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Herbsttagung der Ruhrsuperintendenten-Konferenz

Von der Steinkohle zur Wissenschaftsregion

Der Dortmunder Theologe Michael Stache leitet auch in den kommenden vier Jahren die Ruhrsuperintendenten-Konferenz. Auf ihrer Herbsttagung in Bottrop bestätigten die Vertreter der 15 evangelischen Kirchenkreise im Ruhrgebiet Stache einstimmig in seinem Amt als Moderator des Gremiums, wie Konferenz am Freitag mitteilte.

Der stellvertretende Superintendent im Kirchenkreis Dortmund wird vom Oberhausener Superintendenten Joachim Deterding unterstützt, der als Komoderator ebenfalls wiedergewählt wurde.

Strukturwandel im Ruhrgebiet

Neben den Wahlen stand der Abschied von der Steinkohleförderung im kommenden Jahr im Mittelpunkt der Herbsttagung. Der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands Steinkohle, Michael Weberink, unterstrich, dass die nächsten zehn Jahre darüber entscheiden würden, ob der Strukturwandel im Ruhrgebiet gelingen wird.

Der Bochumer Sozialethiker Traugott Jähnichen hob die Bedeutung des wachsenden Bildungssektors für die Zukunft der Region hervor. Die Kirchen rief er dazu auf, den Weg des Ruhrgebiets zur Forschungs- und Wissenschaftsregion positiv zu begleiten. Die Kirchen hätten sich bisher in Umbruchsituation zu sehr als Bewahrer und Sozialanwalt verstanden, kritisierte Jähnichen, der auch Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen ist. Zudem monierte der Lehrstuhlinhaber für christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum die mangelnde Präsenz der Kirchen im Bildungsbereich.

Der Ruhrsuperintendenten-Konferenz gehören derzeit 15 evangelische Kirchenkreise im Ruhrgebiet mit knapp 1,5 Millionen Gemeindemitgliedern an. Die Konferenz befasst sich seit mehr als 50 Jahren mit Fragen des Strukturwandels im Ruhrgebiet und fördert den Dialog mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. (epd)

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Datum: 18.09.2017