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auf einen Blick
Zuschüsse für viele Projekte an den EU-Außengrenzen und hier vor Ort

Ev. Kirchen unterstützen Flüchtlingshilfe

BIELEFELD/DÜSSELDORF -  Jeden Tag gibt es neue Meldungen über die dramatische Situation von Flüchtlingen rund um das Mittelmeer, insbesondere auf den griechischen Inseln. Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) und die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) weiten ihre Flüchtlingshilfe deshalb aus. Gemeinsam unterstützen sie das Projekt »Proti Stassi« (Erste Station) auf der Insel Lesbos zunächst mit insgesamt 80.000 Euro.

Das Projekt richtet einen seit Jahren leerstehenden Campingplatz in der Stadt Molyvos her, wo Flüchtlinge menschenwürdig unterkommen können. Andere Kirchen in Europa fördern diese Arbeit ebenfalls. »Proti Stassi« schafft auch mit der Unterstützung aus Deutschland so einen Platz, an dem sich die Menschen ungestört ausruhen können und gute hygienische Bedingungen vorfinden. Sie erhalten Verpflegung, frische Kleidung und im Bedarfsfall medizinische Hilfe.
Die Evangelische Kirche von Westfalen und die Evangelische Kirche im Rheinland bitten zudem um Spenden und Unterstützung für die Diakonie Katastrophenhilfe. Diese hat erstmals einen Hilfsaufruf für ein EU-Land, konkret: für Griechenland, gestartet, um dort angesichts der aktuellen Notlage humanitäre Hilfe leisten zu können. (Mehr dazu unter: http://bit.ly/1NElaek)

In Westfalen: Zahlreiche Initiativen und Projekte unterstützen die Flüchtlingsarbeit

Das Engagement für Flüchtlinge und Asylsuchende ist und bleibt zentrales Anliegen der Evangelischen Kirche von Westfalen: Für konkrete Projekte sowohl auf landeskirchlicher Ebene, in den westfälischen Kirchenkreisen und in den westfälischen Kirchengemeinden als auch in Kooperation mit europäischen kirchlichen Partnern – zum Beispiel »Mediterranean Hope« in Italien. Die Landessynode hatte erst im Herbst 2014 weitere Fördermittel (bis zu 600.000 Euro) bereitgestellt. Ein wichtiger Baustein ist auch der Ausbau der Flüchtlingsberatung in Kooperation mit der Diakonie. Insgesamt sind 2014 und 2015 bislang etwa 1.000.000 Euro in die Flüchtlingsarbeit geflossen.
Außerdem hat die EKvW vor sechs Jahren die Stelle eines Beauftragten für Zuwanderungsarbeit eingerichtet, der als ständiger Ansprechpartner für Politik, Wohlfahrtsverbände, zivilgesellschaftliche Organisationen fungiert und den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden als Experte zur Verfügung steht. Im Rahmen seiner Anbindung an das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) der EKvW als Studienleiter für Migration organisiert er Akademietagungen, Studientage und Diskussionsveranstaltungen, insbesondere die NRW-weit größte Vernetzungstagung »Asylpolitisches Forum« in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat NRW, Amnesty International, Pro Asyl und der Diakonie RWL.

 

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