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Kirchenkreis Dortmund verurteilt Besetzung des Turms der Reinoldi-Kirche durch Angehörige der rechtsextremen Szene

»Kirchen sind Orte des Friedens«

Am 16. Dezember wurde der Turm der Dortmunder St. Reinoldi-Kirche durch Angehörige der rechtsextremen Szene widerrechtlich besetzt. Der Ev. Kirchenkreis Dortmund verurteilt dies scharf und nimmt wie folgt Stellung:

»Unsere Kirchen sind Orte des Friedens, des Gebets und der Versöhnung. In ihnen verkündigen wir die Botschaft von der Liebe Gottes, die allen Menschen gilt.

Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus haben keinerlei Raum bei uns. Seit vielen Jahren ist der Ev. Kirchenkreis Dortmund darum aktiv engagiert in der Bekämpfung rechtsextremen Gedankenguts.

Die widerrechtliche Besetzung des Turms der St. Reinoldi-Kirche durch Angehörige der rechten Szene und Vertreter der sog. Partei DIE RECHTE verurteilen wir scharf.

Sie stellt einen skrupellosen Missbrauch des Kirchengebäudes und eine tiefe Respektlosigkeit dar. Die Aktion belegt einmal mehr, dass den Rechtsextremisten nichts heilig ist - eine Kirche so wenig wie das friedliche Zusammenleben der Menschen in der Stadt.

Demgegenüber werden wir weiter konsequent am Dialog mit Menschen anderer Religionen und Kulturen festhalten. „Wir alle sind Dortmund“ – im Geist dieser Toleranzkampagne treten wir ein gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Wir danken der Dortmunder Polizei und den Ordnungsbehörden für das schnelle Eingreifen und die Beendigung der widerrechtlichen Aktion. Wir gehen davon aus, dass die erkennbaren Straftatbestände konsequent aufgeklärt und juristisch verfolgt werden.

Stadtkirchen auch weiter täglich offen

Der Ev. Kirchenkreis Dortmund wird seine Stadtkirchen auch weiter täglich für die Menschen in dieser Stadt offen halten. Wir laden unbeirrt ein zu Stille, Gebet und Gottesdienst und dazu, in den Kirchen der Kultur und der Geschichte unserer Stadt zu begegnen. Alle Menschen, die in friedlicher Absicht kommen, sind uns jederzeit willkommen.

Keinesfalls dulden werden wir, dass die Kirchen zu unfriedlicher und menschenfeindlicher Propaganda missbraucht werden.«

Für den Ev. Kirchenkreis Dortmund
Ulf Schlüter, Superintendent

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