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auf einen Blick
Engagierte Diskussionsrunde zum Israel-Palästina-Konflikt

Es geht um konkrete Menschen auf beiden Seiten

Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, hat die Kirchen dazu aufgerufen, das Leiden der Menschen in Israel und Palästina wahrzunehmen. Dies sei die mindeste Pflicht eines jeden Christen, sagt Kock am Dienstagabend auf einer Podiumsdiskussion in der Evangelischen Stadtakademie in Bochum. Der frühere rheinische Präses sprach zum Abschluss einer Veranstaltungsreihe zum Thema "Der Israel-Palästina-Konflikt - und das Schweigen der Kirche!?"

„Kirche ist ein Ort, der dem genauen Hinhören verpflichtet ist“, ergänzte auf der Veranstaltung der evangelische Theologe Ralph Pfarrer van Doorn, Beauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen für den christlich-jüdischen Dialog. Die Kirche biete Raum und Strukturen für empathisch-kritische Debatten. Das unterstrich auch Akademie-Leiter Pfarrer Arno Lohmann, denn man dürfe in all den Diskussionen nie vergessen: „Es geht dabei um Menschen – und zwar auf beiden Seiten“, sagte Lohmann.

In der engagierten Diskussionsrunde hielt Bertold Klappert, bis 2004 Professor für Systematische Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal, eine „säkulare Demokratie“ in Form eines konföderativen Staates mit zwei „Bundesländern“ Israel und Palästina als Lösung des Konflikts für am ehesten zukunftsfähig.

Die mehrteilige Veranstaltungsreihe zum Israel-Palästina-Konflikt war eine Kooperation der Stadtakademie mit dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe sowie den Kirchengemeinden Witten-Johannis, Bredenscheid-Sprockhövel und Wengern und der Evangelischen Erwachsenenbildung Ennepe-Ruhr.

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