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auf einen Blick
Präses Annette Kurschus zum 125-jährigen Jubiläum des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland

»Wer Gott sucht, der wird gefunden«

Westfalen/Münster. Präses Annette Kurschus hat die Pfarrerinnen und Pfarrer dazu ermutigt, sich trotz allen Wissens von Gott immer neu überraschen zu lassen.

Im Festgottesdienst zum 125-jährigen Jubiläum des evangelischen Pfarrverbandes in Deutschland sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen am Montag (25.9.) in Münster: »Wir Pfarrerinnen und Pfarrer müssen wissen, dass wir wissen und doch zugleich nicht und nie und nimmer wissen, wer oder wie Gott ist.«

Deshalb sollten sie unermüdlich Gott suchen – »immer wieder auch an den Orten, wo wir gewohnt sind, seine Nähe zu spüren«. Gott werde sich nie so finden lassen, wie es menschlichen Erwartungen entspricht. Sondern: »Wer Gott sucht, der oder die wird gefunden.« Pfarrer sein bedeute: von Gott immer neu überrascht sein. Pfarrerinnen und Pfarrer seien einerseits an den gewohnten und traditionellen Gottesorten präsent, würden sich aber andererseits auch von dort herausrufen lassen »von Gott, der so ist, wie wir ihn kennen – und ganz anders.« Pfarrer gehen »mit Wort und Brot« zu den Menschen. Pfarrer sein heißt: »Sie anstupsen , behutsam und geduldig, vielleicht auch zweimal oder dreimal – und ihnen zutrauen, dass sie dann ihren eigenen Weg, auch den zu Gott, selbst finden.«

Dem Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. gehören etwa 20.000 Theologinnen und Theologen in 22 Mitgliedsvereinen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD ) an. (Pressemitteilung 79/2017)

 

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