COVID-19: Aktuelle Hinweise
A bis Z für Gemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen

Informationen und Hinweise zum Umgang mit der COVID-19-Pandemie 

Mund-Nasen-Schutz, Abstand halten und Hygieneregeln: Die Corona-Pandemie beeinflusst seit März 2020 das öffentliche Leben. Welche Auswirkungen das konkret auf das kirchliche Leben hat, finden Sie auf dieser Seite alphabetisch sortiert- von A wie Abendmahl bis V wie Versicherung.

Inhalt

Abendmahl

Es wird dringend empfohlen, das Abendmahl nur unter Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßgaben in Form der Wandelkommunion unter Verzicht auf den Kelch oder im Kreis mit Einzelkelchen zu feiern. Ein weiterhin vorübergehender Verzicht auf Abendmahlsfeiern ist derzeit theologisch nach wie vor voll zu rechtfertigen.

Bestattungen

Beerdigungen können mit bis zu 150 Teilnehmenden stattfinden. Dabei gilt das Abstandsgebot und eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht, soweit geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und in geschlossenen Räumen (z.B. Kirche, Trauerhalle) zur einfachen Rückverfolgbarkeit (Kontaktdaten der Teilnehmenden) sichergestellt sind.

Wir empfehlen, im Vorfeld der Bestattung/Trauerfeier auf die mögliche Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Trauergottesdiensten hinzuweisen.

Chor

Chorproben sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Dazu gehört u.a. eine entsprechende Raumgröße, eine feste Sitzordnung, das Einhalten von Mindestabständen (2 Meter zwischen Personen), regelmäßiges Lüften sowie der Verzicht auf Zuhörerinnen und Zuhörer. Alle Chormitlgieder nutzen ausschließlich ihr eigenes Notenmaterial. Singt der Chor im Gottesdienst, ist ein Abstand von mindestens 4 Metern zwischen Chor und Gemeinde einzuhalten.

Corona-Schutzverordnung NRW

Seit dem Erlass des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales vom 15. März 2020 sowie den zwischen Bund und Ländern vereinbarten gemeinsamen Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen im Blick auf das eingeschränkte öffentliche Leben in Deutschland veröffentlicht das Land NRW regelmäßig aktualisierte Fassungen der Corona-Schutzverodnung (CoronaSchVO).

Digitale Angebote

Während der Corona-Zeit sind zahlreiche kreative digitale Angebote entstanden.
In der EKvW Veranstaltungsdatenbank können sie als "Digitale Angebote" ausgewiesen werden. Als Ort  kann für online-Veranstaltungen jetzt "ohne Ort" ausgewählt werden.

Eckpunktepapier der EKD

In Nordrhein-Westfalen ist es Sache der Kirchen, für das Feiern von Gottesdiensten Beschränkungen zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln aufzustellen. Grundlage für das Musterschutzkonzept, das die EKvW den Gemeinden und Kirchenkreisen zur Verfügung stellt, ist das Eckpunktepapier der Evangelischen Kirche in Deutschland , das geeignete Schutzmaßnahmen für Gottesdienste enthält. Diese Eckpunkte sind mit dem Robert-Koch-Institut und dem Bundesinnenministerium abgestimmt.

Freizeiten

Kinder- und Jugendfreizeiten:

Gemeindegruppen

Bildungsangebote

Bei der Durchführung von Bildungsangeboten sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts sowie zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern für bestimmte Personengruppen (siehe § 1 Absatz 2 der Corona-Schutzverordnung) sicherzustellen.

Ausnahmen des Mindestabstandes bestehen nur beim Betreten und Verlassen des Raums sowie bei kurzzeitigen Bewegungen zwischen den Sitzreihen. In diesen Fällen ist verpflichtend eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Wenn die Teilnehmer während der Veranstaltung auf festen Plätzen sitzen und eine besondere Rückverfolgung garantiert ist (Sitzplan), kann für die Sitzplätze der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern entfallen. Bildungsveranstaltungen mit mehr als 300 Personen sind nur auf der Grundlage eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts zulässig.

Gottesdienste

Spätestens seit Pfingsten werden in fast allen westfälischen Kirchengemeinden wieder Präsenzgottesdienste angeboten. Allerdings mit Schutzkonzept und reduziertem Platzangebot. Unter Einhaltung der Hygieneregeln und ohne Gemeindegesang. Auf Grundlage der aktuellen Corona-Schutzverordnung gelten für Gottesdienste und Trauerfeiern derzeit immer noch folgende Empfehlungen: 

  • Sitzplan und nummerierte Plätze zur „besonderen Rückverfolgbarkeit“;
  • Zahl der Teilnehmenden auf 75 Prozent des Maximums beschränken;
  • Gemeindegesang möglichst nur im Freien (Mindestabstand zwei Meter). Soll trotzdem in der Kirche gesungen werden, ist der deutlich erhöhte Mindestabstand der Teilnehmenden zu beachten: drei Meter zur Seite, vier Meter in Ausstoßrichtung;
  • Mund-Nase-Schutz kann auf den Plätzen abgelegt werden;
  • Möglichst kein Abendmahl. Wenn doch, dann als Wandelkommunion ohne Kelch oder im Kreis mit Einzelkelchen und 1,5 Metern Mindestabstand.
  • Individuelle Schutzkonzepte überarbeiten und - nach Rücksprache mit den Superintendenturen - ggf. den Gesundheitsämtern vorlegen.

Weitere Infos:

Haftung

Eine Haftung für Infektionen in kirchlichen Räumen/bei kirchlichen Veranstaltungen kann sowohl die Kirchengemeinde als öffentliche Körperschaft als auch die Mitglieder der Leitungsorgane persönlich treffen. Für eine Infektion haftet deshalb diejenige natürliche Person, die wissentlich und willentlich einen anderen infiziert.

Zunächst weiß aktuell jeder, der sich im öffentlichen oder für mehrere Menschen zugänglichen Raum bewegt, dass sie oder er ein Infektionsrisiko eingeht. Wer sich also im Bereich anderer Menschen aufhält, begibt sich zunächst selbst in Gefahr.

Kirchengemeinden, die Gottesdienste in eigenen Räumen oder als Veranstalter in fremden Räumen anbieten, unterliegen hierbei jedoch der Verkehrssicherungspflicht, d.h. die Räume müssen in einem Zustand sein, der Gefahren für Leib und Leben anderer natürlicher Personen ausschließt. Ob hierzu in der aktuellen Situation auch die Umsetzung von Maßnahmen zum Infektionsschutz gerechnet wird (z.B. Desinfizierung von Türgriffen und Handläufen, Sanitäranlagen, Bänken etc.) ist von der Rechtsprechung nicht geklärt. Die Annahme einer Verkehrssicherungspflicht kann jedenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Eine Haftung kann sich darüber hinaus auch aus der Verletzung eines Schutzgesetzes ergeben. Sollten erforderliche Abstands- oder Hygieneregeln nicht aufgestellt worden sein oder nicht beachtet werden, stellt dies eine Verletzung des Schutzgesetzes dar.

Kirchengemeinden können deshalb eine Haftung wegen der Verletzung einer Verkehrsicherungspflicht und Verletzung der Corona-Schutzverordnung vermeiden, indem sie die aufgestellten Beschränkungen des EKD-Eckpunktepapiers vom 24.04.2020 berücksichtigen. Die Landeskirche hat hierzu ein Muster-Schutzkonzept erstellt und den Kirchengemeinden über die Superintendentinnen und Superintendenten zur Verfügung gestellt.

Hotline

Fragen zu Corona und dem Umgang mit der Pandemie in Gemeinden und Kirchenkreisen? Die Landeskirche hat eine Corona-Hotline eingerichtet, die montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr erreichbar ist (Telefon: 0521 594-444). Darüber hinaus sind wir per E-Mail für Sie erreichbar: corona@ekvw.de.

Kindergottesdienst

Eine generelle Wiederaufnahme der Kindergottesdienste wird derzeit noch nicht empfohlen. Der Grund: Die erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln lassen sich nur schwer mit der üblichen Form, mit Kindern Gottesdienst zu feiern, in Einklang bringen.

Kirchenmusik

Wegen der fortbestehenden Bedenken über eine mögliche Gefährdung durch Tröpfchen- und Aerosolinfektion beim Singen raten wir derzeit grundsätzlich von einem Probenbeginn sowie Choreinsätzen in Gottesdiensten und Konzerten ab und empfehlen weiterhin, z. B. auf digitale Alternativen auszuweichen.

Wo die Arbeit in kleinen Gruppen dennoch wiederbeginnen soll, muss sie die folgenden Richtlinien berücksichtigen:

  • Die aktuelleCoronaSchVO NRW (insbesondere §8 „Kultur“)
  • Die CoronaSchVO NRW wird ergänzt durch eine Anlage, in der u. a. Hygienestandards für Musiker/Musikerinnen und Sänger/Sängerinnen in den oben genannten Einrichtungen (einschließlich des Probenbetriebs) festgeschrieben sind
  • Wenn das zuständige Leitungsgremium (KSV, Presbyterium) einer Wiederaufnahme der kirchenmusikalischen Arbeit zustimmt, sind weitere Punkte zu beachten, die Sie in den Empfehlungen zur kirchenmusikalischen Präsenzarbeit finden.

Konfirmandenarbeit

Konfirmandenarbeit ist als „außerschulisches Bildungsangebot“ auf der Grundlage der Coronaschutzverordnung unter Auflagen zulässig. Die Kirchengemeinden sollten sich mit den Jugendämtern vor Ort absprechen, welche Möglichkeiten es für Zusammentreffen von Konfirmandinnen und Konfirmanden gibt und wie angemessene Schutzkonzepte aussehen. Ein Hygienekonzept, das ähnlich wie bei gemeindlichen Präsenzgottesdiensten vom Presbyterium zu beschließen ist, muss im Vorfeld mit allen Beteiligten kommuniziert werden.

Konzerte

Für die Durchführung von Konzerten ist ein eigenes, auf den Raum zugeschnittenes Schutzkonzept erforderlich. Es regelt u.a. wie der Zutritt der Besucherinnen und Besucher gesteuert und der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Besucherinnen und Besucher desinfizieren sich vor dem Betreten des Konzertraumes, der ständig gut durchlüftet ist, die Hände. Sie tragen beim Betreten und Verlassen des Raumes eine Mund-Nase-Bedeckung, die auf den Plätzen abgenommen werden kann. Sitzplätze werden markiert. Dabei darf maximal ein Viertel der Kapazität ausgeschöpft werden. Die Gesamtzahl der Besucherinnen und Besucher überschreitet nicht die Grenze von 100 Personen.

Findet das Konzert unter Beteiligung eines Vokal- oder Posaunenchores statt, muss der Abstand zwischen Ausführenden und Zuhörenden mindestens vier Meter betragen. Ausführende halten sich zusätzlich an die Empfehlungen für Proben.

Mund-Nase-Bedeckung

Wir empfehlen dringend, den Mund-Nasenschutz beim Betreten und Verlassen des Gottesdienstraumes / des Veranstaltungsraumes zu tragen. Auf den Plätzen kann die Mund-Nase-Bedeckung abgelegt werden. Dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, muss die besondere Rückverfolgbarkeit der Teilnehmenden gewährleistet sein. Bei einer Taufe tragen Tauffamilie und die Pfarrperson einen Mundschutz, sobald der Mindestabstand unterschritten wird. Bei Trauungen kann der Liturg/die Liturgin auf das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verzichten, wenn er/sie einen angemessenen Abstand zum Brautpaar einhalten kann.

Newsletter

Unseren Newsletter, über den wir Corona-Updates verschicken, können Sie hier abonnieren.

Posaunenchor

Posaunenchorproben sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Dazu gehört u.a. eine entsprechende Raumgröße, eine feste Sitzordnung, das Einhalten von Mindestabständen, regelmäßiges Lüften sowie der Verzicht auf Zuhörerinnen und Zuhörer. Alle Chormitlgieder nutzen ausschließlich eigene Instrumente und Materialien. Kondenswasser wird aufgefangen und sicher entsorgt. Die Schalltrichter der Instrumente werden einem geeigneten Schutz abgedeckt, zum Beispiel mit einem Tuch, das über den Trichter gespannt wird.. Spielt der Posaunenchor im Gottesdienst, ist ein Abstand von mindestens 4 Metern zwischen Chor und Gemeinde einzuhalten.

Presbyterium

Presbyterien und andere Leitungsorgane können ihre Sitzungen als Telefon- oder Videokonferenzen stattfinden lassen. So kann auf räumliche Treffen der Mitglieder verzichtet werden. Wichtig ist, dass die Sitzungen weiterhin nicht öffentlich sind. Alle Beteiligten müssen ihre Teilnahme an der Konferenz deshalb persönlich und ohne Dritte gestalten.

Vorsitzende und Kirchmeister können in eiligen Fällen das einstweilen Erforderliche anordnen. Vor der Eil-Entscheidung sollte nach Möglichkeit eine (informelle) Abstimmung mit den übrigen Presbyteriumsmitgliedern – etwa über Telefon oder KiWi - erfolgen.

Ausnahmsweise ist es möglich, auch außerhalb von Sitzungen schriftlich abzustimmen, wenn mehr als zwei Drittel des verfassungsmäßigen Mitgliederbestandes dem Umlaufverfahren zustimmen.

Physische Treffen

Grundsätzlich sind Treffen mit physischer Anwesenheit möglich. Dies kann jedoch nur dort geschehen, wo die Hygienevorschriften unproblematisch eingehalten werden können. Außerdem sollten alle Presbyteriumsmitglieder mit einem physischen Treffen einverstanden sein.

Personalentscheidungen: Schriftliche Abstimmungen

Sollte es eine Personalentscheidung geben und schriftliche Abstimmung gefordert werden, kann dies nicht elektronisch erfolgen. Der Stimmzettel in Papierform muss wie bei einer Briefwahl in zweifachem Umschlag an den Wahlvorstand gesendet werden (postalisch oder Abholung). Die Wahlbriefe werden mit Videobeweis geöffnet. Siehe zum Verfahren die Hinweise zur Briefwahl.

Proben

Vokal- und Posaunenchöre können unter bestimmten Voraussetzungen proben:

Rückverfolgbarkeit

Es wird dringend empfohlen, gemäß § 2a alle Sitzplätze in der Kirche zu nummerieren (Reihen- und Platznummern). In einem Raumplan sollten die Positionen der Plätze festgehalten werden. Am Eingang erhalten alle Teilnehmenden eine Karteikarte, in die sie am Platz die notwendigen persönlichen Informationen sowie ihre Platznummer notieren. Diese Platzkarten werden am Ausgang gesammelt und gebündelt mit den Angaben zu Datum, Uhrzeit und Predigtstätte archiviert. Aus ihnen lässt sich bei Bedarf schnell die Sitzordnung des Gottesdienstes bzw. der Veranstaltung rekonstruieren. Die Platzkarten werden nach 4 Wochen datenschutzkonform vernichtet.

Seelsorge

Seelsorglichen Angeboten in Einrichtungen und Gemeinden kommt auch mehrere Monate nach Ausbruch der Corona-Pandemie eine besondere Bedeutung zu. Viele Menschen sind nach wie vor in Angst und Sorge. Deshalb kommt es gerade in dieser Zeit darauf an, Nähe und verlässliche Erreichbarkeit zu signalisieren und aktiv Seelsorgekontakte aufzunehmen.

Nach der Zeit des Lockdowns gilt es nun, seelsorgliche Besuche und persönlichen Begegnungen wieder zu intensivieren. Dabei ist stets darauf zu achten und zu prüfen, ob die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. Dies gilt insbesondere bei Hausbesuchen, bei denen mit der Anwesenheit von mehreren Personen zu rechnen ist (z. B. Geburtstagsbesuche, Trauergespräche).

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie wird verstärkt auf die Rückverfolgung von Infektionsketten gesetzt. Daher empfiehlt es sich, seelsorgliche Besuche in Gemeinde und Einrichtungen mit Datum, Dauer und den Kontaktdaten der angetroffenen Personen zu dokumentieren.

Bei konkreten Fragen zum Thema „Seelsorge in Zeiten von Corona“ wenden Sie sich gerne an:

Landeskirchenamt der Evangelische Kirche von Westfalen
Referat Seelsorge – Pfarrer Ralf Radix
Ralf.Radix@ekvw.de

 

Singen

So schwer es auch fällt: Es wird immer noch dringend empfohlen, den Gemeindegesang unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln auf Gottesdienste im Freien zu beschränken oder die Teilnehmerzahl bei Gottesdiensten in Kirchen entsprechend deutlich herabzusetzen (Abstand drei Meter zur Seite, vier Meter in Ausstoßrichtung).

Streaming

Eigene Gottesdienste, Andachten und geistliche Impulse kann man filmen und bei YouTube hochladen oder bei verschiedenen Anbietern live streamen. Dafür ist kein Profi-Equipment notwendig. In der Regel genügt ein Smartphone. So kann man Gemeindegliedern ein lokales kirchliches Angebot zur Verfügung stellen.
Technische und rechtliche Informationen sowie einige Beispiele finden Sie hier:

Taufen

Taufen sind zurzeit grundsätzlich möglich. Dabei entscheiden die Größe des Raumes und die Anzahl der nach Schutzkonzept möglichen Teilnehmenden darüber, ob die Taufe im Gemeindegottesdienst oder in einem eigenständigen Taufgottesdienst stattfindet. Wichtig ist es, im Vorfeld mit der Tauffamilie zu klären, ob sie mit der kurzzeitigen Unterschreitung des geforderten Mindestabstandes einverstanden ist. Alle am Taufbecken stehenden Personen tragen einen Mundschutz, wenn der Mindestabstand unterschritten wird. Die Pfarrer/die Pfarrerin desinfiziert sich vor der Taufhandlung für alle sichtbar die Hände. Das Taufvotum (Segen) erfolgt von Seiten der Pfarrerin / des Pfarrers kontaktlos, also ohne Handauflegung. Die Tauffamilie bringt ein eigenes Hand- bzw. Trockentuch mit.

Trauungen

Trauungen sind zurzeit grundsätzlich möglich. Sinnvoll ist es, verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, die Trauung unter freiem Himmel zu feiern. Auf den gemeinsamen Einzug durch die versammelte Gemeinde sollte verzichtet werden, da der geforderte Mindestabstand in der Regel nicht eingehalten werden kann. Je nach Platz ist es ggf. möglich, dass sich die Gemeinde in Hausstandsgruppen vor der Kirche versammelt und nach dem Brautpaar einzieht. Der Auszug könnte dann in umgekehrter Reihenfolge stattfinden. Die Trauhandlungen sollten so gestaltet werden, dass der Liturg oder die Liturgin einen angemessenen Abstand zum Brautpaar halten kann. Dann kann der Liturg oder die Liturgin auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichteten. Auch wenn es schwerfällt: Auf das Auflegen der Hand auf die gefalteten Hände des Paares wird verzichtet, ebenso auf die Überreichung der Ringe und den Segen unter Handauflegung.

Bei Trauungen außerhalb des Kirchengebäudes (zum Beispiel im Freien oder im Schloss) bleibt der Veranstalter - also die Kirchengemeinde - verantwortlich für das Hygieneschutzkonzept. Es ist im Vorfeld dafür Sorge zu tragen, dass die gottesdienstliche Handlung klar von einer evtl. privaten Feier im Anschluss an die Trauung abgegrenzt wird.

Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen die nicht unter besondere Regelungen der Corona-Schutzverordnung fallen, sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern für bestimmte Personengruppen (siehe § 1 Absatz 2 der Corona-Schutzverordnung) sowie ggf. zur Umsetzung der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sicherzustellen. Finden Veranstaltungen in geschlossenen Räumen statt, ist zudem die einfache Rückverfolgbarkeit (Kontaktdaten der Teilnehmenden) sicherzustellen. Wenn die Teilnehmer während der Veranstaltung auf festen Plätzen sitzen und eine besondere Rückverfolgung garantiert ist (Sitzplan), kann für die Sitzplätze der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern entfallen. In geschlossenen Räumen ist außerhalb des Sitzplatzes eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

Veranstaltungen mit mehr als 300 Teilnehmenden, die nicht unter besondere Regelungen dieser Verordnung fallen, bedürfen eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts. Große Festveranstaltungen sind bis mindestens zum 31. Oktober 2020 untersagt.

Vermieten von Räumen

In Zeiten der erhöhten Ansteckungsgefahr durch Viren sollten sich insgesamt möglichst wenige Menschen in den für alle zugänglichen Räumen aufhalten. Dies kann am besten erreicht werden, indem das Gebäude niemandem überlassen wird. Dort, wo dies dennoch für richtig oder notwendig erachtet wird, sollten klare Regeln im Blick auf den erforderlichen Infektionsschutz und die Einhaltung der staatlichen Gesetze zum Infektionsschutz getroffen und überwacht werden (keine unzulässigen Versammlungen und Veranstaltungen, Zusammenkünfte und Ansammlungen, professionelle Reinigung o.ä.). Darüber hinaus ist es sinnvoll, einen Überlassungsvertrag, Mietvertrag oder ähnliches abzuschließen.

Versicherungen

Wenn eine Freizeit oder ein Konzert abgesagt werden muss, kommt der Veranstalter für den finanziellen Schaden auf. Für die Absage einer Freizeit oder eines Konzertes gibt es keinen Versicherungsschutz. Deshalb muss die Kirchengemeinde bzw. der Kirchenkreis selbst für den entstandenen Schaden aufkommen.

Weihnachten

Keine Frage: die Covid-19-Pandemie wird sich auf das Weihnachtsfest in diesem Jahr auswirken, auch auf die Weihnachtsgottesdienste. Viele Gemeinden fragen sich deshalb, wie es dennoch gelingen kann, die Geburt Jesu angemessen und mit vielen Menschen zu feiern. Damit die Stille Nacht nicht tatsächlich still wird, hat der Fachbereich Gottesdienst und Kirchenmusik im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW Ideen zu den Advents- und Weihnachtsgottesdiensten zusammengestellt.

Corona-Infos

Fragen zu Corona und dem Umgang mit der Pandemie in Gemeinden und Kirchenkreisen? Die Landeskirche hat eine Corona-Hotline eingerichtet, die montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr erreichbar ist (Telefon: 0521 594-444). Darüber hinaus sind wir per E-Mail für Sie erreichbar: corona@ekvw.de.

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Newsletter zur COVID-19-Pandemie

Hier finden Sie die bisherigen Handlungsempfehlungen der Landeskirche mit Informationen und Hinweisen für Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen zum Umgang mit der Corona-/COVID-19-Pandemie übersichtlich zum Nachlesen:

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