Unsere archivierten Nachrichten
auf einen Blick
Menschenkette gegen Rassismus in Bochum / Präses spricht auf Kundgebung

Zeichen für ein vielfältiges und tolerantes Zusammenleben

Ein Bündnis von knapp 40 Hilfsorganisationen, Verbänden und religiösen Einrichtungen ruft dazu auf, mit Menschenketten in fünf deutschen Städten ein Zeichen für ein vielfältiges und tolerantes Zusammenleben in Deutschland zu setzen.

Präses Annette Kurschus nimmt am Samstag (18. Juni) an der Kundgebung zum Abschluss der Menschenkette gegen Rassismus teil. Die leitende Theologin der westfälischen Kirche wird neben dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, eine Ansprache auf dem Dr. Ruer-Platz halten. An der bundesweiten Aktion »Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt« beteiligen sich auch zahlreiche kirchliche Gruppen und Initiativen. 

»Die kirchliche Botschaft ist eine Friedensbotschaft. Rassistinnen und Rassisten stiften Unfrieden. Darum ächten wir den Rassismus und wollen durch unsere Beteiligung an dieser Aktion ein friedliches Zeichen setzen«, erklärt Superintendent Dr. Gerald Hagmann vom Evangelischen Kirchenkreis Bochum.

»Treffpunkt für alle Menschen, die sich den Kirchen nahe und verbunden fühlen, ist ab 11.30 Uhr die Lutherkirche am Stadtpark an der Klinikstraße«, sagt Rose Richter vom landeskirchlichen Institut für Kirche und Gesellschaft. Die evangelische Jugend (aej) trifft sich ebenfalls an der Lutherkirche, und zwar zur symbolischen Uhrzeit »Fünf vor Zwölf«, wie Wilfried Maier vom Evangelischen Jugendpfarramt ankündigt. Die Jugendlichen haben an der Kirche die Patenschaft für einen Abschnitt der Menschenkette übernommen.

Mit der Menschenkette soll gegen Rassismus und für Menschenrechte und Vielfalt demonstriert werden. Zentrale Treffpunkte sind um 12 Uhr der Rathausplatz, der Hauptbahnhof und der Kirmesplatz. Verschiedene Musikgruppen wirken mit und begleiten die Teilnehmenden von den Treffpunkten zur Kundgebung auf dem Dr.-Ruer-Platz.

Die beiden christlichen Kirchen rufen außerdem dazu auf, um 12.30 Uhr für den Frieden zu beten – »wo auch immer man sich gerade aufhält.« Diese Einladung gilt vor allem auch denjenigen, die nicht an der Menschenkette teilnehmen können oder wollen. Wer eine Kirche zum Gebet aufsuchen möchte: Die Christuskirche am Platz des europäischen Versprechens und die Propstei sind um 12.30 Uhr zum stillen Gebet geöffnet. »Auch das Friedensgebet mag dazu beitragen, dass Respekt und Toleranz zwischen Menschen wachsen mögen«, erklären Kemper und Dr. Hagmann. Glockenläuten soll zum Gebet einladen.

Der Aktionstag wird vom Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit und vom Initiativkreis Flüchtlingsarbeit organisiert. Vor dem internationalen Gedenktag für Flüchtlinge am 20. Juni sind weitere Menschenketten am Sonntag (19. Juni) in Berlin, Hamburg, Leipzig und München geplant. (Kirchenkreis Bochum, mit Material von epd)

Zurück