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auf einen Blick
Evangelische Kirche von Westfalen hilft mit 30.000 Euro

Nothilfe für Boko-Haram-Verfolgte

Mit 30.000 Euro unterstützt die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) die Nothilfe für die von Boko Haram bedrohten Menschen in Nordkamerun. Die westfälische Landeskirche und die Evangelische Kirche Kamerun (EEC) verbindet seit über 30 Jahren eine intensive Partnerschaft. In diesem Rahmen pflegt der Evangelische Kirchenkreis Soest Beziehungen zum Kirchenkreis Nordkamerun.

Der Terror der islamistischen Gruppe Boko Haram hat auf Nachbarstaaten Nigerias übergegriffen. Seit einigen Monaten werden auch Städte im Norden Kameruns überfallen. Mittlerweile sind mehrere zehntausend Menschen aus Nigeria und Nordkamerun auf der Flucht.

Für 50.000 Flüchtlinge hat die Evangelische Kirche in Kamerun nun ein Nothilfeprogramm ins Leben gerufen. Die westfälische Landeskirche, die Vereinte Evangelische Mission und weitere Landeskirchen fördern diese Hilfeleistungen mit mehr als 60.000 Euro. Auch aus Afrika wurde schon Unterstützung zugesagt, unter anderem von der Kirche der Vereinigten Evangelischen Gemeinden am Lulonga aus der Demokratischen Republik Kongo.

Die Evangelische Kirche in Kamerun berichtet von grausamen Verbrechen im Norden des Landes: Die Terroristen nähmen Geiseln und versuchten, Lösegelder zu erpressen. Sie folterten und richteten Menschen in aller Öffentlichkeit hin – es seien dieselben Methoden, wie sie der »Islamische Staat« in Syrien und dem Irak anwende. »An der nigerianischen Grenze zu leben, hat sich zu einem Albtraum entwickelt«, sagte ein Augenzeuge des Terrors. Gleichzeitig seien im Osten Kameruns 170.000 Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik zu versorgen, die vor dem Bürgerkrieg dort geflohen seien.

»One refugee, one meal« heißt nun die Aktion der Evangelischen Kirche in Kamerun. Jeder Mensch, der in einer der Kirchengemeinden im Norden oder Osten des Landes Zuflucht sucht, soll mindestens eine Mahlzeit pro Tag bekommen. Außerdem wollen die Kirchengemeinden eine grundlegende Gesundheitsversorgung ermöglichen und nach Bedarf Medikamente und Kleidung verteilen.

Die Kirche vertraut bei ihrer Aktion nicht nur auf Unterstützung aus dem Ausland. Sie hat auch in Kamerun selbst zu einer landesweiten Solidaritätsaktion aufgerufen. Bis zur Synode der Kirche im März sollen die Gemeinden landesweit für die betroffenen Regionen Spenden sammeln.

Die VEM bittet ebenfalls um Spenden für die Hilfsaktion der Evangelischen Kirche in Kamerun:

Spendenkonto IBAN DE45350601900009090908
Stichwort: Nothilfe Kamerun
oder online unter www.vemission.org.

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