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auf einen Blick
Erste internationale Konferenz für Prädikantinnen und Prädikanten von drei Kontinenten / Besuch in Bielefeld

Gottes Wort auslegen und netzwerken

Die Kirchen nennen sie »Elder«, »Presbyter«, »Laypreacher«, »Lektorinnen« oder »Prädikanten«. Und auch, wenn sie überall eine andere Bezeichnung haben, gibt es sie in jeder Protestantischen Kirche:  Erstmals haben sich Prädikantinnen und Prädikanten aus Afrika, Asien und Europa zu einer internationalen Konferenz auf dem heiligen Berg in Wuppertal getroffen. Dabei haben sie sich vor allem über das Predigen in verschiedenen Kulturen ausgetauscht.

Zehn Tage lang haben die Frauen und Männer aus 17 verschiedenen Kirchen ihre Erfahrungen geteilt, sich über Unterschiede und Gemeinsamkeiten ausgetauscht und dabei gemeinsam das Wort Gottes ausgelegt. Und sie haben Gemeinden vor Ort besucht. Auch in Bielefeld.

Maxie Kordes, Diakonin und Prädikantin der Evangelischen Kirche von Westfalen und Joy Hosmillo, Hochschullehrerin und Laypreacher der United Church of Christ in the Philippines wurden dabei persönlich von Landeskirchenrat Professor Dieter Beese und Achim Hertzke im Landeskirchenamt begrüßt. Anschließend fand ein reger Austausch über die Menschenrechtslage auf den Philippinen, sowie über Umweltthemen, den Glauben und das Reformationsjubiläum im kommenden Jahr statt.

Die Teilnehmenden der internationalen Konferenz verpflichteten sich in Wuppertal dazu, das Netzwerk von Prädikantinnen und Prädikanten weiter auszubauen und zu pflegen. Die Kirchen sollen gebeten werden, ein Ausbildungssystem für Prädikantinnen und Prädikanten zu schaffen und das lebenslange Lernen zu unterstützen. Die Vereinte Evangelische Mission (VEM), die zusammen mit der Evangelischen Kirche im Rheinland zu den Gastgeberinnen der Konferenz zählte, wurde gebeten, regelmäßig Konferenzen dieser Art anzubieten.

»Solche internationalen Begegnungen zeigen, dass die weltweite ökumenische Dienstgemeinschaft auch den Prädikantendienst umfasst«, sagte Landeskirchenrat Professor Dieter Beese.

Ziel war es, alle Teilnehmenden in ihrem ehrenamtlichen Engagement zu stärken. Zum Abschluss der Tagung stand der Sonntagsgottesdienst an. Hier waren alle Prädikantinnen und Prädikanten  gefordert, vor einer deutschen Gemeinde zu predigen.

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