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auf einen Blick
Unterstützung für BOCHUMER ERKLÄRUNG wächst weiter

Terror ächten

Die Zustimmung zur BOCHUMER ERKLÄRUNG gegen Terror ist nach den jüngsten Anschlägen wieder deutlich angestiegen. Innerhalb einer Woche haben rund 300 weitere Unterstützer das Manifest im Internet unter www.terror-aechten.de unterschrieben.

Mittlerweile umfasst die Liste knapp 2.900 Unterschriften. Dies zeigt auch, dass die BOCHUMER ERKLÄRUNG angesichts der entsetzlichen Terror-Attacken in den letzten Tagen ein notwendiges und wichtiges Signal ist.

Ein Blick in die Unterschriftsliste im Netz macht deutlich, dass die Beteiligung weiterhin quer durch die Bevölkerung geht. Es sei gut, etwas gemeinsam gegen das Gefühl der Ohnmacht zu tun, hatte Thomas Wessel von der Christuskirche / Kirche der Kulturen, einer der Mitinitiatoren, zum Start der Unterschriften-Aktion im vergangenen November gesagt. Aber nicht nur bundesweit stößt die Aktion auf Beachtung, auch aus dem Ausland kommt Zustimmung zur Ächtung des Terrors, wie auch die jüngsten Unterschriften erneut zeigen.

Zwei Tage nach den Terror-Attacken von Paris hatten Mitte November Repräsentanten des öffentlichen Lebens die BOCHUMER ERKLÄRUNG auf den Weg gebracht: »Wir achten uns, wir ächten den Terror!« Das Ziel: Dem Terror jede Sympathie, jedes Verständnis, jede Legitimation entziehen. 

»Da, wo man Verständnis äußert für terroristische Morde, wo man barbarische Taten auf irgendeine Weise zu rechtfertigen sucht, rückt Terror in den Alltag«, begründet Pfarrer Wessel die Initiative. In einer Stadt dagegen, in der, wer demokratisch denkt und menschlich fühlt, jeden terroristischen Akt kompromisslos ablehnt, wird dem Terror der Nährboden entzogen. 

Die BOCHUMER ERKLÄRUNG wurde von den Religionsgemeinschaften der Stadt - der evangelischen und katholischen Kirche, den Moschee-Vereinen, der Jüdischen und der Ezidischen Gemeinde - auf den Weg gebracht. Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Landtagspräsidentin Carina Gödecke gehören zu den Erst-Unterzeichnern.

Die Erklärung, das ist ihre inhaltliche Besonderheit, wird von religiösen ebenso wie nicht-religiösen Korporationen getragen, sie bindet die Ächtung des Terrors an demokratische Vielfalt: »Terror und Demokratie schließen sich gegenseitig aus«, heißt es eingangs kategorisch.

Die Erklärung ist auf der Internetseite der Initiative auch in mehreren Sprachen zu finden, und zwar in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch sowie Arabisch und Türkisch.

 

Bildnachweis: Rassemblement Pray for Paris - Metz by Richard BURGER / CC BY-NC-ND 2.0

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