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Gemeinsam auf dem Weg: NRW-Europaminister Lersch-Mense und EKD-Chef Bedford-Strohm

Europäische Kirchenführer pilgern für Klimagerechtigkeit in NRW

NRW - „Geht doch!“ - Unter diesem Motto laden die evangelische und die katholische Kirche, Entwicklungsdienste und Naturschutzverbände zum Mitwandern auf den Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ein. Erste große Station in NRW ist Lengerich im nördlichen Münsterland. Dort kommen die Klimapilger am Dienstag, 13. Oktober mit etwa 40 Kirchenführern aus ganz Europa zusammen.

Am Nachmittag wandern alle gemeinsam von Leeden die sieben Kilometer bis Lengerich. Mit dabei: der neue NRW-Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense. Am Abend ist in der Stadthalle Lengerich die Veranstaltung „Herausforderung Klimawandel – Was tun die Kirchen in Europa?“, zu der die Evangelische Kirche von Westfalen gemeinsam mit der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) einlädt. Gäste sind auch Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Chef der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sowie der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Dr. Olav Fykse Tveit (Genf).

Start war am Nordkap

Der Start des Klimapilgerweges war im Juni am Nordkap. Im September und Oktober führt er über Flensburg, Hamburg, Münster, Dortmund, Wuppertal und Trier durch Deutschland. Täglich sind im Durchschnitt etwa 300 „Klimapilger“ auf den Beinen – die meisten für einen bestimmten Abschnitt, manche nur für einen Tag, einige bewältigen auch fast den ganzen Weg. Ziel ist die UN-Klimakonferenz in Paris, wo ein neues internationales Klimaabkommen beschlossen wird.

Der Weg nach Paris verbindet spirituelle Besinnung mit politischem Engagement. Workshops und politische Aktionen begleiten die Pilger. Als Wegmarken werden gute Beispiele für Klimagerechtigkeit aufgesucht, etwa ein Gemeindehaus im Passivhaus-Standard, aber auch Schmerzpunkte, die zeigen, wo weiter Bemühungen zum Klimaschutz nötig sind.

Die 1.470 Kilometer zwischen Flensburg und Paris folgen traditionellen Pilgerwegen. Bei der ökumenischen Abschlussveranstaltung am 28. November 2015 während der Klimakonferenz in Paris treffen Pilger und Aktivisten aus der ganzen Welt zusammen.

Willkommen sind alle – Einzelpersonen oder Gruppen –, die sich für die Klimagerechtigkeit engagieren möchten. Entlang der Strecke stehen Pilgerquartiere in öffentlichen Einrichtungen und bei Gastfamilien aus den Kirchengemeinden zur Verfügung.

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