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Evangelisch-katholischer Dialog zwischen Präses Kurschus und Bischof Overbeck

Versöhnte Verschiedenheit?

Versöhnte Verschiedenheit – ein Modell für das Miteinander von evangelischen und katholischen Christen? Diese Frage stellte die westfälische Präses Annette Kurschus in einer Dialog-Bibelarbeit am Freitag (26.5.) mit dem katholischen Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck aus Essen.

In der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) jedenfalls ist die versöhnte Verschiedenheit unter den Protestanten unterschiedlicher Prägungen und Traditionen längst selbstverständlich. »Verschiedenes darf verschieden bleiben«, sagte Annette Kurschus, leitende Theologin der EKvW.

In der biblischen Geschichte von den verfeindeten Brüdern Jakob und Esau »kommt die Versöhnung in dem Moment auf einen guten Weg, wo Gott ins Spiel kommt.« Was bedeutet das für die evangelisch-katholische Ökumene? Kurschus: »Wir bringen zwar Gott ins Spiel, aber die Türen gehen wieder zu, wenn das Kirchenverständnis mit seinen Ordnungen und Gesetzen greift.«

»Für uns Katholiken muss die Einheit sichtbar sein«, sagte Bischof Overbeck. In den vergangen Jahren sei viel gewachsen, Trennungslinien seien verschwunden, doch noch vorhandene Unterschiede müssten klar benannt werden. »Gemeinsam müssen wir darum ringen, dass wir uns weiter annähern«, sagte der Bischof. (Pressemitteilung 45/2017)

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