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auf einen Blick
Aufruf zum Umdenken im Umgang mit Nutztieren

»Jedes geschredderte Küken ist ein Geschöpf Gottes«

»Die Verschmutzung von Luft, Gewässern, Trinkwasser und Böden durch Fäkalien und Pharmarückstände ist Folge unserer ungezügelten Lust auf billiges Fleisch«, erklärt Volker Rotthauwe, Pfarrer für Nachhaltige Entwicklung im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

In dem Blog »Klare Kante« wendet er sich gegen den Verzehr von Fleisch aus industrieller Massentierhaltung und fordert ein grundsätzliches Umdenken im Umgang mit Nutztieren.

Weltweit werde die Erde kahl gefressen von über 50 Millionen landwirtschaftlich genutzten Tieren, die riesige Mengen von Klimagasen produzieren. Notwendig sei ein Systemwechsel von der Tierhaltung über die Schlachtung bis hin zum Verzehr. »Jedes einzelne überzüchtete Schwein, jede einzelne auf eine Gebärmaschine reduzierte Sau, jedes geschredderte Küken, jede gequälte Pute ist ein gesegnetes Geschöpf Gottes, dem wir Leid antun», schreibt Rotthauwe.
Auch im Bereich der Kirche komme noch zu viel Billigfleisch auf den Tisch. Die Fastenzeit sei eine gute Gelegenheit, Erfahrungen mit weniger Fleischkonsum zu sammeln. Dazu bietet auch die Klimafasten-Aktion »So viel du brauchst« viele Anregungen.

In der Passionszeit, zwischen Aschermittwoch und Ostern, fasten zahlreiche Menschen auf ganz verschiedene Art. Christen erinnern sich in diesen Wochen besonders an das Leiden und Sterben Jesu.

In dem Blog »Klare Kante« äußern sich evangelische Christen regelmäßig zu aktuellen Themen.
(Pressemitteilung 12/2015)

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