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auf einen Blick
Erster Kurs für kirchliche Popmusik erfolgreich zu Ende gegangen

Feeling und jede Menge Groove

Zwei Jahre lang haben sich die zwanzig Frauen und Männer intensiv mit Gospel, Soul, Blues, Pop und Neuen Geistlichen Liedern auseinandergesetzt. Und sie haben gegroovt, was das Zeug hält.

Jetzt haben sie allen Grund zur Freude. Denn sie haben den Kurs für kirchliche Popularmusik bestanden, den die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) erstmals angeboten haben.

Kirchengemeinden mit popmusikalischem Schwerpunkt können sich nun freuen, warten doch viele der Absolventinnen und Absolventen darauf, als nebenamtliche Kirchenmusikerinnen und -musiker engagiert zu werden.

Eine von ihnen ist Denise Lienenlüke aus Verl, die schon lange in ihrer Kirchengemeinde musikalisch aktiv ist und sich sehr für die Arbeit mit Band im Gottesdienst interessiert. »Mein Anliegen ist es, den Gottesdienst musikalisch abwechslungsreich zu gestalten - sowohl für
Jugendliche, als auch für Erwachsene!«, sagt die 25-Jährige selbstbewusst. Die nötigen Grundlagen dafür hat sie im Popkurs bekommen und ganz nebenbei gelernt, wie man diese musikalische Vielfalt im Gottesdienst umsetzen kann.

Das ist auch für Matthias Nagel, Popkantor der EKvW, wichtig. Er möchte nebenamtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern die Möglichkeit bieten, »sich im populären Kichenmusik-Bereich auf einem der Klassik vergleichbaren Niveau fortzubilden.« Das sei jedoch gar nicht so einfach, denn Popularmusik erfolge ebenfalls nach gewissen Gesetzmäßigkeiten und Regeln, und sie erfordere ein immenses Hintergrundwissen - zusätzlich zum berühmten »Feeling«.

Und es hat funktioniert. Nicht zuletzt, weil die Teilnehmenden von Anfang mit großem Eifer dabei waren. So habe sich eine offene und freundliche Arbeitatmosphäre ergeben. Dabei sei allen der gewisse »Pionier-Status« des Kurses bewusst gewesen. Nagel: »So etwas trägt die Kursatmosphäre für Jahre.«

Zufrieden ist auch Denise Lienenlüke. Nicht nur, weil sie in den meisten Fächern, darunter Pop/Gospelchorleitung, Arrangement, Bandleitung, Sologesang und Equipment, mit Bravour bestanden hat. Sondern vor allem, weil sie im Kurs gelernt hat, »dass man als Musiker nie ›ausgelernt‹ hat« und neugierig geworden ist, Neues zu lernen und auszuprobieren. Ihr einziger Wunsch, der offen geblieben ist: »Ich hätte gerne eine Art ›Bandcoaching‹ gemacht.«

Im Oktober 2016 startet der nächte Kurs für Popularmusik. Die Kursdauer beträgt zwei Jahre. Die Kurse gehören ab jetzt zur festen Einrichtung der EKvW und ergänzen das klassische C-Kurs-Angebot. Für Musikerinnen und Musiker, die haupt- oder ehrenamtlich aktiv werden möchten, bietet die Evangelische Popakademie ein Bachelor-Studium und diverse Seminare an.

Weitere Infos: www.popkurse.de

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