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Westfälische Eröffnung der Friedensdekade – Meike Friedrich: Es gibt mehr Menschen guten Willens als Hetzer und Gewalttäter

Liebe soll zur Grenze für den Hass werden

WESTFALEN/HAGEN - Es gibt weit mehr Menschen, die Flüchtlinge in Deutschland willkommen heißen und ihnen tatkräftig helfen, als rassistische Hetzer und Gewalttäter. Das hat Superintendentin Meike Friedrich (Münster) am Sonntag (1.11.) in Hagen zur Eröffnung der Ökumenischen Friedensdekade betont. Die Liebe stoße aber an die vom Hass gezogene Grenze: Pegida und AfD seien von solchem Hass getriebene »Räuber«, die Großzügigkeit und Gastfreundschaft rauben, ebenso Menschenfreundlichkeit und den Willen zum Teilen.

»Der Hass besetzt öffentliche Räume und Straßen, er raubt uns Werte und Begriffe, er erpresst unsere Aufmerksamkeit«, sagte die Theologin. Dem setzte sie die Botschaft des christlichen Glaubens entgegen: »Jesus selber hat eine Grenze gesetzt. Er akzeptiert es nicht, dass sich eine ganze Gesellschaft den Bedingungen unterwirft, die der Hass mit sich bringt.« Die biblische Geschichte vom barmherzigen Samariter ermutige dazu, angesichts von Hass und Gewalt stehenzubleiben, hinzuschauen und Gegenbilder zu schaffen. Der Hass sei die Grenzerfahrung für die Liebe. Meike Friedrich rief dazu auf, für das Umgekehrte zu arbeiten: »Dass die Liebe zur Grenzerfahrung für den Hass wird!«

Die Ökumenische Friedensdekade steht in diesem Jahr unter dem Motto »Grenzerfahrungen« und findet bundesweit statt vom 8. bis 18. November. In der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) war die offizielle Eröffnung am Sonntag mit einem Gottesdienst in der Johanniskirche in Hagen. Jugendliche von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) berichteten von ihren Erfahrungen.

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