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auf einen Blick
Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten bildet ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger aus

Wachsender Bedarf an seelsorglichen Gesprächen

GLADBECK/BOTTROP/DORSTEN - Mit dem Titel »ROSE« (Regional Organisierte Seelsorge Ehrenamtlicher) ist eine neue Initiative des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten überschrieben, die in der ersten Jahreshälfte 2016 beginnt. Ab April kommenden Jahres werden in den drei Städten des Kirchenkreises Ehrenamtliche in Seelsorge ausgebildet.

»Wir spüren den wachsenden Bedarf an seelsorgerlichen Gesprächen deutlich«, sagt Superintendent Dietmar Chudaska. Seelsorge sei ein Markenzeichen unseres Glaubens. »Als Evangelische Kirche fühlen wir uns den Menschen verbunden, denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von guten Worten und einem offenen Gegenüber.

Menschen, so Chudaska, brauchen jemanden, mit dem sie reden können. »Jemanden, der zuhört, der Zeit hat, mitfühlt und nachfragt, der ihre Sorgen und Nöte ernst nimmt. Eine Internetverbindung reicht dafür nicht aus.« Es gebe viele gute Gründe für die neue Initiative ROSE. Chudaska: »Bei Lebenskrisen, die Menschen durchmachen, und bei der zunehmenden Vereinzelung stellen wir fest, dass viele Menschen unsicher sind, wen sie wann auf ihre Fragen ansprechen können.«

Geleitet wird das Projekt von Pfarrerin Ulrike Mummenhoff, die neben ihrer Tätigkeit als Seelsorgerin am Knappschaftskrankenhaus Bottrop und am Stationären Hospiz Bottrop  sowohl Pfarrerinnen und Pfarrer als auch Ehrenamtliche in der Seelsorge ausbildet. »Alle Seelsorgenden erleben ihre Ausbildung und ihre Seelsorgeerfahrungen als wertvoll und bereichernd. Sie entdecken Neues und sehen Altes neu im eigenen Leben. Denn das Handwerkszeug der Seelsorge ist die eigene Person«, ist sich Pfarrerin Mummenhoff sicher.

Als Pastoralpsychologin und Supervisorin (DGP) erlebt sie, wie die geschenkte Zeit nicht nur für diejenigen, die besucht werden, kostbar ist, sondern auch für die, die kommen. Einsatzorte von ROSE sind Privathäuser, Krankenhäuser und Altenheime. Die ehrenamtlich Seelsorgenden bestimmen in Absprache Ort, Zeit und Umfang ihres Engagements. Die Ausbildung ist so konzipiert, dass sie Nichtberufstätige wie auch Berufstätige wahrnehmen können. »Für die Einführungswoche kann man Bildungsurlaub beantragen.«

Flankiert wird ROSE von einer umfangreichen Werbekampagne, die u.a. Materialien wie Flyer, Aufkleber, einem eigenen Webauftritt sowie eine Buswerbung bei der Vestischen Straßenbahnen GmbH umfasst. Mit der Busaktion wollen die Verantwortlichen zum einen für ROSE werben, zum anderen auf den hohen Stellenwert ehrenamtlicher Arbeit hinweisen.

Weitere Informationen gibt es bei drei Informationsveranstaltungen im Januar 2016 oder online unter www.rose-kirche.de . Für alle Interessierten steht auch mit Blick auf das Reformationsjubiläum (31. Oktober 2017) die einprägsame Tel. Nr. 01801 31 10 17 zur Verfügung. »Seele sein – Seelsorge! So lautet unser Motto«, sagt Pfarrerin Mummenhoof, »machen Sie mit.«

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