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Gedenkveranstaltung am 25. April zu 30 Jahre Tschernobyl

Tschernobyl mahnt

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl jährt sich 2016 zum dreißigsten Mal, die von Fukishima zum fünten Mal. Zum Jahrestag von Tschernobyl am 26. April findet in Haus Villigst in Schwerte eine Gedenkveranstaltung mit dem Titel »Tschernobyl mahnt« statt.

Die Gedankveranstaltung ist eingebettet in die »Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima«, die in 14 Staaten Europas auf Initiative des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (ibb) begangen werden.

Vom 24. April bis zum 3. Mai wird ein Tschernobyl-Zeitzeuge in Haus Villigst zu Gast sein. Alexander Antonowitsch wurde 1984 in Gomel in Belarus geboren. Er erkrankte im Alter von 7 Jahren an Schilddrüsenkrebs. Sein Vater gehörte im Jahr 1986 zu den Liquidatoren. Er steht als Gesprächspartner u. a. in Schulen zur Verfügung.

Neben dem Zeitzeugen, Alexander Antonowitsch, haben zur Gedenkveranstaltung u. a. der Bürgermeister der Stadt Schwerte, Heinrich Böckelühr, und Pfarrer Thomas von Pavel als Vertreter des Kirchenkreises Iserlohn sowie Sigrid Beer als Vertreterin der Kirchenleitung und des Landtages NRW ihre Mitwirkung zugesagt. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von einem Jugendchor und von Claudia Belemann an der Querflöte. Zum Ende wird Landesmännerpfarrer Martin Treichel eine meditative Kerzenaktion zum Gedenken gestalten. Diese Kerzenaktion wird an dem Abend gleichzeitig an vielen Orten in 13 Ländern Europas stattfinden.

Das Institut für Kirche und Gesellschaft pflegt mit seinem Fachbereich Männer, Familie, Ehrenamt eine langjährige Partnerschaft mit dem Erholungskinderzentrum Nadeshda in Belarus, um aktiv an der Linderung der Folgen dieser Katastrophe mitzuwirken und auch Alternativen im Bereich der Energieversorgung aufzuzeigen.

Bildnachweis: Sven Teschke - Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine /CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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