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Wanderausstellung »Zeitgenössische Kunst zur Bibel« im Kirchenkreis Arnsberg

Schätze in der Bild-und Bibel-Ausstellung entdecken

MESCHEDE - 124 zeitgenössische Kunstwerke zur Bibel zeigt die Ausstellung »Zeitgenössische Kunst zur Bibel«, die im Themenjahr 2015 »gotteswort – Reformation. Bild. Bibel.« durch Westfalen wandert. Seit letzter Woche macht sie Station in Meschede im Kirchenkreis Arnsberg, wo sie bis zum 22. August zu sehen sein wird.

An die 120 Gäste aus Kirche und Gesellschaft konnte Superintendent Alfred Hammer zur offiziellen Eröffnung der Wanderausstellung im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede begrüßen. Der Theologie- und Kunstfachmann Prof. Dr. Horst Schwebel aus Marburg ordnete in seinem einführenden Vortrag die Beziehung zwischen Kunst und Kirche historisch ein und forderte dazu auf, sich intensiv mit den modernen Bildern zu beschäftigen.

Während der junge Luther wie später die Schweizer Reformatoren Zwingli und Calvin Skulpturen und Malereien in der Kirche mit Götzenbildern gleichgesetzt und abgelehnt habe, habe der ältere Luther Bilder und Bibelillustrationen von Lucas Cranach als Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Bildhafte Darstellungen seien für ihn sinnvoll gewesen, weil sie die Botschaft der Bibel und der Pastoren erklärten und illustrierten, erläuterte der ehemalige Direktor des Marburger Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart.

Die moderne Kunst habe sich nach Aussage des Professors von diesem Dienstleistungsverhältnis zur Kirche verabschiedet. »Jeder Künstler hat heute seinen eigenen Stil und lässt sich nicht mehr in Kategorien einordnen«, stellte Schwebel fest. Es gebe kaum noch Bilder, die bewusst zu religiösen Themen gemalt werden. Trotzdem zeige die Ausstellung »Zeitgenössische Kunst zur Bibel«, dass moderne Kunst offen sei für jedes Thema.

Die Ausstellung, in der sich über 100 Werke zeitgenössischer deutscher Künstler  – »manchmal sehr versteckt« – auf biblische Worte und Texte beziehen, sei reich an Schätzen.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Samstag von 14-18 Uhr geöffnet.

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Auf dem Weg zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 stehen Bild und Bibel und damit Schätze des Glaubens und der Kultur besonders im Mittelpunkt.

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