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Überblick über die Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche

Gleichstellungsatlas der EKD erschienen

HANNOVER/WESTFALEN - Einen Überblick über die Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland gibt der erste Atlas zur Gleichstellung, der zum Internationalen Frauentag am 8. März erschienen ist.

Der Atlas wird vom Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie in Kooperation mit der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) herausgegeben.

Rund 131.000 Christen und Christinnen wirken in der Gemeindeleitung mit. Davon sind 48 Prozent Männer (Westfalen: 52 Prozent). 58 Prozent der bundesweit 31.000 amtierenden Synodalen sind männlich (Westfalen: 63 Prozent). 2013 gehörten den Kirchenleitungen der Landeskirchen 324 Personen an, darunter 105 Frauen, was einem Anteil von 32 Prozent entspricht. Hier liegt Westfalen hinter Bremen an zweiter Stelle (50 Prozent).

Neben den Daten zu der Verteilung der Leitungsämter wurden auch Zahlen zum kirchlichen Leben erhoben. EKD-weit liegt der Anteil der Männer, die sich ehrenamtlich engagieren, bei 31 Prozent (Westfalen: 28 Prozent). Auch der Anteil der Frauen im Pfarramt wurde untersucht. Demnach befinden sich unter den Ordinierten 33 Prozent Frauen. Auf der mittleren Leitungsebene liegt die Repräsentanz von Frauen bundesweit bei 21 Prozent.

Weiter enthält der Atlas auch Informationen über die konkrete Verteilung von Männern und Frauen bei den Beschäftigten in Kirche und Diakonie und zum kirchlichen Leben. »Wir sind gespannt, was die Auswertung der Daten in den Landeskirchen ergibt«, sagte Oberkirchenrätin Kristin Bergmann, die in der EKD für Gleichstellungsfragen zuständig ist. »Der Atlas stellt die Datengrundlage  zur Verfügung. Wie die Daten allerdings zu interpretieren sind und welche kirchenpolitischen Schlüsse daraus zu ziehen sind, muss jetzt in den entsprechenden Gremien vor Ort diskutiert werden«. Die Gleichstellungsbeauftragten der Landeskirchen, die den Atlas zusammen mit dem Studienzentrum herausgeben, werden diesen Prozess in den Landeskirchen begleiten und unterstützen, so Bergmann.

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