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Schwerte: Tagung »Jedes Leben ist ein Unikat -jedes Sterben auch«

Müntefering wirbt für bessere Anerkennung der Pflegeberufe

Der SPD-Politiker Franz Müntefering hat sich für eine bessere Anerkennung der Pflegeberufe ausgesprochen. Das sei unbedingt notwendig, wenn man einen zukünftigen Pflegenotstand vermeiden wolle, sagte der frühere Bundesarbeitsminister am Sonntag auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte. Dafür müssten Kranken- und Pflegekräfte auch besser bezahlt werden. Die Bezahlung könnte sich laut Müntefering nachhaltig verbessern, wenn mehr Männer in den Kranken- und Altenpflegeberufen tätig würden.

Als das größte Problem im Alter bezeichnete der SPD-Politiker Einsamkeit und fehlende Wertschätzung. Die Politik müsse eine Antwort darauf geben, wie sie den zahlenmäßig großen Bedarf an Pflegemitarbeitern decken wolle, wenn auf zwei Rentner nur ein Schulabsolvent komme, betonte Müntefering. Er warnte davor, dass sich Angehörige und Ehrenamtliche mit der Pflege gerade von Demenzkranken überforderten.

Müntefering, der seit 2013 Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes ist, sprach sich dafür aus, den Kommunen möglichst viel Spielraum bei der Ausgestaltung einer Infrastruktur mit ambulanten und stationären Angeboten einzuräumen. Bundeseinheitlich sei das nicht zu regeln, erklärte er. Es komme auf eine enge Zusammenarbeit von Profis und Ehrenamtlichen an. (epd)

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