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Präses der westfälischen Landeskirche sprach beim Jahresempfang des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer

Kurschus: Flüchtlingssituation ist Lackmustest für Europa

FRANKFURT A.M./BIELEFELD - Die Präses der Evangelischen Landeskirche von Westfalen, Annette Kurschus, hat sich dafür ausgesprochen, Flüchtlingen legale Zugänge nach Europa zu eröffnen. Bei der Aufnahme von Zufluchtsuchenden sei europäische Solidarität gefordert, sagte die Theologin am Mittwoch in Frankfurt am Main. Die Flüchtlingssituation sei ein "Lackmustest" dafür, wie es um das »christliche Europa« bestellt sei.

Kurschus verwies auf die am Vortag veröffentlichte gemeinsame Erklärung der Leitenden Geistlichen der evangelischen Landeskirchen. Darüber stehe der Bibelvers: »Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!« (Psalm 36,8). Die Präses warb dafür, aus evangelischer Verantwortung Fremden in einer Notsituation mit Verständnis und offenen Armen zu begegnen. Zufluchtsuchende sollten als Menschenkinder gesehen werden. Dies müsse auch gelten, wenn die Geflüchteten zu Konkurrenten würden und nicht in die »kaufmännische Nutzenkalkulation« passten.

Ängste, die es angesichts dieser großen Herausforderung ebenfalls gebe, müssten ernstgenommen und sollten nicht kriminalisiert werden. »Wir müssen das aushalten und mit diesen Menschen im Gespräch bleiben, die es auch in unseren Reihen gibt«, sagte Kurschus.  Die westfälische Präses sprach beim Jahresempfang des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer über Glaube, Freiheit und Verantwortung. (epd)

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