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Rundfunkgottesdienst: Präses Annette Kurschus würdigt Einsatz für Flüchtlinge

Sorgen – so oder so?

HERFORD/WESTFALEN - Präses Annette Kurschus hat den vielen Menschen, die Flüchtlingen beistehen, Dank und Anerkennung ausgesprochen. Solcher Einsatz verändere auch den Blick auf die eigenen Probleme: „Ich höre immer wieder, dass die Sorgen dieser Menschen sich ändern; dass sie konkreter werden, handfester, begreifbarer und – überraschend oft! – auch lösbarer“, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen am Sonntag (13.9.) in einem Rundfunkgottesdienst in Herford.

Präses Kurschus sprach über die Aufforderung Jesu: Sorgt nicht! Nicht wenige Menschen sorgten sich derzeit über die Zukunft, wenn immer noch mehr Flüchtlinge kommen würden. Längst nicht alle mit solchen Sorgen seien Egoisten oder Fremdenfeinde. Dennoch: „Was sind diese sorgenvollen Befürchtungen gegen die Sorgen derer, die zu uns kommen?“ Wie Jesus leben die Flüchtlinge heute von der Hand in den Mund. „Ich glaube, dass dieser Wanderlehrer und jene modernen Wanderer sich viel zu erzählen hätten. Womöglich würden wir staunen, wie nah sie einander sind.“

Der Gottesdienst wurde in den Programmen  WDR 5, NDR info, sr2 KulturRadio und Nordwestradio übertragen. Er erreichte über 100.000 Hörer.

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Datum: 14.09.2015