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auf einen Blick
Die EKvW auf dem Weg zu einem besseren Klima

Gemeinsam für Klimagerechtigkeit

Präses Annette Kurschus brachte es auf den Punkt: »Man kann sich für eine gerechte Klimapolitik einsetzen, ohne Christ zu sein. Aber man kann nicht Christ sein, ohne sich dafür einzusetzen, dass auch die ärmsten und verletzlichsten Menschen auf der Erde sowie die Generationen unserer Kinder und Enkelkinder gute Bedingungen zumLeben vorfinden.«

Deshalb hat die Landessynode im November 2015 erneut einen umfassenden Beschluss zum Klimaschutz und zur Klimagerechtigkeit gefasst. Rund 14 Tage später erfüllte dann der Pariser Klimagipfel die Forderung nach einem ambitionierten, völkerrechtlich verbindlichen Abkommen weitgehend.

Der Klimavertrag (englisch) des UN-Gipfels stellt entscheidende Weichen. »Nun aber muss der Zug auch in Richtung Klimaschutz fahren – auch in unserer Kirche!« Das sagt Hans-Jürgen Hörner vom Institut für Kirche und Gesellschaft und verweist zugleich auf das Engagement und die vielen  weiteren Möglichkeiten, den Klima- und Umweltschutz in der Kirche voranzubringen: der Grüne Hahn, die landeskirchliche Klimaschutzstrategie »EKvW 2020«, das Klimafasten und das ökofaire Beschaffungsprojekt »Zukunft einkaufen« sowie weitere Angebote stehen für alle Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen in Westfalen bereit.

Etliche nutzen bereits diese Anregungen und gehen damit konsequente Schritte in Richtung Klimaschutz und einer nachhaltigen Entwicklung. Auch außerkirchlich wird das Engagement der evangelischen Kirche für Zukunftsfähigkeit mit Interesse und Sympathie wahrgenommen; es stärkt die Glaubwürdigkeit kirchlichen Denkens und Handelns.

Hörner: »Wenn wir aus aktuellem Anlass über Fluchtprävention diskutieren, dann darf der Klimaschutz nicht außen vor bleiben.« Der Klimawandel und seine Folgen gehörten bereits heute zu den größten Fluchtursachen weltweit. Klimaschutz sei deshalb die Flüchtlingspolitik von morgen.

Gute Lebensbedingungen und Gerechtigkeit für alle Menschen werden laut Hörner nicht nur über technische Lösungen zu erreichen sein. Auch der eigene Lebensstil gehöre auf den Prüfstand . »Als Kirche sollten wir daher den Austausch über ein ›welt‹-verträgliches Leben und über eine ›Ethik des Genug‹ intensivieren«, fordert Hörner.

Zu welchen konkreten Schritten sich eine Kirchengemeinde oder kirchliche Einrichtung auf diesem Weg auch entscheidet: es trage immer dazu bei, dass das Abkommen vom Klimagipfel in Paris keine leere Worthülse bleibt.

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