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auf einen Blick
Präses Annette Kurschus: Wo Ungerechtigkeit herrscht, ist Gott nicht willkommen

Weite entsteht, wo viele befürchten, es könnte eng werden

»Wo sich unter uns Einzelne oder ganze Gruppen anmaßen, selbst die Weltherrschaft zu übernehmen, verletzen sie die Ehre Gottes und die Rechte ihrer Mitmenschen«, sagte Präses Annette Kurschus am Sonntag (4.12.) in einem Gottesdienst in der Johanniskirche Witten.

Gott bleibe »ausgesperrt und außen vor«, solange Menschen auf der Welt von wichtigen Lebensgrundlagen ausgeschlossen sind, erklärte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen. »Solange es Menschen gibt, die sagen müssen: ›Ich habe keine Chance‹ oder ›Ich gehöre nicht dazu‹ – solange ist der Schöpfer der Erde selbst nicht wirklich willkommen bei uns.«
Gott falle nicht als Eroberer über Untertanen her, die vor ihm zittern, sondern: »Gott sucht Türen und Herzen, die von innen geöffnet werden. Er will Münder, die die Wahrheit sagen über Gott und die Welt. Er will Hände, die loslassen und abgeben.« Und im Teilen und Abgeben entstünden ungeahnte Zugänge – über Grenzen von Kontinenten, Sprachen und Kulturen hinweg. »Weite entsteht ausgerechnet da, wo es ums Zusammenrücken und Platzmachen geht, ums Teilen und Abgeben. Weite entsteht also genau da, wo viele befürchten, es könnte eng werden.« Pressemitteilung 71/2016

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