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auf einen Blick
EKvW startet E-Mobilitätsoffensive

Steckdosen gesucht

Die Evangelische Kirche von Westfalen setzt in den kommenden Jahren verstärkt auf Elektromobilität. Dienstwagen auf landeskirchlicher Ebene sollen nach und nach durch Elektroautos ersetzt werden.

Kirchengemeinden und Kirchenkreisen werden subventionierte Lastenfahrräder als E-Bikes zu günstigen Konditionen angeboten.

»Elektroautos sind eine saubere Sache«, weiß Präses Annette Kurschus, die gerne mit dem BMW i3 des Landeskirchenamtes durch Bielefeld fährt. Denn: »Sie bieten einen echten Vorteil, wenn sie mit Strom unterwegs sind, der aus erneuerbaren Quellen kommt.« Außerdem seien sie wendig und extrem spritzig. Kurschus: »An der Ampel gewinnen Sie jedes Rennen!«

Damit die landeskirchliche Fahrzeugflotte demnächst flächendeckend in Westfalen unterwegs sein kann, werden dringend Steckdosen gesucht. Der Grund: die künftigen Elektroautos haben eine Reichweite von rund 150 Kilometern und müssen vor der Rückreise wieder aufgeladen werden.

Deshalb sind alle Gemeinden und Gemeindeglieder aufgerufen, freie Steckdosen zur Verfügung zu stellen, die idealerweise mit Ökostrom gespeist werden. Alle Steckdosen werden in eine digitale Karte eingetragen und können so gezielt angefahren werden. Ziel ist es, bis zum Jahresende mindestens 500 Steckdosen verzeichnet zu haben. Für deren Besitzer könnte sich das Ganze übrigens lohnen: sie erhalten pro Ladung eine Pauschale von 5 Euro.

Neben Elektroautos setzt die Mobilitätsstrategie der Landeskirche gezielt auf E-Lastenfahrräder. »Sie sind eine echte Alternative zum Auto«, sagt Pfarrer Volker Rotthauwe, der sich im Institut für Kirche und Gesellschaft um Nachhaltige Entwicklung kümmert. Dies gelte gerade für Strecken zwischen fünf und zehn Kilometern Länge, auf denen normalerweise zum Autoschlüssel gegriffen werde.

Mit dem Lasten-Pedelec könne der Gemeindepfarrer ohne zu schwitzen zur nächsten Beerdigung fahren und dabei mühelos seinen Talar und die Tasche für den anschließenden Konfirmanden-Unterricht mitnehmen, ist sich Rotthauwe sicher. Auch für Gemeinden, die eine Predigtstätte schließen mussten und deshalb einen Shuttle-Service zur nächsten Kirche anbieten, könne das E-Bike interessant sein. Denn bis zu vier Personen lassen sich geichzeitig mit dem Lastenrad zum Gottesdienst transportieren.

Wer eine Steckdose mit sauberem Strom zur Verfügung stellen möchte, wende sich bitte an das Landeskirchenamt. E-Mail: 500steckdosen@ekvw.de.

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