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auf einen Blick
Schulen der westfälischen Landeskirche gehören zu globalem Netzwerk

Evangelische Schulen weltweit verbunden

WESTFALEN - Sieben von insgesamt neun Schulen der Evangelischen Kirche von Westfalen gehören zu dem Netzwerk „500 Evangelische Schulen weltweit feiern 500 Jahre Reformation“. Die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck war jetzt auch bei der internationalen Konferenz „schools500reformation“ vertreten.

Unter www.schools500reformation.net sind im Internet alle beteiligten Schulen auf einen Blick auf einer Weltkarte zu sehen. Das Projekt verbindet evangelische Schulen mit anderen evangelischen Schulen, Lehrkräfte mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schüler. Ziel ist es, Aktivitäten rund um Reformation zu entwickeln und diese miteinander zu teilen.

So erhalten Schulen die Möglichkeit, sich gemeinsam über die Projekt-Internetseite auf dieses Jubiläum vorzubereiten, zusammen zu feiern, dem eigenen Glauben nachzuspüren, ihn mit anderen zu teilen, Partnerschulen zu finden und weltweite Solidarität zu zeigen. Dabei ist die Zahl 500 überschritten. Aktuell sind es 554 evangelische Schulen, die dem globalen Netzwerk angehören. Das Ziel heißt jetzt: 1.000.

Für die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck (EGG) war die stellvertretende Schulleiterin Petra Birkholz in Wittenberg dabei. „Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus Europa, Asien, Australien, Afrika und den USA brachte eine Fülle von Anregungen und Ideen – eine enorme Bereicherung für die pädagogische Arbeit“, berichtet sie. Manche Erfahrung bestätigte auch das Bewährte: So erfuhr sie von einem Schulleiter aus Kamerun, dass er an seiner Schule nahezu das gleiche Verfahren zu kollegialen Unterrichtsreflexion durchführt wie an der EGG. „Bei aller Unterschiedlichkeit der Umstände und Bedingungen kam man unabhängig voneinander auf dieses gleiche Verfahren des Feedback“, berichtet Petra Birkholz.

2016 läuft das Projekt unter dem als Jahresthema: „Verantwortung übernehmen und darüber sprechen – global und lokal“. In der Gelsenkirchener Schule wird verantwortliches Mitentscheiden bereits praktiziert. Petra Birkholz: „Entscheidungen, zum Beispiel über die Aufnahme von Flüchtlingen, werden demokratisch mit allen Kollegen getroffen. Es gibt Jahrgangsparlamente in jedem Jahrgang, wo die Schüler Entscheidungen für ihren Jahrgang treffen können. Die Tagung brachte auch Anstöße für weitere Schulpartnerschaften im näheren Ausland. Die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen hat bereits Partnerschulen in Frankreich, Sambia und Argentinien.

Zum Netzwerk „500 Evangelische Schulen weltweit feiern 500 Jahre Reformation“ gehören außerdem folgende Schulen der Evangelischen Kirche von Westfalen:
•    Espelkamp: Söderblom-Gymnasium, Birger-Forell-Sekundarschule und Realschule
•    Bielefeld-Sennestadt: Hans-Ehrenberg-Schule
•    Lippstadt: Evangelisches Gymnasium
•    Meinerzhagen: Evangelisches Gymnasium

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