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Schau zeigt Westfalens kirchenmusikalisches Erbe

»Klang der Frömmigkeit«

Die Wanderausstellung »Klang der Frömmigkeit« widmet sich dem kirchenmusikalischen Erbe in Westfalen. Gezeigt werde der Einfluss der Reformation auf die Musik bis zur Gegenwart, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mitteilt.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Februar im rock'n'pop-Museum in Gronau zu sehen, das auch an der Entstehung beteiligt war, und wird bis 2018 an insgesamt acht Standorten präsentiert. Nach Westfalen kommt sie ab März 2017.

»Westfalia non cantat« (Westfalen singt nicht), heiße es gemeinhin, erklärte der LWL. »Die Ausstellung verdeutlicht aber die vielfältigen Facetten der in der Reformation entstandenen und gelebten Musiktradition als Teil einer neuen, von aktiver Mitgestaltung geprägten Kultur«, sagte Ausstellungsmacherin Silke Eilers vom LWL-Museumsamt für Westfalen. Mit überregional bekannten Stücken, aber auch Texten, Kompositionen und Vertonungen aus der Region sollen Westfalens musikalisches Potenzial und regionale Besonderheiten lebendig werden.

So entwickelten sich in Westfalen den Angaben zufolge besondere musikalische Traditionen, wie etwa die Posaunenchorbewegung in Ostwestfalen, das Gloriasingen in Soest, das Kantatefest in Herford oder die Musicals und Oratorien der Stiftung Creative Kirche in Witten. Zudem habe Westfalen eine bekannte Orgellandschaft, hieß es.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Musik selbst, vermittelt in Ton- sowie Bild-Ton-Dokumenten. Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung Instrumente, historische Gesangbuchausgaben und Notenblätter, Skulpturen, Gemälde und weitere Exponate kirchenmusikalischer Veranstaltungen. Das Stadtarchiv Soest habe zudem das kostbare Werk »Frewden-Spiegel deß ewigen Lebens« aus dem Jahr 1599 als Leihgabe zur Verfügung gestellt. (epd)

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