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auf einen Blick
Handy-Aktion NRW ruft zum Sammeln auf

Schatzkiste statt Elektroschrott

Handys und Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland werden jedes Jahr nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe mehr als 35 Millionen Geräte neu gekauft.

Gebrauchte Handys landen auf dem Müll oder schlummern oft in der Schublade, obwohl sie wahre Schatzkisten sind. Denn Mobilfunktelefone enthalten wertvolle Rohstoffe und Metalle wie Gold, Silber und Kupfer, die wieder genutzt werden können. Eine Initiative von Kirchen und Organisationen der Eine-Welt-Arbeit hat die Handy-Aktion NRW gestartet und ruft zum Sammeln von Altgeräten auf. Statt Elektroschrott werden sie so zu Fundgruben und umweltgerecht recycelt. Die Herstellung von Handys hat auch Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die Aktion nimmt daher ebenso auf die gesellschaftlichen und ökologischen Folgen in den Blick. Immer wieder ist der Abbau der Rohstoffe mit Gewalt und Armut verbunden, wie die Initiatoren erklären. Menschenrechte, Arbeitsrechtliche Standards und Umweltauflagen würden dabei oft missachtet.

Mit der Handy-Aktion sollen die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Handy-Produktion aufgezeigt werden. »In Westfalen werden sich mehrere Kirchengemeinden an der Aktion beteiligen und Sammelkisten aufstellen«, weiß Johanna Schäfer vom Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der westfälischen Kirche. Sie begleitet die Initiative, um so auch viele Jugendliche anzusprechen. Junge Menschen könnten dabei entdecken, unter welchen Bedingungen ein Handy hergestellt wird, welche Rohstoffe gebraucht werden und wie Handys weiter genutzt oder receycelt werden können. Schulklassen, Konfi-Gruppen sowie Jugendgruppen in Gemeinden sollen angesprochen werden.

Beim Amt für MÖWe in Dortmund gibt einen Handy-Koffer mit Informationen und Bildungsmaterial, der kostenlos ausgeliehen werden kann. Das Interesse an der Aktion ist laut Schäfer jedenfalls groß. Unterstützt wird die Kampagne auch von Peter Bednarz beim Amt für Jugendarbeit der westfälischen Kirche in Schwerte/Ruhr.

Eine große Auftaktveranstaltung zur Aktion in Westfalen ist für Anfang März in Dortmund geplant. Mehr Infos gibt es bei Johanna Schäferbeim Amt für MÖWe, Telefon 0231 5409-76,  und Peter Bednarzbeim Amt für Jugendarbeit der westfälischen Kirche, Telefon 02304 755184.

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Datum: 24.01.2017