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auf einen Blick
e-CROSS GERMANY 2016: E-Mobil der Landeskirche startet bei der Klima-Rallye

»Weite wirkt« weiter… mit Speed, Spaß und Geschicklichkeit für den Klimaschutz

Er ist klein, chic, leise. Grau-metallic-schwarz-glänzend lackiert und mit dem »Kimaschutz EKvW 2020«-Kampagnenlogo bunt beklebt. Und bei der »e-CROSS GERMANY 2016«-Kimarallye ein echter Exot: der BMW i3 der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Denn der umweltfreundliche Elektroflitzer (am Steuer: Pfarrer Volker Rotthauwe vom Institut Kirche & Gesellschaft sowie Sabine Jellinghaus von der Klimaschutzagentur und Claudia Mahneke vom Projekt »Zukunft einkaufen«) war das einzige »Kirchenauto«, das am vergangenen Wochenende in Bielefeld an den Start ging. Die Konkurrenz kam von Energieversorgern und Autohäusern, Fachhochschulen und Universitäten, großen Firmen und kleinen Start-Up-Unternehmen.

Drei Tage waren die rund 50 teilnehmenden E-Mobile der »e-CROSS GERMANY 2016« unterwegs. Quer durch NRW, über Landstraßen und Autobahnen, durch kleine Gemeinden und große Städte. Doch auf der Tour von Bielefeld über Düsseldorf nach Aachen ging’s nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch Geschicklichkeit, jede Menge Spaß und natürlich die gute Sache: Werbung für den Klimaschutz und die Vision emissionsfreier Mobilität.

Darum war‘s dann auch nur halb so wild, dass am Ende – außer den drei Teams auf dem Siegertreppchen – niemand wusste, auf welchem Platz er eigentlich gelandet ist. Der Grund: ein Technikstreik am Samstagmittag. Und so wurden die allen Teams eigens für die Rallye mit vielen Extras (Routenplanung, GPS-Ortung, Zeiterfassung, Vernetzung der einzelnen Mannschaften) zur Verfügung gestellten iPads kurzerhand aus- und die klassischen Navis wieder eingeschaltet. Umso mehr zählte am Ende auch für die Villigster das olympische Motto: »Dabei sein ist alles!«

Aber wie kommt eigentlich die EKvW zur »e-CROSS GERMANY«? Ein bisschen ungewöhnlich ist das ja schon… Volker Rotthauwe lacht und sagt nur: »Weite wirkt!« Im Klartext: Auf dem großen »Weite wirkt«-Festival der Landeskirche, das Anfang Mai im Gerry-Weber-Stadion (Halle/Westfalen) gefeiert wurde, hat er am Klimaschutz-Stand den Bielefelder Jens Ohlemeyer kennen gelernt. Die zwei kamen ins Gespräch, Ohlemeyer sah den landeskirchlichen BMW 3i und lud Rotthauwe spontan zu der von ihm schon seit einigen Jahren organisierten Klima-Rallye ein. Der Theologe zögerte nicht lange, erzählte im Landeskirchenamt von seinen Plänen, bekam grünes Licht für die Teilnahme, heuerte seine beiden Teamkolleginnen an, erhielt gemeinsam mit Sabine Jellinghaus von Präsesfahrer Pierre Küven am Tag vorm Start eine Einweisung und anschließend die Autoschlüssel.

Fazit: Weite wirkt. Manchmal sogar weiter… und langfristig. Denn wenn Rotthauwe an seine vielen Begegnungen und guten Gespräche abseits der Pisten mit den Fahrern der anderen Teams denkt, dann hat die Teilnahme an der Klimarallye für ihn sogar »missionarische Aspekte«. Vielen wäre nämlich überhaupt nicht bewusst gewesen, wie sehr sich Kirche für die Bewahrung der Schöpfung und damit auch den Klimaschutz engagiert.


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