer besetzt werden.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 wird die maximale Zahl der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in Kirchen auf 250 Personen festgelegt wo denn durch außergewöhnliche Raumgröße unter konsequenter Einhaltung der genannten Abstandsregeln überhaupt eine derart große Zahl von Teilnehmenden zugelassen werden kann.

Was ist mit Gesang im Gottesdienst?

Siehe unter Musik und Singen

Wie lang dürfen Gottesdienste sein?

Es gibt keine zeitliche Obergrenze. Allerdings ist es empfehlenswert, Gottesdienste zeitlich nicht ausufern zu lassen sondern so kurz wie möglich und so lang wie nötig zu halten.

Dürfen Emporen wieder genutzt werden?

Emporen können genutzt werden, wenn – auch beim Betreten und Verlassen – die Einhaltung der Vorgaben der jeweils geltenden Verordnungen, insbesondere der Regelungen zum Mindestabstand und zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, gewährleistet ist. Zusätzlich werden die folgenden Empfehlungen ausgesprochen:

  • Es sollte ein Abstand von mindestens 2 Metern zur Brüstung eingehalten werden.
  • Beim Gemeindegesang sollte der Abstand zur Brüstung mindestens 4 Meter betragen; dasselbe gilt für das Musizieren durch Chöre, Ensembles und Solisten.
  • Nach Möglichkeit sind getrennte Auf- und Abgänge vorzuhalten.
  • Besondere Infektionsrisiken, die sich aus den konkreten Gegebenheiten vor Ort ergeben, sind bei der Entscheidung über das Ob und das Wie der Emporennutzung zu berücksichtigen. Insbesondere sollten enge Emporen und Emporen mit engen Aufgängen nicht genutzt werden.

Kann bei der Taufe auf den Mund-Nase-Schutz verzichtet werden, wenn die Eltern des Täuflings das ausdrücklich wünschen?

Da der von der Corona-Schutzverordnung geforderte Mindestabstand bei der Taufe durch die Pfarrerin/den Pfarrer unterschritten wird, empfiehlt es sich, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Unter welchen Bedingungen ist ein Salbungs-Gottesdienst möglich?

Ein Gottesdienst mit körperlichen Berührungen wird vielen Gemeindegliedern in diesen Zeiten nicht sinnvoll erscheinen. Trotzdem: rein rechtlich gesehen ist es möglich, Gottesdienste mit Elementen zu feiern, die körperliche Berührung voraussetzen. Dabei müssen die Hygiene- und Abstandsregelungen beachtet werden. Da die Mindestabstände beim Vorgang des Salbens nicht eingehalten werden können, empfiehlt sich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Berührungen im Gesicht sollten unbedingt vermieden werden.

Darf man im Gottesdienst mit der Gemeinde einen Psalm, das Credo und Vaterunser sprechen?

Ja. Das ist kein Problem. Anders sieht es beim Singen aus.

Unter welchen Bedingungen kann das Abendmahl gefeiert werden?

Es wird dringend empfohlen, das Abendmahl nur unter Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßgaben in Form der Wandelkommunion unter Verzicht auf den Kelch oder im Kreis mit Einzelkelchen zu feiern. Ein weiterhin vorübergehender Verzicht auf Abendmahlsfeiern ist derzeit theologisch nach wie vor voll zu rechtfertigen.

Wie kann Weihnachten gefeiert werden?

Keine Frage: die Covid-19-Pandemie wird sich auf das Weihnachtsfest in diesem Jahr auswirken, auch auf die Weihnachtsgottesdienste. Viele Gemeinden fragen sich deshalb, wie es dennoch gelingen kann, die Geburt Jesu angemessen und mit vielen Menschen zu feiern. Damit die Stille Nacht nicht tatsächlich still wird, hat der Fachbereich Gottesdienst und Kirchenmusik im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW Ideen zu den Advents- und Weihnachtsgottesdiensten zusammengestellt.

Auch die midi, Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung, hat Material zusammengestellt.

Weitere Fragen

  • Ab wann muss im Gottesdienst auch am Sitzplatz ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?
    Update 17. 10.: Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung ist ab einer Inzidenz von 35 auch am Sitzplatz verbindlich. Siehe § 3 und § 15a CoronaSchVO.
     
  • Können Gottesdienstbesucher in 10er-Gruppen platziert werden, auch wenn sie nicht zu einem Haushalt gehören?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 3 CoronaSchVO.
     
  • Müssen Pfarrerinnen und Pfarrer Schutzmasken tragen?
    siehe § 2 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 10a CoronaSchVO.
     
  • Darf ohne MNS von der Kanzel aus gepredigt werden?
    Ja. Unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 2 Abs. 1 und 2 sowie § 3 CoronaSchVO.
     
  • Müssen beim Einzug in die Kirche die Einziehenden oder die versammelte Gemeinde einen Mund-Nase-Schutz tragen?
    Ja, wenn es sonst nicht möglich ist, die geforderten Mindestabstände einzuhalten. Siehe § 2 Abs. 1 und 2 sowie § 3 CoronaSchVO.
     
  • Wie groß muss der Abstand zwischen Kanzel/Ambo und Gemeinde sein?
    Analog zu Kulturveranstaltungen 4 Meter. Siehe § 8 Abs. 3 CoronaSchVO.
     
  • Dürfen zurzeit Taufen und Trauungen stattfinden?
    Ja. Siehe § 3 CoronaSchVO.
     
  • Darf wieder Kindergottesdienst gefeiert werden?
    Ja. Siehe § 3 CoronaSchVO.
     
  • Live-Kindergottesdienste unter Corona-Bedingungen
    Material aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
     
  • Muss man bei Open-Air-Gottesdiensten und bei Beerdigungen auf dem Friedhof einen Mund-Nase-Schutz tragen?
    Zum Friedhof siehe §§ 2 Abs. 3 Nr. 10a und 13 Abs. 1, 6 CoronaSchVO. Zum Gottesdienst siehe § 3 CoronaSchVO. Zu anderen Veranstaltungen: siehe § 13 Abs. 1 CoronaSchVO.
     
  • Dürfen öffentliche Gottesdienste in Krankenhäusern, Vorsorge- und Reha-Einrichtungen gefeiert werden?
    Nein. Siehe Ziffer 9 CoronaAV Pflege und Besuche
     
  • Dürfen öffentliche Gottesdienststätten und Kapellen in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehaeinrichtungen geöffnet sein?
    Nein. Siehe Ziffer 8 CoronaAV Pflege und Besuche
     
  • Wie ist das mit Musik in Online-Gottesdiensten?
    Siehe die Empfehlungen der EKD

Konfiarbeit

Leitung

Gremiensitzungen

In der jetzigen Lage sollen Leitungsgremien (Presbyterien, Kreissynodalvorstände, Synoden) wenn es geht alle Möglichkeiten nutzen, die der "praktische Konsens" bietet. Vorrangiges Ziel ist es, einerseits die Arbeitsfähigkeit der Gremien aufrecht zu erhalten und andererseits Kontakte zu reduzieren. Deshalb sollte auf Präsenzsitzungen möglichst verzichtet und stattdessen auf Telefon- oder Videokonferenzen ausgewichen werden. Beschlüsse können schriftlich im Umlaufverfahren erfolgen.

Wo Präsenzsitzungen zwingend stattfinden müssen, können Gremienmitglieder am Platz die Mund-Nase-Bedeckung abnehmen. Auf die erforderlichen Mindestabstände ist zu achten.
 

  • Dürfen Betriebsausflüge stattfinden?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 4 Abs. 1 CoronaSchVO.
     
  • Darf der Sitzungsbetrieb im Landeskirchenamt, in den Kreiskirchenämtern, in den Ämtern und Einrichtungen sowie in fremden Räumlichkeiten stattfinden?
    Ja, das ist zulässig. Dabei sind Maßnahmen des Arbeitsschutzes und Infektionsschutzes zu beachten. Siehe § 4 Abs. 1 und 2 CoronaSchVO.
     
  • Darf ein regulärer Dienstbetrieb stattfinden?
    Ja, das ist zulässig. Dabei sind Maßnahmen des Arbeitsschutzes und Infektionsschutzes zu beachten. Siehe § 4 Abs. 1 und 2 CoronaSchVO.
     
  • Dürfen Räumlichkeiten in Hotels, Beherbergungsbetrieben und Jugendherbergen vermietet werden?
    Ja, das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Siehe § 13 Abs. 5, § 15 Abs. 3 sowie die Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“
     

Mission & Ökumene

  • Dürfen internationale ökumenische Besuche stattfinden?
    Das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Siehe CoronaEinrVO.
     

Musik und Singen

Darf im Gottesdienst gesungen werden?

Der Gemeindegesang in Kirchen wird ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 deutlich reduziert, ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 wird auf Gemeindegesang verzichtet. Bei Freiluftgottesdiensten kann unter Einhaltung der erforderlichen Abstandsregeln gesungen werden. Der Chorgesang bleibt nach den Vorgaben der Anlage „Hygiene- und Infektionsstandards“ zur CoronaSchVO erlaubt.

Seit dem 6. Oktober 2020 war es den Gemeinden freigestellt, das Singen im Gottesdienst wieder zu ermöglichen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass Abstands- und Hygieneregeln laut CoronaSchVO beachtet werden. (Infos zum Singen im Gottesdienst mit Stand vom 6.10.2020 (PDF)).  

Darf die Gemeinde draußen singen (Open-Air-Gottesdienste)?

Ja. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln ist das möglich. Das gilt auch für Bestattungen am offenen Grab.

Weitere Fragen

  • Dürfen Konzerte und andere Kulturveranstaltungen stattfinden?
    Drinnen: Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 8 Abs. 1 CoronaSchVO
    Draußen: Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 8 Abs. 1 CoronaSchVO
     
  • Dürfen Konzerte und andere Kulturveranstaltungen draußen stattfinden?
    Draußen: Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 8 Abs. 1 CoronaSchVO
     
  • Dürfen Musikfeste und Festivals stattfinden?
    Nein. Sie sind bis zum 31.12.2020 untersagt. Siehe § 8 Abs. 6 CoronaSchVO.
     
  • Sind Kunstausstellungen möglich?
    Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Siehe § 8 Abs. 7 CoronaSchVO.
     
  • Sind Chorproben möglich? Was ist zu beachten?
    siehe § 8 Abs. 5 CoronaSchVO in Verbindung mit Kapitel XII der Anlage.
     
  • Gilt die Regel von 7 Quadratmetern pro Bläser auch für Gottesdienste oder nur für Proben?
    Die 7 Quadratmeter-Regel gilt seit dem 1. Oktober 2020 nicht mehr.
     
  • Ist bei Konzerten ein Schutzkonzept obligatorisch?
    siehe § 8 Abs. 1 der CoronaSchVO
     

Räume

Unter welchen Bedingungen können Räume für private Feiern vermietet werden? Wer ist für die Einhaltung der Hygienevorschriften verantwortlich?

Grundsätzlich ist es möglich, Räume für private Feiern zu vermieten. Allerdings sollte im Vorfeld genau überlegt werden, ob es in Zeiten von Corona sinnvoll ist, eigene Räume zu vermieten. In Zeiten der erhöhten Ansteckungsgefahr durch Viren sollten sich insgesamt möglichst wenige Menschen in den für alle zugänglichen Räumen aufhalten. Dies kann am besten erreicht werden, indem das Gebäude niemandem überlassen wird. Dort, wo dies dennoch für richtig oder notwendig erachtet wird, sollten klare Regeln im Blick auf den erforderlichen Infektionsschutz und die Einhaltung der staatlichen Gesetze zum Infektionsschutz getroffen und überwacht werden (keine unzulässigen Versammlungen und Veranstaltungen, Zusammenkünfte und Ansammlungen, professionelle Reinigung o.ä.). § 13 Abs. 5 der CoronaSchVO ist unbedingt zu beachten. Darüber hinaus ist es sinnvoll, einen Überlassungsvertrag, Mietvertrag oder ähnliches abzuschließen. Im Mietvertrag sollten die Verantwortlichkeiten bezüglich der Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzstandards geregelt werden. Werden Speisen und Getränke angeboten, ist § 14 Abs. 4 in Verbindung mit Kapitel I der Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zu beachten.

Wer haftet bei der Vermietung von Räumen? Mieter oder Vermieter?

Es haftet der Veranstalter.

Wie ist es mit Heizen und Lüften von Kirchen in Zeiten von Corona?

Seelsorge

  • Können Kasualgespräche (Besuche vor Taufen, Trauungen, Bestattungen) bei den Angehörigen zuhause stattfinden?
    Ja. Siehe § 1 Abs. 1 CoronaSchVO. Zusätzlich sind Maßnahmen des Arbeitsschutzes und des Infektionsschutzes zu beachten.
     
  • Kann der Besuchsdienst wieder Menschen zuhause besuchen?
    Ja. Siehe § 1 Abs. 1 CoronaSchVO
     
  • Wie ist es mit dem ehrenamtlichen Besuchsdienst in Alten- und Pflegeheimen?
    Ehrenamtliche haben ein Recht auf Zutritt mit geeigneten Hygienevorgaben. Siehe §§ 5 Abs. 2 und Ziffer 3 CoronaAV PflegeundBesuche
     
  • Darf Seelsorge in vollstationären Pflegeeinrichtungen und Eingliederungshilfe stattfinden?
    Ja. Es gibt Recht auf Zutritt mit geeigneten Hygienevorgaben. Siehe §§ 5 Abs. 2 und Ziffer 3 CoronaAV PflegeundBesuche