Unsere archivierten Nachrichten
auf einen Blick
Präses Annette Kurschus von Papst Franziskus empfangen

Papst: Es verbindet uns mehr, als uns trennt

Papst Franziskus hat heute (18.1.) Präses Annette Kurschus zur römischen Etappe des Europäischen Stationenweges zum 500-jährigen Reformationsjubiläum begrüßt. »Eure Station in Rom ist ein bedeutsames ökumenisches Zeichen, das die Gemeinschaft unter uns, die durch den Dialogprozess in den vergangenen Jahrzehnten erreicht worden ist, zum Ausdruck bringt«, sagte der Papst.

»Im Geist des gemeinsamen Reformationsgedächtnisses schauen wir mehr auf das, was uns verbindet, als auf das, was uns trennt. So lasst uns unseren Weg gemeinsam fortsetzen, um unsere Gemeinschaft zu vertiefen und ihr eine immer sichtbarere Form zu geben.«

Als stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat Annette Kurschus in Rom eine Etappe des Europäischen Stationenweges eröffnet. »Rom ist eine ganz besondere Station auf diesem Weg«, erklärte Annette Kurschus. Denn Rom sei nicht nur die Welthauptstadt des Katholizismus, sondern auch eine Stadt mit lebendiger Ökumene und durchaus protestantischer Tradition, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).
Dieser erinnert seit November 2016 an Orte der Reformation. Dazu zählt auch Rom, wo Martin Luther 1510/1511 gewesen ist. In Rom gibt es heute auch eine evangelisch-lutherische Gemeinde. Dort wird Präses Kurschus heute Abend predigen.

Der Europäische Stationenweg führte im November durch Minden und kommt im Mai 2017 in Mitteldeutschland an. Städte in den Niederlanden und in Ungarn, in Slowenien und Irland werden ebenso angefahren wie Rom, Augsburg, Worms und die Wartburg. In Wittenberg mündet der Weg in die Weltausstellung Reformation. 36 Stunden lang wird jeweils Station gemacht: Regionale und ökumenische Partner laden zu einem Fest mit zahlreichen Veranstaltungen ein, um lokale Beziehungen zur Geschichte der Reformation aufzudecken. (PM 03/2017)

Zurück