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auf einen Blick
Landeskirchliches Archiv zeigt Ausstellung »Weihnachtsgrüße im Weltkrieg 1914/18«

Herzliche Weihnachtsgrüße aus dem Schützengraben

Ansichtskarten mit »herzlichen Weihnachtsgrüßen« aus der Zeit des Ersten Weltkrieges zeigt das Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Kooperation mit Christa und Peter Salchow aus Bielefeld. Ergänzend sind historische Dokumente aus den Beständen des Archivs zu sehen, die die Weihnachtsstimmung an der Front und in der Heimat dokumentieren. Die Postkarten-Ausstellung wird durch Christbaumschmuck aus der Kaiserzeit bereichert.

Nie zuvor wurde so viel Post geschrieben wie im Ersten Weltkrieg. Für die Soldaten stellten die schriftlichen Mitteilungen per Feldpost die einzige Möglichkeit dar, Kontakt mit ihren Angehörigen und Freunden zu halten. Der Brief oder die Karte waren eine entscheidende Quelle der Hoffnung und der Freude, die zu Weihnachten gesteigerte Bedeutung erhielt.

Die Karten von der Front zeigen meist fröhliche Weihnachtsfeiern der Soldaten. Die Männer sitzen in geselliger Runde um den Weihnachtsbaum zusammen, musizieren, packen ihre Geschenke aus oder lesen Feldpostbriefe. Die Verbundenheit zur Heimat ist angezeigt durch »Gedankenblasen« am oberen Bildrand, in denen die Familie daheim, ebenfalls um den Weihnachtsbaum versammelt, zu erkennen ist.

Beliebtes Motiv der Feldpostkarten ist der Weihnachtsbaum. Zu den Weihnachtsfeiertagen wurden den Soldaten von ihren Familienangehörigen kleine Weihnachtsbäume ins Feld geschickt. Diese Bäumchen waren ein wichtiges emotionales Bindeglied zwischen Front und Heimat.

Die Ausstellung ist bis zum 13. Januar 2015 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten:
montags bis donnerstags: 9 bis 16 Uhr
freitags: 9 bis 12 Uhr
sowie während des Gadderbaumer Weihnachtsmarktes auf dem Bethelplatz am 5. bis 7. Dezember 2014.


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