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auf einen Blick
Projekt »Mit Kindern neu anfangen« nach 10 Jahren abgeschlossen - Impulse wirken im Alltag weiter

Kinder nicht um Gott betrügen

»Was ist es, was die Kinder für Jesus so vorbildlich macht?«, fragte Altpräses Alfred Buß im Gottesdienst, mit dem am Samstag das Projekt »Mit Kindern neu anfangen« seinen Schlusspunkt fand.

Die Antwort: Es ist die unbedingte Bereitschaft der Kinder, etwas zu empfangen. Sie lassen sich gerne ohne Skrupel beschenken und fragen nicht, was sie dafür schuldig sind. Für Kinder ist es selbstverständlich, dass sie etwas erhalten, denn sie können es sich nicht selbst beschaffen.

Das machte die Faszination des Projektes »Mit Kindern neu anfangen« aus, das im Jahr der Taufe 2006 seinen Anfang nahm. Tauffeste und Tauferinnerungen sind seit dem in unseren Gemeinden selbstverständlich geworden, ebenso neue Zugänge in der Wahrnehmung von Kindern und Familien. Landeskirchenrat Fred Sobiech betonte ausdrücklich, dass sich dieses Projekt der religiösen Erziehung  verschrieben habe und alles daran setze, die Kinder nicht um Gott zu betrügen.

Ralf Fischer, der verantwortliche Dozent aus dem pädagogischen Institut der EKvW, beschreibt das Projekt als ein Puzzle, das keinen Rahmen hat. Es sei anschlussfähig und offen, es habe viele Institute der Landeskirche zur Zusammenarbeit geführt, es habe in den Gemeinden bewirkt, dass zum Beispiel Kindergärten mit Altenstuben gemeinsam Gottesdienste vorbereitet oder sich mit der Jugendarbeit vernetzt haben. Das Wesentliche aber sei, dass es Kinder als vollwertige Gemeindeglieder in das Bewusstsein gerückt hat. Glaube sei nur in und durch Beziehung möglich und diese entstehe in einem guten und geistlichen Miteinander.

Die Impulse des Projektes gehen jetzt über in den Alltag unserer Kirche. Das Pädagogische Institut steht weiterhin für Fragen zur Gestaltung der Gemeinde mit Kindern zur Verfügung und das Netzwerk der mitwirkenden Gemeinden wird ausgeweitet. Auch in Zukunft werden Ideen entwickelt und vorangetrieben, das wird deutlich, wenn man sieht, wie engagiert die Teilnehmenden in den Workshops sich eingebracht, gefragt und mitgedacht haben.

In diesem Sinne lässt sich auch das Votum von Alfred Buß verstehen, wenn er sagt: »Die Taufe ist voraussetzungslos, sie darf aber nicht folgenlos bleiben.« Darum: »Wer es wagt zu werden wie die Kinder, der wird auch erwachsen.«

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