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Von NRW mitfinanzierte mobile Klinik in Südafrika übergeben

Mobile Gesundheitsstation in Südafrika

In Südafrika ist eine mobile Gesundheitsstation in Betrieb genommen worden, die vom Land Nordrhein-Westfalen und von der Evangelischen Kirche von Westfalen mitfinanziert wurde.

Der Einsatzwagen wurde im Distrikt Mkondo in der NRW-Partnerprovinz Mpumalanga im Nordosten Südafrikas feierlich eingeweiht, wie die westfälische Pfarrerin Ute Hedrich am Montag mitteilte, die als Vertreterin der deutschen Projektpartner vor Ort war.

Die mobile Klinik soll die Prävention und Behandlung von Aids in der ländlichen Region verbessern. Außerdem werden Menschen mit Tuberkulose, Diabetes oder anderen Erkrankungen versorgt und Kinder geimpft. Die ländliche Region Mpumalanga, eine der neun Provinzen Südafrikas mit knapp vier Millionen Einwohnern, hat mit hoher Arbeitslosigkeit, Armut und einer überdurchschnittlichen Aids-Rate zu kämpfen.

Die mobile Gesundheitsstation ist bereits die fünfte ihrer Art in Mpumalanga. Sie wurde mit 28.000 Euro vom Land Nordrhein-Westfalen und mit 9.500 Euro von Mitteln der westfälischen Kirche für das Hilfsprojekt »Kirche und Wirtschaft gegen HIV und Aids« gefördert, das die drei evangelischen Landeskirchen in NRW 2003 angestoßen hatten. Die Kosten für das Personal und den medizinischen Bedarf übernimmt das Gesundheitsministerium von Mpumalanga, ein Unternehmen trägt die Benzinkosten.

Pfarrerin Hedrich vom Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der westfälischen Kirche sagte bei der Feier, durch die mobilen Gesundheitsstationen sei in den vergangenen Jahren ein Netz der Fürsorge und des Miteinanders entstanden. Sie dankte der seit zehn Jahren bestehenden Hilfsorganisation »Thol'ulwazi Thol'impilo« (Zulu für: »Wissen schafft Leben, Liebe schafft Leben«) und den Kirchen, Farmern und Unternehmen vor Ort sowie der Provinzregierung für die Partnerschaft, die ein besseres Leben für die arme Bevölkerung zum Ziel habe.

Das Land Nordrhein-Westfalen und Mpumalanga hatten 1995 eine Partnerschaft vereinbart, die jedoch derzeit ruht, weil die südafrikanische Provinzregierung nach Angaben der NRW-Landesregierung aktuell nicht an einer Zusammenarbeit auf staatlicher Ebene interessiert ist. Ein 2013 ausgelaufenes Partnerschaftsabkommen konnte daher nicht verlängert werden. Dennoch wurde das Klinik-Projekt jetzt weiter unterstützt. (epd)

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