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Kurschus besorgt über Antisemitismus

Grüße zum jüdischen Neujahrsfest

Präses Annette Kurschus hat den jüdischen Gemeinden in Westfalen Grüße zum Neujahrsfest Rosh Hashana gesandt und sich zugleich besorgt über den Antisemitismus in Deutschland, Europa und weltweit geäußert.

Wenn die Würde eines Menschen angetastet werde, werde der Mensch als Gottes Ebenbild angetastet und damit Gott selbst, schrieb die leitende Theologin der westfälischen Landeskirche in einem am Dienstag in Bielefeld veröffentlichten Brief an den Landesverband der jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe. »Diese Übergriffigkeit beschämt uns sehr.« Man dürfe nicht müde werden, »gegen jegliche Form des Antisemitismus zu arbeiten«.

In ihrem Schreiben zeigte sich die Präses dankbar für die Bereitschaft der jüdischen Gemeinden zur Begegnung mit Christen. »So hören wir gemeinsam auf das kostbare Erbe der Tradition, um Orientierung zu finden zur lebensnotwendigen Frage der Verankerung der Menschenrechte in Gottes Geboten«, schrieb Kurschus.

Juden in aller Welt feierten ab Montag das Neujahrsfest Rosh Hashana. Das zweitägige Fest zum Beginn des Jahres 5.777 nach jüdischer Zeitrechnung fällt auf den ersten und zweiten Tag des jüdischen Kalendermonats Tischri und findet gewöhnlich im September oder Oktober des gregorianischen Kalenders statt. Typisch für das Fest ist das Blasen des Schofar, des Widderhorns, mit dem zu Gebet und Buße aufgerufen wird. Das Neujahrsfest erinnert die Juden an den Bund zwischen Gott und Israel. (epd)

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