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Oberkirchenrat i.R. Ulrich Beyer ist tot

Mission heute neu verstehen und leben

Oberkirchenrat i.R. Dr. Ulrich Beyer ist am 29. August im Alter von 80 Jahren in Bielefeld gestorben. Er war fast 20 Jahre für die ökumenischen Beziehungen der Evangelischen Kirche von Westfalen zu Partnerkirchen in aller Welt zuständig.

Ulrich Beyer »hat dazu beigetragen, Begriff und Arbeit der Mission heute neu zu verstehen und zu leben«, erklärte Präses Annette Kurschus. Denn er hatte, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) von einer deutschen Missionsgesellschaft hin zu einer internationalen, gleichberechtigten Gemeinschaft von Kirchen in Afrika, Asien und Deutschland. Präses Kurschus würdigte Beyers theologische Kompetenz, »seine Leidenschaft für Gerechtigkeit und seinen Kulturen verbindenden Humor«. Mit seinen besonderen Gaben habe er sich dafür eingesetzt, die Partnerkirchen in aller Welt in ihrem Dienst zu unterstützen.

Ulrich Beyer, 1936 in Hagen geboren, studierte Theologie in Bielefeld-Bethel, Tübingen, Basel, Göttingen und Münster. Als Vikar arbeitete er ab 1962 in der Studentengemeinde Münster und anschließend in der Petrigemeinde Minden, später im damaligen Kirchenkreis Dortmund-Süd. 1963 promovierte er in Münster zum Doktor der Theologie.

1965 übernahm er im Dienst der damaligen rheinisch-westfälischen Missionsgesellschaft die Stelle eines Dozenten für Neues Testament an der theologischen Nommensen-Universität in Pematang-Siantar auf Sumatra/Indonesien. Hier wirkte er bis 1974, um anschließend in der Vereinigten Evangelischen Mission (Wuppertal) zu arbeiten, wo er seine Erfahrungen aus Indonesien einbrachte. Von 1981 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2000 war Ulrich Beyer als Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche von Westfalen verantwortlich für die Bereiche Weltmission, Ökumene und kirchlicher Entwicklungsdienst.
(Pressemitteilung 44/2016)

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