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auf einen Blick
Seelsorge-Riesenrad auf der Weltausstellung Wittenberg / Projekt der Fachkonferenz Seelsorge und Beratung in der EKD

Zwischen Himmel und Erde

Seelsorge geschieht mitten im Leben an vielen Orten und in unterschiedlichen Zusammenhängen. Bei der Weltausstellung in Wittenberg zum Beispiel in einem 30 Meter hohen Riesenrad.

Vom Lebensanfang bis zum Lebensende reicht Seelsorge, wurzelt im Glauben und bringt im Bewusstsein der Gegenwart Gottes Zuwendung zum Menschen. Sie weist dezent und vertrauensvoll daraufhin, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt als nur das Sichtbare.

Den Blick weiten, die Seele baumeln und die Gedanken laufen lassen, den Gefühlen Raum geben, durchatmen – alles das ist bei einer Fahrt im Riesenrad möglich. Eine Fahrt mit dem Riesenrad lässt die Besucher/innen für einen Moment abheben und Abstand gewinnen zu allem, was sie Erde bedrängt.

Tickets mit ausgewählten Sprüchen aus der Bibel regen die Riesenradbesucher/innen zudem zum Nachdenken über sich selbst und ihre Beziehung zu Gott an.

Während der gesamten Zeit stehen Seelsorger/innen für ein seelsorgliches Gespräch zur Verfügung. Während der Fahrt des Riesenrades in der Gondel, bei einem Spaziergang in der nahe gelegenen Kleingartenanlage oder einem geschützten Raum können Menschen sich von der Seele reden, was sie bedrückt.

An einem InfoPoint gibt es Auskunft über konkrete regionale Seelsorgeangebote der evangelischen Kirche. Kern der Information sind 25 Geschichten aus der Praxis der einzelnen Seelsorgebereiche verbunden mit Szenen eines Wimmelbildes, die in einer Broschüre zusammengefasst sind. Mitarbeiter/innen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen der Seelsorge übernehmen abwechselnd die Präsenz am Riesenrad.

Das Riesenrad steht im "Torraum 6 - Ökumene und Religion" und ist währedd der Weltausstellung bis zum 20. September täglich geöffnet.

»Seelsorge in der EKD«

Das Seelsorge-Riesenrad hat eine lange Vorgeschichte: Dem Projekt geht eine lange Geschichte des Zusammenwachsens der einzelnen Seelsorgebereiche unter dem gemeinsamen Label »Seelsorge in der EKD« voraus.
Mit der Initiierung einer gemeinsamen Konferenz aller Seelsorge- und Beratungsdienste im Jahr 2011 begann eine Neuausrichtung, die die Vereinzelung der Seelsorgebereiche und -kompetenzen zusammenführen konnte und intensive Vernetzungen ermöglichte. Das Seelsorge-Riesenrad ist ein sichtbares Zeichen des gemeinsamen Handelns der »Seelsorge in der EKD«.

Anlässlich der Weltausstellung bringen die Akteure für Seelsorge in der evangelischen Kirche in dieser originellen Inszenierung ihr gemeinsames Handeln zum Ausdruck. Eine gemeinsame Präsentation aller dieser Bereiche auf der Weltausstellung stellt eine kleine Sensation da, und ist ein kraftvolles Bekenntnis zur Seelsorge als »Muttersprache der Kirche«.

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