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auf einen Blick
Vizepräsident würdigt Büchereifachstelle der westfälischen Kirche

Wichtiger Beitrag zur literarischen Orientierung

Der Theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Albert Henz, hat die Büchereifachstelle der Landeskirche gewürdigt. Sie leiste auch in der modernen medialen Welt einen wichtigen Beitrag zur literarischen Orientierung, sagte Henz am Donnerstag bei einem Besuch der Einrichtung im Evangelischen Medienhaus in Bielefeld. Die überbordende mediale Vielfalt erfordere geradezu das Angebot der qualitativen Einordnung und Empfehlung.

Rund 8.000 Bücher

In der Fachstelle stehen rund 8.000 Bücher vom Roman bis zum Kinderbuch zur Ausleihe bereit. Zielgruppe sind Gemeinden und Büchereien, die die Medien bis zu einem Jahr lang ausleihen und damit ihr eigenes Angebot erweitern können. Institutionen und Literatur-Aktive können sich beraten lassen über Bücherei-Konzepte, Autorenlesungen, Literaturkreise oder thematische Buchausstellungen. Für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in Büchereien gibt es Fortbildungen und Qualifizierungskurse. Sehr erfolgreich sei im vergangenen Jahr ein Vorleseprojekt für Kinder in Kooperation mit der Männerarbeit gewesen, sagte Fachstellenleiterin Dörte Melzer.

Zahl der Büchereien in Gemeinden gesunken

Die Zahl der Büchereien in Kirchengemeinden, Krankenhäusern, Wohnheimen und Familienzentren ist nach Melzers Angaben im vergangenen Jahr um vier auf 117 geschrumpft. Die Zahl der Mitarbeiter in diesen Bereichen sei jedoch konstant geblieben, was die Fachstellenleiterin als Beleg für das nach wie vor große Interesse am Buch wertet. Wichtige Zukunftsaufgabe sei es, vor allem Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter für das Lesen zu interessieren. Dies könnten sich Kirchengemeinden gut zur Aufgabe machen, beispielsweise durch Lese- und Sprachförderungsangebote in Kooperation mit Schulen und Kindergärten.

Unsicherheit beim Thema E-Book

Große Unsicherheit bestehe zurzeit auch in vielen Büchereien beim Thema E-Book. Aufgrund einer unklaren Gesetzeslage sei es oft schwierig, die lizenzrechtlichen Bedingungen für das Ausleihen von elektronischen Büchern zu klären, sagte Melzer. (epd)

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