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EKvW beteiligt sich an umweltpolitischer Aktion

»Klimapilgerweg« durch Westfalen geplant

Ein deutscher Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wird im Oktober auch durch Westfalen führen. Ziel sei die UN-Klimakonferenz Ende November in Paris, auf der ein neues internationales Klimaschutzabkommen beschlossen werden soll. Die Route wird den Angaben nach von Flensburg über Trier bis zur Seine-Metropole verlaufen mit einem aus Süddeutschland kommenden Zulauf.

Die etwa 1.470 Kilometer lange Wegstrecke solle die uralte Tradition des Pilgerns mit modernem politischen Engagement verbinden, hieß es. So würden die Teilnehmer unter anderem Kohlekraftwerke und Tiermastbetriebe aufsuchen, um auf die Bewahrung der Schöpfung aufmerksam zu machen. Dazu aufgerufen hat der Weltkirchenrat.

Die Umwelt-Pilger werden die Region Westfalen in der Zeit zwischen dem 13. und 24. Oktober durchwandern. Auf der Strecke zwischen Osnabrück und Dortmund sollen täglich Abschnitte von etwa 20 Kilometer Länge gegangen werden. Zeiten der Besinnung, Gespräche, spirituelle Momente und besondere Aktionen wechselten dabei einander ab. Anfang März soll die Website www.klimapilgern.de mit Hintergrundinformationen und Programm freigeschaltet werden.

Neben der Evangelischen Kirche von Westfalen beteiligen sich an der umweltpolitischen Aktion das Bistum Münster, das Erzbistum Paderborn, städtische Klimabeauftragte, Bürgerinitiativen gegen Fracking sowie Pax-Christi- und Eine-Welt-Gruppen. Geplant sind den Angaben nach Quartiere und Wegführer von Tecklenburg, Lengerich, Saerbeck über Greven, Münster, Hiltrup und Herbern nach Lünen und Dortmund. Auch Initiativen aus Herdecke, Gevelsberg und Wuppertal wollen die Pilger-Idee unterstützen, wie es hieß.

Die Idee zum Klimapilgerweg entstand den Angaben nach auf der Entwicklungspolitischen Klima-Plattform der Kirchen und kirchlichen Werke. Die Route von 1.470 Kilometern zwischen der dänisch-deutschen und der deutsch-französischen Grenze orientiere sich meist an alten Pilgerwegen, sagte Eva-Maria Reinwald, die für die westfälische Kirche die Aktion mitplant. Die Strecke solle viele »Kraft-Orte« für beispielhaften Klima- und Umweltschutz berühren. Aber auch »Schmerz-Orte« wie Atomkraftwerke gehörten dazu, die deutlich machten, wo weiter intensive Bemühungen zum Klimaschutz nötig seien. (epd)


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