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Reformationsjubiläum: Gemeinsamer Gottesdienst von Freikirchen und Landeskirche

»Vielfalt der Schöpfung zeigt sich auch in den Kirchen«

Auf dem Weg zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 haben die evangelischen Freikirchen in Westfalen am Pfingstmontag (16.5.) zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit der westfälischen Landeskirche eingeladen. Gastgeber war die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Herford. Der Gottesdienst brachte zum Ausdruck, »dass wir unter Ökumene nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner verstehen, sondern die Vielfalt der Schöpfung auch in unseren Kirchen widergespiegelt wissen«, wie die Vertreter der verschiedenen Freikirchen gemeinsam erklären.

Methodisten, selbständige Lutheraner, Baptisten, Mennoniten, Adventisten: Sie bilden eine vielfältige Gemeinschaft meist kleiner Kirchen, die alle – wie die Landeskirchen – aus der Reformation hervorgegangen sind. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) sind die meisten mit den anderen Kirchen verbunden.

Hans-Jörg Voigt, Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und Vorsitzender des Internationalen Lutherischen Rates, predigte über das Thema: »Die eine Welt reformieren. Freikirchliche Impulse für eine evangelische Aufgabe«. Vertreter der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) lenkten den Blick auf drei reformatorische Gesichtspunkte: Pfarrer Dr. Olaf Reinmuth von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Herford-Mitte sprach über Reformation und Gemeinschaft, Superintendent Michael Krause (Kirchenkreis Herford) über Reformation und Veränderung. Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der EKvW, beleuchtete den Zusammenhang von Reformation und Gesang.

Als Vertreter der Freikirchen wirkten außerdem mit: Superintendentin Irene Kraft, Evangelisch- methodistische Kirche für den Distrikt Hamburg; Dr. Fred Pieneck, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachen, Ostwestfalen und Sachsen Anhalt der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden; Harald Pieneck, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses in der ACK-NRW; Mathias Kozian, Gemeindeältester der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Herford. Von landeskirchlicher Seite waren weiter beteiligt: Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller, Dezernent für Ökumene der EKvW, und Pfarrer Christian Rasch, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Herringhausen.

Auch die musikalische Gestaltung war ein Gemeinschaftswerk: Orgel spielte Professor Dr. Helmut Fleinghaus, Rektor der landeskirchlichen Hochschule für Kirchenmusik Herford. Es sang der Chor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Herford unter der Leitung von Andrea-Dorothee Litke und es spielten die Bläser der Christuskirche Herford, dirigiert von Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Hirtzbruch.

1517 veröffentlichte Martin Luther in Wittenberg Thesen gegen den Ablasshandel – in der Absicht, die Kirche seiner Zeit zu erneuern. Daraus entwickelte sich eine starke Bewegung, aus der die evangelische Kirche hervorging.

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