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Westfälisches Gemeindefestival »maximale« in Hamm mit 2.500 Besuchern

Kirche geht dorthin, wo die Menschen sind

HAMM/WESTFALEN -  »Wo Menschen einander annehmen, loben sie Gott.« Für Präses Annette Kurschus bedeutet das: Menschen loben Gott auch in vielen alltäglichen, oft kleinen, bisweilen mühsamen Situationen des Miteinanders. Auf dem Gemeindefestival »maximale« am Sonntag (31.5.) predigte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) über die Aufforderung »Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob« aus dem Brief des Apostels Paulus an die christliche Gemeinde in Rom.

Es sei befreiend und tröstlich, dass das Lob Gottes auch und gerade »mit anstrengenden Gesprächen, mit schrägen Tönen« geschehe. Gott habe die Menschen angenommen »mit Leib und Seele, mit Haut und Haaren, mit Fleisch und Blut, mit Windeln und Kreuz. Wir gehören zu ihm, weil er, Gott selbst, nicht ohne uns sein will.« Später stellte sich Annette Kurschus auf dem »Roten Sofa« den Fragen von Gerd-Matthias Hoeffchen, dem Chefredakteur der Wochenzeitung Unsere Kirche. Sie sprach sich für Klarheit im interreligiösen Dialog aus: »Wenn wir den Mut haben, unsere christliche Position klar zu benennen, werden wir die Achtung anderer Religionen gewinnen.«

Zum »maximale« kamen rund 2.500 Menschen aller Generationen aus ganz Westfalen. Vier Gottesdienste für verschiedene Altersgruppen eröffneten das Gemeindefestival im Maximilianpark, einem Freizeitpark in Hamm. Das Amt für missionarische Dienste (AmD) der westfälischen Landeskirche stellte ein vielfältiges Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Beine. »Als Kirche gehen wir dorthin, wo die Menschen sind«, erklärte AmD-Leiterin Birgit Winterhoff das Konzept: »Und das gelingt: Die Besucher des Maximilianparks mischen sich unter die Besucher unseres Gemeindefestivals und lassen sich davon ansprechen.« Der Jugendgottesdienst war mit 350 Personen »so voll wie noch nie«, freute sich Pfarrerin Winterhoff.

Präses Kurschus eröffnete die »Werkstatt Bibel mobil«. Diese Wanderausstellung erklärt in sieben Stationen anschaulich die Geschichte – vom Papyrus bis zur App –, die Bedeutung, Aktualität und die praktischen Gebrauchsmöglichkeiten der Bibel. Sie kann von Gemeinden und Gruppen ausgeliehen werden. »Wir sind dankbar und auch ein bisschen stolz, diese mobile Bibelwerkstatt in unserer Landeskirche zu haben«, sagte Präses Kurschus. Ein »Gebetsgarten«, eine »Segnungsoase« und viel Musik mit Gospels, Posaunen und dem Liedermacher und Comedian Daniel Kallauch waren weitere Aktionen.

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